Es sind mehr als sieben Zwerge an unserem neuen Kumquat-Bäumlein


Kumquats (Fortunella), im Singular Kumquat, auch Zwergorangen oder Zwergpomeranzen genannt, sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Sie sind eng mit den Zitruspflanzen verwandt.

Die Frucht wird in der Regel mit Schale und Kernen gegessen; die Schale schmeckt eher herb-süßlich, das Fruchtfleisch bitter bis sauer.

Meine Weisheit stammt aus Wikipedia – das Bild jedoch ist von mir – wie man sieht…

Susanne und Manfred, unsere lieben Freunde, überraschten zum Achtzigsten mit einem Zwergorgangen, Zwergpomeranzen oder auch Kumquat-Bäumchen , kernig gewachsen und schon mit Früchtchen. nicht irgendwelchen, vielmehr äußerst aromatischen Früchtchen.

Nun hat er einen neuen Standort – in unserem Garten. Hoş Geldiniz, Kumquat! Mit viel Komposterde an den Füßen und ordentlich eingewässert soll er sich alsbald hier zu Hause fühlen.

Wenn ich mir eine Handvoll der kleinen Exoten so in einer Flasche mit Flüssigem vorstelle, wie sie ihr Aroma erst mit diesem und dann mit mir teilen – Geduld ist angesagt. Ein nobles Geschenk, möge es Generationen in Frieden verwöhnen. Danke danke . . . .

Hier ist kein Platz für Dunkelbraunes!


In diesen Zeiten kann man gar nicht aufmerksam genug hinschauen, wo sich Dunkelbraunes einnistet. Heute habe ich es in der Schublade für Schuhputzmittel entdeckt – und sofort entsorgt!

Auf Europas Straßen treibt sich schon viel zu davon herum! Bei uns ist kein Platz für dunkelbraune Wichse(r)!

Induktion – ich induziere – du induzierst … usw. …


Induktionskochfeld – Wikipedia

Ein Induktionskochfeld ist ein Kochfeld, bei dem das metallische Kochgeschirr durch induktiv …. Induktionsherde enthalten komplexe elektronische Baugruppen und sind daher potentiell empfindlicher gegenüber transienten Überspannungen …

Früher war alles besser; zweifelt wer daran? Da hieß es schlicht im Ton einer Anordnung, eines Wunsches: Liebling, setzt du schon mal die Kartoffeln auf… Dieses Jahrhunderteritual muss auch heute noch nicht weiter beschrieben sein. Wenn der Topp aber nu´n  Loch hat. Vorbei vorbei!
Das Dingens namens Induktionskochfeld staubte so einige Jahre zusammen mit derzeit leeren Back- und anderen Aufbewahrungsutensilien im Schrank ein. Doch das Gedächtnis meiner Liebsten, es ruht nicht. Niemals. Grundgereinigt steht es plötzlich neben der leicht angekratzten gläsernen Kochplatte. Los, wir probieren das jetzt mal! Topf mit Wasser drin oben drauf, einige der nach einigen hundert aussehenden Tastenfelder – unwilliges Schnaufen und Brummen. Nicht von mir natürlich.
Los! Komm endlich! Das Möbel macht es nur, wenn es die richtigen Pötte hat. Die kaufen wir jetzt! Bei Salı zweiundachtzig in diesem Bunker voller Überraschungen. Kochtöpfe erwerben, nicht so erotisch wie die Erotik! Der Alte gibt sich den Anschein uneingeschränkten Glückes. Du musst nicht topfgucken, sondern unter jeden Pott, da siehst du, was Induktionskochstellen glücklich macht. Aha. Guck mal hier. Nein! Diese Henkel kann man doch nur mit handgehäkelten Pottlappen anpacken.
Das war die Ouverture. Das Crescendo kommt zuhause. Jetzt wird induziert, gekocht! Jeder fängt mal klein an, mit Wasser. Gaaanz einfach. Du drückst ein gefühltes Dutzend dieser Sensoren – ein Knurren tief aus dem Bauch. Selbstverständlich nicht bei mir, schließlich ist die Beherrschung das Maß aller Dinge. Oder kommt ein sanftes Schnurren so wie bei den beiden hier in Halbpension lebenden Straßenkedis.
Das Wasser kocht wie von Geisterhand. Staunen.
Dann kam es dicker: die Notwendigkeit der Lehrstunde. Du musst nur und einen Überschalldurchgang, wie man Wasser induziert, nicht mehr kocht. Nimm den Finger aus der Nase und höre mir zu. Ich habe wirklich alles verstanden. Nur, dass wir uns ziemlich scheel ansehen, dieses Induktionsdingsbumms und ich. Die Freude ist etwas verhalten. Bei mir. Nicht bei den Nachbarn; jenen die weiterhin kochen und unsere Töpfe, die doch noch wie neu aussehen, sofort einatmeten.
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F r ü h l i n g , wo bist du . . . 


Frühling, wo bist du? Fragte das Neustadtholsteiner Café Waterkant wenige Tage zuvor auf einer Tafel. Frühling, wo bist du? Wir haben dir Kuchen gebacken! Drei Tage lang las ich, der Frühling, diese launige Einladung. Dabei war ich ganz dicht bei euch. Aber ihr habt mich nicht erkannt, was auch schwer genug war. Geschützt mit der Leasingwathose meiner lieben Gastgeberin Sisi Hagen. Den kahlen Kopf bedeckt mit deren Leasingbommelmütze. Die Hände vergraben in die außen nassen, innen kalten Taschen der Allwetterjacke. Mund und Nase vor Wind, Wetter, Schneegestöber im Schietwetter geschützt. Keine Chance, mein blaues Band bei euch flattern zu lassen. 

So bin ich mindestens vier Mal bei euch vorbeigelatscht, mir ständig die zwei Troppen von der Nase entfernend. Aber ihr habt euch eingeigelt im warmen Mief und den Kuchen ohne mich verzehrt; schade genug. Ein süffiges Rökers, ein krachendes Brötchen mit dem feinsten Aalrauchmatjes dazwischen wenige Häuser weiter haben mir über die Runden, die Pfützen und meine Laune geholfen. Hascht mich, ich bin doch der Frühling! Aber niemand hat gehascht! Was ja irgend wie auch für euch spricht, ihr Neustadtinholsteiner. 

Nun bin ich mit meiner lieben Frau zurück hinter dem wild schäumenden Dimçay nahe Alanyaam frühlingwarmen Mittelmeer. Hier haben wir schon den alten Winter in seiner Schwäche hoch in den Taurus geschickt; soll er sehen, wie er da zurecht kommt… 

Aber ich komme sooo gerne immer wieder nach Neustadt in Holstein, sympathische liebe Freunde dort, gute Ostseeluft, sogar immer noch kostenlos zu goutieren, eure Schönklinik nicht zu vergessen. Die Leute dort brachten meine Herzen wieder auf Trab brachten zu geregelter Arbeit erzogen …

….  Danke! Grüße nach Neustadt in Holstein, das schönste von allen deutschen Neustädten . . .
 

p. . . Wenn de Noodseewellen slagen haat an S-trand . . . 


. .. pladdern diejenigen der Ostsee zumindest nur wenig lauter an die Kaimauern – wenn ein auffrischender Wind sie dazu ermuntert – wenn ein feindunstiger Gischt ostseeseitig überschwappt – wenn der die Giesstärke einer übervollen Wasserkanne erreicht – wenn sich zuerst dezent, später Schnee in das Geschehen einmischt – wenn dich die Leasinggumminaßwerdenverhindernde Gummihose unserer lieben Freundin Sisi unten herum vor dem Ärgsten bewahrt – wenn deine Wasserwindundsonstiges Widriges abhaltende Wetterjacke sich ungebremst voll säuft – wenn du solcherart Klüvers Brauhaus erreichst – kühl bis ans Herz hinan – Frühling ist ja noch nicht – wenn ein leckerer Humpen holsteinische Rauchbieres dich wieder erweckt, das Krachbrötchen mit Rauchaalmatjes zwischen den Backen mundet – wenn der Sturm  von luv nach lee noch einmal zulegt – wenn nur wenige nasse mißgelaunte Köter die Individuen am anderen Ende der Leine nachhause zerren – wenn die Nebelkrähen, der Sage nach klauen sie die kleinen Kinder und tragen sie hoch hinauf in ihre Schlafbäume, aber real kacken sie einem schleimiges Ätzendes in den Nacken -dann…. 

– dann kommt eine klammheimliche Freude nach einem warmen Sitz in der Holzklasse eines Fliegers nach Antalya auf! Wenig später fummelst du, mit noch  ostseeklammen Pfoten,  das Sicherheitsschloss an der Hütte hinter dem wild schäumenden Dimçay auf . . . . in stiller  Hoffnung, dass der Frühling seiner verd….. Plicht und Schuldigkeit nachkommt . . . . 

Auswahl unter den Neustädten


. . . natürlich wieder ein Blitzlicht auf „unser“ Neustadt, das in Holstein. Früh des Tages trieb ein Eiswind den mikrofeinen Regen über die Stadt und insbesondere über den frühen Wanderer. Umkehren hieß das Motto; Aynurs gewöhnungsbedürftige doch superwarme Pudelmütze; gut geschützt wärmte sie sich da hinten in der Tütkei auf. Schließlich ist sie nur für gut… Der Schönklinik entwichen werden die verweichlichten ollen Knochen wieder der rauen Wirklichkeit angepaßt.

Diese besteht aus dem langen Pfade der Ostsee nach mit Endpunkt Klüvers Brauhaus; schließlich braucht man(!) Kraft für den Rückweg – und die kommt nicht vom Krankenhauswarmschlabbertee. Die Hafenkonditorei wirbt: Frühling, wo bist du? Wir haben extra Kuchen für dich gebacken! 

Heute nicht, Hafenkonditor, morgen, inshallah. Kuchen paßt nicht auf krachfrisches Brötchen mit dem besten Matjes der Welt dazwischen. 

Sonne des Nachmittages, das Herz und das übrige Gekröse entknotet sich, alles öffnet sich dem warmen Gestrahle, herrlich, dieser vorletzte Tag im schönsten aller deutschen Neustädte. Rülps . . . 

Schön‘ Gruß aus der Schönklinik aus Neustadt im Holsteinischen


Moin moin sagt man hier an der milchignieselnden Ostsee, die mit der gesunden Ostseeluft. Nur das mit der Umluft hakte etwas. Aber dafür gibt es Einrichtungen zwecks Fehlerfindung resp. Reparatur. Morgen mehr davon. Die wollen es eben genauer wissen! 

Morgen also der Tag der Erleuchtung. Nicht jener von ziemlich weit oben, wie es die Bediensten der Verkündigungsindustrie anvisieren, noch nicht jedenfalls. Die Erleuchtung kommt von unten her über mich. Durch einen Schnitt im Schritt kriecht sie Schritt für Schritt höher bis ins Herze hinein. Gut zu verfolgen per Großbildschirm. Vermutlich  erfolgen Trumps Mitgucker das Geschehen.

Anschließend wohl noch Geschwindigkeitsfahren ohne Elektroantrieb, aber dann wieder hinaus an die frische Frühlingsluft. Ach ich Armer. Nichtsdestotrotz Bestversorgter! 😉