Iyi günler! Şimdi Kestel´iz!


Iyi günler! Şimdi Kestel´iz! 

„Ick bün oin Brrrrrliner!“ Mit diesen Worten bekannte sich Kennedy zu Zeiten des Kalten Krieges, als die Temperatur sich gefährlich dem Siedepunkt näherte. Berlin jubelte ihm zu. Unvergessen.

Unbejubelt und mit folgerichtiger Logik sind meine Frau und ich irgendwie unbemerkt Kestelaner geworden. Kurz vor Beginn von Zwanzigzwölf wird uns das so richtig bewusst. Alanya ist zwar bekannter als Kestel, aber es ist eben nur der Vorort.

Was sich alles hier bei uns hinter dem wildschäumenden Dimçay getan hat, veröffentlicht anschaulichst die belediye postası 2009-2011 auf 75 Seiten. Wir können sagen: wir sind dabei gewesen!

Unser Ort klärt seine Abwässer, kriegt irgend und irgendwann auch seinen düğün salonu, seinen Hochzeitssalon. Wir kriegen moderne Busse, unser schönes Domizil entwickelt sich zu einer ganz besonderen Oase der Türkischen Riviera. Man kennt sich, mag sich, identifiziert sich.

Also, dieses ist nicht die Übersetzung der bunttürkischen Leistungsbeschreibung über alles, was erreicht ist und über dem Vielen, was noch in erreichbare Nähe gerückt scheint.

Aber es lohnt jetzt schon, sich eine Auszeit vom Trubel Alanyas zu nehmen und Kestel kennenzulernen, besonders die Sarağlar Mahalesi; das ist da, wo wir wohnen.

Auf sayfalar 40-41 sind zwei wichtige Anschaffungen unserer Gemeinde dokumentiert: ein funkelnagelneuer Mülltransporter, weißgrün und ein gleichfarbiges Transportfahrzeug für unsere Gestorbenen. Letzteres in den gleichen frischen sympathischen Farben. Beide waren schon sehr notwendig. Muss man sich sorgen, dass sie im Einsatz möglicherweise verwechselt werden könnten? Hoffentlich nicht. Mögen sie beide ihren Aufgaben entsprechend eingesetzt werden.

Kestel çalısıyor… Kestel arbeitet, die Werbeaussage unserer schönen Gemeinde. Mag sie auch 2012 sich konsequent weiter entwickeln!

Peter Hockenholz

am 31. Dezember 2011

 

 

Mugla 9 – Emine D. und Gülcin D. – last but not least…


Muğla 9 – Emine D. und Gülçin D. – last but not least… 

Die Geschichte “Der gar nicht so alte Mann und das gar nicht so schwarze Meer von Peter Hockenholz wurde am 24. November 2011 Veröffentlicht. Diese Geschichte handelt von einem Ausflug in die Türkei. Dieses Ausflug findet genau am Fastenmonat statt.

Die Urlauber haben bei der Ankunft keinen Sonnenschein sondern Regenwetter. Die Urlauber waren viel mit dem Bus unterwegs, weil sie viele Orte besucht haben. Der Reiseprogramm begann von Antalya per Flug nach Trabzon und weiter per Bus nach Istanbul. Die Urlauber werden nicht immer herzlich empfangen. Sie müssen für ein Eintritt zahlen, obwohl auf ein Schild steht, dass Alte über 65 Jahren nicht zahlen müssen, und sie über 65 Jahre alt sind.

Man kann aus dem Bericht auch entnehmen, dass die Urlauber nicht immer Respekt vor der islamischen Religion haben. Während der vielen Ortsbesuche machen die Urlauber auch viele verschiedene Erfahrungen.

Die Erste Zeit war das Wetter regnerische und aus diesem Grund lernten sich die Urlauber auch besser kennen. In Kümbet werden die Urlauber von einem Geschäftsbesitzer (Bakkalcı) erkannt und der Geschäftsbesitzer sagte, dass er einige Personen von den Urlaubern vor vielen Jahren in einem türkischen Fernsehen und danach immer wiedermal gesehen hätte. Daraufhin empfängt er die Urlaubrt herzlich und ladet sie ein.

Nach einer gewissen Zeit wird den Urlaubern klar, dass die Türken noch sehr viel Respekt vor ihrem Religion haben und dazu noch sehr religiös sind. Die Urlauber machen auch sehr Bedeutsame Erfahrungen über die denkweise der Türken.

Man kann in diesem Text gut erkennen, dass die Erzählung von einem Ausländer der in der Türkei lebt, schriftlich verfasst wurde.

-.-.-.-.-.-

Liebe Emine, liebe Gülçin, ich habe den Eindruck, dass ihr euch sehr mit dem Text befasst habt! Kompliment. Dass wir in unseren unterschiedlichen Kulturen auch unterschiedlich empfinden, ist doch normal, oder?

Aber das „wir Urlauber“ uns erst durch das regnerische Wetter besser kennen lernten, darüber musste ich schon schmunzeln. Schließlich begehen wir in wenigen Wochen unseren 43. Hochzeitstag…. Viele Grüße zu euch nach Muğla!

Peter Hockenholz am 29. Dezember 2011

Mein Freund Android – aber sind wir noch Freunde?


Mein Freund Android – aber sind wir noch Freunde? 

Es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, als dieser handliche Kerl bei uns eingezogen ist. Heute morgen liegt die Betonung aber auf war. Denn gestern Abend gebärdete er sich widerlich. Ich streichle ihn, wische ihm das schwarze Gesicht, putze ihm die Nase – und er??

Der Reihe nach. Lese den Spiegel, will den Spiegeltitel lesen. Android bockt. Spiegel sagt: wisch mit zwei Fingern der linken Hand zart nach links, dann kommt´s. Tut es nicht, verflixt. Es kommt immer gleich der nächste Artikel. Meine Frau wischt, es geht. Ich wische. Es geht nicht!!!!!!  Bei mir nicht.

Irgendwie leuchtet es ja auch ein, dass der zarte erotische Wisch einer liebenden Frauenhand eben mehr auslöst in der Seele eines tablets, als eine derbe Arbeiterfaust es tut. Spiegel-Leser wissen mehr, weiß die Werbelyrik, aber mir ist das nach mehreren Versuchen vermiest.

Mann soll ja mit Androiden auch mehr können als die tägliche Presse zu inhalieren. Und eine Pause vom verglasten Staatsoberhaupt im fernen Korea entlastet den Kopf. Und die Enttäuschung für einen deutschen Bundespräsidenten ist vielleicht auch nur mein Sozialneid; meine Freunde sind mit Abstand nicht so betucht. Aber vielleicht wird aus WuO = Wulff Osnabrück ja bald schon WuGroBu = Wulff Großburgwedel. Liegt noch vor Kleinburgwedel, aber hinter Altwarmbüchen. Alles ist meinem Überdruss geschuldet, meinem Zorn auf Android.

Ich tippe dann lieber den Äpp von Skype, mal sehen, ob da schon was geht und meine Ohren Androids Herztöne hören, wenn ich mal skeipen will. Geht doch, Jubel, Skype meldet sich, fragt aber sofort, von welchem Land willst du denn skeipen und bietet mir den ganzen Globus zur Auswahl an. Man ahnt, es gibt einen klitzekleinen weißen Fleck auf der Landkarte, der heißt – Türkei! Von Alaska bis Zwasiland, wo immer das ist, kannst du kostenlos quatschen. Von der Türkei aus geht per Android immer noch nichts. Sch…. ade!

Der Zeitraum zwischen den Jahren ist offenbar nicht die Zeit für meinen jungen Freund. Zu eigenem Troste will ich mal sehen, ob ich einen spannenden Roman heruntergeladen bekomme. Das behagt ihm nun schon gar nicht. Andy zeigt mir die kalte Schulter, macht einfach gar nichts mehr. Zeigt zwar an, dass er zwar mit dem Satelliten redet, aber nicht mehr mit mir. Netz vorhanden, aber immer schwatzt er: hihi, ich lüge dir mal vor, dass ich kein Netz habe. Du kriegst heute nichts mehr, merk dir das.

Ich klappe den braunen Kerl zu, gucke ihn nicht mehr an. Am heutigen Morgen biedert er sich wieder an. Als ob nichts gewesen wäre. Nein, nicht bei mir, bei meiner Frau. Guckmal, er geht doch wieder. Tja, Freundschaft muss wohl geübt sein; Geduld mit Freunden auch. Es sind ja auch noch die stillen Tage zwischen den Jahren, in welche Gelassenheit für ein kommendes Jahr zu trainieren ist.

Peter Hockenholz am 28. Dezember 2011

Mugla 8 – Ayse D. – Ayse H. – Sümeyra T.


Muğla 8 – Ayşe D. Ayşe H, Sümeyra T. 

„Der gar nicht so alte Mann und das gar nicht so Schwarze Meer“

In diesem Text erklärt uns eine Reise von Peter und seine Freunden von Trabzon bis Istanbul. Diese Reise wird mit deutschen Augen berichtet. Zuerst fliegen sie von Antalya nach Trabzon ab.

Dann reisen sie nach Giresun, Ordu, Amasya, Samsun, Kastamonu, Safranbolu und Istanbul. In jeder Stadt mit seiner eigenen Auffassungen. Er beobachtet detailiert alle diese Erfahrungen. Peter kritisiert die positive und negative Seite von dieser Ereignissen. Z. B., sie frühstücken in Trabzon. Es gibt Suppe im Frühstück auch. Das ist interessante für sie. Und er beobachtet, dass die Türken immer freundlich, hilfsbereit sind.

Peter lernt, dass die Türken „Amca“ die fremde Menschen sagen auch. Er sagt, dass die Menschen keine Alkohol in Fastenmonats trinken. Er sagt, seine Gedanke über Islam. Manchmal adoptiert er die türkische Kultur und benutzt Wort. Z. B. „Inschallah, iftar, kimlik, usta…. Er sagt, dass es keine alkoholisierten Menschen in Ismal gibt. Er wird im christlichen Kirchen toleriert. Zum Schluss kommentiert Peter seine Reise mit seiner Frau als subjektive, manchmal kritisierend. Dieser Text hat uns wirklich sehr gefallen.

(Drei Unterschriften

… und ein Nachsatz:)

„Die bärtigen Nachkommen Mohammads“ ist kein guter Begriff. Das gefallt mir nicht. Du könntest das andere Wort benutzen.

Vielen Dank, an die drei Studentinnen an der Universität in Mugla! Nur für die deutschen Leser: Die Aussage, dass in deutschen Kirchen Alkohol toleriert sei, ist meinem Text an keiner Stelle zu entnehmen. Das trifft in keiner Weise zu und ist wohl der fremden Sprache geschuldet.

PIYANO KONSERI Alanya Kültür Merkezi 24.12.2011


PIYANO KONSERI  ALANYA KÜLTÜR MERKEZI 24.12.20911

Eine Weihnachtsgeschichte

Weihnachten mit einem Heiligen Abend findet hierzulande nicht statt – eigentlich.

Außer man gestaltet es sich selbst – ohne Plastiktannenbaum als Ersatz. Ersatz wofür eigentlich? Klingt doch wie damals Kaffee-Ersatz.

Weihnachten in Alanya beginnt  für uns mit vielen lieben Emails aus Deutschland, mit Dutzenden persönlichen und per Email und facebook übermittelten guten Wünschen zu Weihnachten von unseren muslimischen Freunden – eine herzliche Atmosphäre.

Wir gönnten uns am Heiligen Abend ein Klavierkonzert von den Schülerinnen und Schülern der Musikademie. Gespannt auf deren Können ließen wir uns vom Dargebotenen einfangen – und genossen es sehr.

Selbst die Komponisten werden manche Gänsefeder verschlissen und manches Fass Tinte geleert haben, ehe sie Unsterbliches  uns Sterblichen überlieferten. So musste der leicht rheumakranke Flügel das eine oder andere aushalten. Hin und wieder sperrte er sich energisch gegen die willigen Finger auf seinen Tasten. Und so manches Mal seufzte auch die Übertragungsanlage vernehmlich.

Beethoven vergönnte seiner Gertrude´nin Rüyası, Gertrudes Traum, vermutlich einen ruhigen Schlaf. Ateş Bilgin, der temperamentvolle Nachwuchskünstler, versetzte Gertruden in einen fiebrigen Traum. Ateş heißt schließlich Feuer und gleichzeitig auch Fieber.

Haydns Alman Dansı , dargeboten von Doğa Baş, weckte aus wohligem Hinhören! Stampfen wir Deutschen beim Tanzen wirklich so arhythmisch und wuchtig? Selbstkritik scheint angebracht.

Uçusan Yapraklar – fliegende Blätter von S. Heller – erzeugen sie solche Geräusche, wenn sie auf die Erde fallen? Eigentlich nicht. Das heruntersegelnde Notenblatt, fix wieder hingereicht, war gaaanz leise.

Requiem for a dream – Irem Yücel hat es zu Herzen gehend interpretiert, chapeau!

Ebenso das Rondo von Schumann – Ateş Bilgin griff beherzt noch einmal zu und so geriet das Rondo zur ausholenden Elipse.

Der Carmen-Habanera von Bizet muss beim temperamentvollen Tanz ein Absatz abgebrochen sein; kann ja mal passieren.

Bei Kriegers Menuet, Interpretin Derin Doğan, muss gar ein Schuh auf der Tanzfläche verlorengegangen sein. Bestens geübt und gut vorbereitet hat sich Görkem Saadet mit seinem Beitrag „Drunten im Unterland.“ Schwierig genug jeder Programmpunkt, da Rhythmus und Tonfolge bei allen Klassikern sich so ganz vom Orientalischen unterscheiden.

Mozart mit seinem Alman Dansı war ebenbürtig mit Haydn – hart, aber gerecht. Wir Deutschen sind vielleicht solche Tanzmuffel und wissen es nur noch nicht?

Wundervoll und zu Herzen gehend die Geschwister Bahar und Ahmet Tuğlu mit ihrem Duett und Ahmet noch einmal mit Beethovens Elise. Der Komponist hätte seine helle Freude gehabt und seine „Wut über den verlorenen Groschen“ glatt vergessen.

Viele der jungen Absolventen der hiesigen Musikakademie ließen sich neben den Tücken der Technik schon von den Meisterwerken mitnehmen. Andere versuchten, die Muse zu küssen und irgendwann wird diese wohl zurückküssen. Inshallah! Denn die Muse ist schließlich auch nur ein Mensch….

Vor den Erfolg haben die Götter eben den Schweiß gesetzt…. Dem stellten sich die Allerkleinsten ganz besonders. Die kurzen Beinchen reichten bei weitem nicht an die Pedalerie. Aber der Eifer, die Freude am Musizieren wärmte. Großes Kompliment an die Lehrerin, welche die Freude am fröhlichen Musizieren weckt!

Für uns rundum eine Freude, zuzuhören, zuzusehen – ein wunderbarer Einstieg in den Heiligen Abend. Am zweiten Weihnachtsfeiertag steht ein weiterer Konzertgenuss an – Bildungsoffensive zum Ausklang des Jahres.

Luise und Peter Hockenholz am 25. Dezember 2011

Mugla die 8. – Ilknur S. und Seda S.


Muğla die 8. – Arbeit von Ilknur S und Seda Ş.

„Der gar nicht sol alte Mann und das gar nicht so Schwarze Meer“

Diese Text geht um die Reise von Peter Hockenholz und seie Ehefrau von Trabzhon bis Istanbul im August 2011. Zunächst erzäht er über Ankuft in Trabzon. Dann spricht er über Besonderheiten von Trabzon. Dort gehen sie in einem Hotel, das neben einem Puff steht.

Außerdem bewundern sie sich – es gab Suppe – über Frühstück in Trabzhon, weil sie etwas anders erwarten, wie sucuk, Oliven, Brot, Çay, Kahve. Es geht auch im Text um Fastenmonat, Ramazan und was Peter und seine Ehefrau darüber gedacht haben. Zum Beispiel sie gehen ins Café, die Menschen nennen sie als ungläubig.

Sie sind in der Tü+rkei für 4-Wochentrip. Sie besuchen viele Städte, wie Giresun, Amasya, Samsun, Sinop, Kastamonu, Karabük, Safranbolu und Istanbul. Sie haben eine gute Haltung gegen Türken. Wir versehen diese positive Haltung durch ihre Sätze. Beispielsweise „Ein Jünglingn, freundlich, offen, hilfsbereit, wir die meisten Türken immer noch und immer wieder erleben. Oder „Türkische Höflichkeit – einmal wieder.“

Die Uhren bedeuten anders in der Türkeil Peter ist böse auf Warten, aber seien Ehefrau sagt ihm nicht böse zu sein.

Sie mögen am besten Amasya. Sie nennen diese Stadt als Heidelberg der Türkei.

Als letztes fahren sie nach Istanbul. Dort spricht ein Man, Lokman, über EU und die Unterschiede zwischen zwei Religionen, Islam und Christentum. Peter sagte am Ende, dass er die Türkei liebt und wünscht viel mehr Erfahrungen erleben würde.

-.-.-.-..-

Wieder ein sehr differenzierter Blickwinkel – danke Ilknur ve Seda!

am 22. Dezember 2012