…. wie sich der kleine Moritz den Krieg vorstellt….


Diese sogenannte soziale freie Marktwirtschaft trommelt immer wieder und wieder und wieder für TTIP. Warum nur hat der (Miß-)Wirtschaftsminister nun wohl auch die Nase voll vom Diktat der USA.

Der Freie Handel ist doch so außerordentlich gut – für Amerika…  Lieber Herr Bsirske, sensiblisieren Sie so viele Menschen wie möglich dagegen! Und dafür, dass diese Papiere in den Schubladen verschwinden!

 

 

…..unser Dorf soll schöner werden….


…. vielleicht ja auch attraktiver? Denn es kriegt ein neues Möbel zwecks Fortbewegung, verrückt genug…. Bis fährt hinter dem wild schäumenden Dimçay als Menschen- und Lastenträger unter anderen der blaue Rennroller meiner lieben Frau herum. Dieser alte Herr ist nun runde fünfundzwanzig Jahre alt und soll vielleicht bald Rentner werden. So zumindest stelle ich mir das vor. Ein Vierteljahrhundert ist viel. Meine Liebste und ich sind noch nicht so ganz einer Meinung.

Eigentlich wollte ich ja auch nicht, aber ein lieber Freund fixte mich vor Monaten an – auf einer Teststrecke irgendwo hinter Kemer. Man könnte eine Portion Vernunft walten lassen, aber Herz und der Rest von Hirn sehen das anders. Muss es hier in diesem Sonnenklima denn ein superkreuzbraves Autochen der unteren Mittelklasse sein?  Nö.

So geil sieht´s aus, zumindest von unten. Für die wenigen nassen Tage hat es eine warme Mütze für obenherum und leise zu schließende Türchen. Und richtig vollfette Überrollbügel. Hinten drauf kann man einen Sack Katzenfutter zuladen; ach, es ist ziemlich schwierig, praktische Dinge zu erfinden, aber unter einem Spannnetz lassen sich auch die Bimeinkaufsplastikapparate vertäuen. Schirm, Charme und Melone? Schirm überflüssig, Charme? Vorhanden bei uns Beiden! In wechselnden Dosierungen. Melone? Ach was!.

Je öller, je döller? Meine Liebste sieht es gemischt. Wolltest Du nicht? Jawohl, ich wollte ja. Aber wenn einem im höheren Jahrgang noch einmal eine hinreißende heiße Liebe zu einem – ähem – Auto anfällt? Und wenn wir beide eng aneinandergekuschelt damit zu Metro, zu Bim – oder zum Konditern mittwochs zu diesem Bäcker an der Tanke, der mit den Roggenbrötchen, düsen, schon zuckt es im rechten Fuß. Außerdem, seit vierzehn Tagen latsche ich dienstags zu einem Kreis alter Säcke, äh natürlich Senioren in Alis Bahnhof. Latschen, denn der Fußweg dauert eine Stunde. Zurück werde ich von einem davon echauffiert….

Und einen sound hat das Vehikel, einen sound…….

 

 

 

 

 

Deutschland sei immer noch kein normales Land…


http://m.welt.de/debatte/article156781355/Deutschland-ist-immer-noch-kein-normales-Land.html

… stellt Herr Prof. Dr.Bassam Tibi im Interview mit Andrea Seibel für die „Welt“ fest.

"Ich verstehe, was Auschwitz ist. Und ich weiß auch: Die Syrer von heute sind Antisemiten", sagt Bassam Tibi

Foto Martin U.K. Lengemann

http://m.welt.de/debatte/article156781355/Deutschland-ist-immer-noch-kein-normales-Land.html

… Vieles, vielleicht allzu Vieles behält man in unserer Wahlheimat Türkei derzeit für sich – suz…. Mindestens ebenso Vieles befindet sich in Deutschland unter dem großen Teppich, unter den es gekehrt ist. Aufregend interessant in diesem Zusammenhang die offenen Worte Professor Tibis… Lesen, durchhalten!

 

 

 

Die Vergangenheit – sie holte mich ein


 

img_20160816_124817.jpg…. und ich werde mich ein volles ganzes Jahr noch einmal auseinandersetzen. Gerne sogar! Wie war das doch dunnemals in den Siebzigern? Die Politik obermies wie zu allen Zeiten, ein gutes Quantum erarbeiteter Wohlstand, man leistete sich hin und wieder eine klasse Platte. Alles weg, sozusagen zernagt vom Zahn der Zeit. Plötzlich und unverhofft ist sie wieder da, die merkwürdige, die schöne, die harte Zeit der Siebziger! Jana, unsere liebe Freundin auf Zeit, diese Zeit hätte ihre eigene Geschichte. Jana zieht es wieder zurück zum Matterhorn, zum Genuss der Tobleronen, zu des Gesslers Hut zurück – back to the roots.

Jana, wir werden dich vermissen, doch jeden Tag an dich zu denken haben. Denn das Vergnügen geht mit einiger Arbeit her – mindestens ein Jahr. Sie wogen schwer, die einigen hundert Schallplatten, bei deren Abhören immer wenigstens ein Fuß mitwippt. Ich habe heute mit dem „Dicketalisieren“ begonnen. Allein schon das Wort digitalisieren. Ein Jahr gabst du uns für dieses Vergnügen – und heute war der erste Tag mit Bruce Springsteen. Das Hörvergnügen ist bei sparsamer Anwendung mit so circa dreihundert Titeln genügend für dieses Jahr, und dann kriegste den Stick, holst ihn vielleicht ab in unserer Wahlheimat Türkei…

Wir arbeiten also dran, Schwiegersohn Tobba wird den Schwiegeralten noch einweisen!

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Ein Türke wollte Hochzeit machen….


…. hat sie auch gemacht, mein sehr lieber Freund Aykut und hatte die Freundlichkeit mich als Gast einzuladen in sein Elternhaus. Es war sehr schön, sehr erlebenswert – und sehr kurz für mich. Denn die Reise fraß ein gut Teil der für die Feier vorgesehenen Zeitplanung auf.

Die Schwaben können alles, nur nicht hochdeutsch; so werden sie für sich und ihr Ländle. Die Türken können auch alles, wirklich alles, denn sie machen aus allem etwas. Nur eins können sie nicht: klare Wegbeschreibungen! Denn hier in unserer Wahlheimat Türkei sind Beschreibungen von Adressen umfänglich und kompliziert und so gut wie immer in die Irre führend.

Verlasse dich nie auf Kilometer- oder gar Zeitangaben – und wähle bei einem konkreten Ziel mehrere Auskunftgebende! Nimm am Otogar Antalya den  sechsundachtziger Dolmuş nach Kepez, da siehst du schon die vielen Autos. Klare Ansage. Nur die Kleinigkeit: den gab es da nicht, überhaupt gar keine Dolmüsche. Viele Hilfsbereite, denen ich mein handy vor die Nasen hielt, hatten gar keine Ahnung, aber davon viel. Früher hielt man Hilfsbereiten einen immer knautschiger werdenden Zettel vor, heute scharfer Blick, das handy soll ja wieder zurückkommen.

Dann latschtst du mit dem Sperrgepäck und der Tasche mit frischer Wäsche dauernd herum. Das Sperrgepäck ist ein Bild. Hängt ein solches an der Wand, deckt um den Nagel ein ausgefranstes Loch zu und lächelt milde den Betrachter an, dann macht es Freude. Klemmt es unter einem verschwitzten Arm, dann hält die Freude sich in Grenzen. Es sollte den Hochzeitern eben diese Freude bereiten, deshalb.

Raus aus dem riesigen Busterminal. Ah! Da auf der anderen Straßenseite fahren diese Dolmüsche oder wie der Plural heißt. Ein Lichtblick, zwischen diesem und den Fahrzeugen hat die Behörde einen langen Zaun gesetzt. Ein Hechtsprung drüber ist mit Sperrgepäck und Rheumaknien nicht angeraten. Tausend Meter Zaun. Drüben ein Hof voller dieser Vororttransportmittel. Aufgeatmet. Waren aber nur abgestellt bei einem Händler.

Weiter, gefühlte hunderte Fahrzeuge nach Korkuteli, keiner nach Kepez. Weiter per pedes. Im Gestressten baut sich wie in einem Drucktopf ein kleines Zörnchen auf. Einer hält, steig ein, ich bring dich hin. Steig wieder aus, ich bin nicht der Richtige, der Richtige kommt noch. Aber wann? Achselzucken, der Reservezuckerwürfel verfrühstückt. Enerviert mache ich mich auf den Rückweg – und laufe der Nummer 86 direkt vor den Kühlergrill. Bezahlt wird mit Karte, das ist man gewöhnt, aber die ist leergefahren. Und die Alanyakard geht nicht in Antalya. Bargeld? Nimmt man nicht. Ein Großmaul macht sich mit einem anderen Großmaul lustig über den deutschen Dussel.

Der Drucktopf ist kurz vor einem bösen Zisch aus dem Notventil. Ganz gelassen erkläre ich dem Großmaul in akzentfreiem Hochdeutsch: wenn du jetzt nicht ganz ruhig wirst und die Sch….. hälst, kriegst du mein Sperrgepäck übergezogen. Er verstand. Sein Glück.

Der Empfang sehr sehr sehr herzlich, neue Gesichter, bekannte Gesichter aus der Trakya Uni in Edirne. Dieses praktische Tablett mit dem Suppereisgemüsesoßefleischkompott drauf war rasch geleert – der Blutzuckerpegel meldet alsbald wieder Normalnull. Frohe Gespräche, ernste Gespräche, fröhliche Begrüßung der schönsten, liebreichsten, geistreichsten Braut der Welt. Freund Aykut hat das große Los gezogen. Noch die notwendigen Fotos, schamhaft verstecke ich meine sockenlosen Füße unterm Tüll. Das Bild? Ich hole noch das copy right ein…

Eine Reise in ein Kaff bedingt eine Rückreise aus dem Kaff, denn es war Sonntag und die Öffis dünn an diesem Sonntag. Wieder dasselbe  Elend, seine Schroffheit, der Busbegleiter wollte amtshandeln, Bargeld? Yok! Raus aus dem Bus? Ein freundlicher Türke schmiegt seine Karte für mich an die Wange des Lesegerätes. Lehnt mit dieser herzlichen Hand auf dem Herzen meine Lira ab. Wir gaben uns die Hand beim Ausstieg. Türkei, freundliche Wahlheimat Türkei.

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Verdient einen Click, unser aller facebook!


Was ich gerade mache? Ich freue mich so richtig über einige sehens- und lesenswerte Funde in diesem unserem Facebook! Es war wieder einmal hartes Graben und Sortieren in Rührendem, Simplem, gut Gemeintem und Überflüssigem und Miesem!

Der ausführliche Beitrag der FAZ, gelegentlich auch als „Lügenpresse“ diffamiert über das Bevölkerungswachstum in der Welt und die einher gehende Gleichgültigkeit der Politiküsse – lesens- und nachdenkenswert.

Der Beitrag über die ehemals zonengeteilte Sonnenallee in Berlin, heute durch orientalisch geprägt, macht Hunger, wieder in diesen Teil Berlins, zu reisen – wenn wir es nicht in unserer Wahlheimat Türkei so gut getroffen hätten.

Es lohnt, den Facebookhaufen hin und wieder umzugraben!
Schön´ Sonntag rundum!