Frohe Ostern und …. Eier


egg heads, wie man sieht –

Razul Krow danke Dir für dieses herrliche Motiv!

Razul und all den anderen Freunden  – auch den (noch nicht) Freunden – FROHE OSTERN  und …. Eier – auch, wenn sie Ostern kraft anderer Religionen gar nicht feiern dürfen/sollen/können/müssen/wollen/möchten….. „Meine“ Studenten erkennen sie sofort, die Modalverben…. (Dauerbrenner, natürlich auch nach Ostern wieder!)

Eine Frage an die richtigen echten, aber auch an die anderen Experten: kann nur vom Denken an Ostereier, Schokoladeneier, Weinbrandeier, Marzipaneier Blutzucker und verstärkter Speichelfluss entstehen? Eigentlich doch nicht, aber bei mir schon…..

Peter Hockenholz – Ostern 2012

Karnickelmord in Gütersloh


Cicero vom 30. März 2012

Die etwas andere Presseschau: Wir haben beim Lunch eine kurze Schweigeminute eingelegt, anlässlich dieser Meldung

 
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  • Wir haben Cicero gebeten, den Kinder sofort neue und schöne Karnickel zukommen zu lassen; die Kosten dafür übernehmen wir. Punkt.

Have a nice day!


Guten Morgen Hüseyin,
seit einigen Tagen finde ich gar keine Bilder mehr von Dir…. und ich vermisse sie….. Besten Gruß Peter Hockenholz – facebook am 28. März 2012

Hüseyin Serter Charlie – facebook 10 Minuten später: have a nice day!…..

ein Freund – ein guter Freund……

…. der schon wieder…. mein launischer Freund Android


Wer hier häufiger mit liest, gar immer, was gar nicht zu fassen wäre, der kennt meinen launischen Freund Android. Platt wie eine Flunder behauptet er, intelligenter, vielseitiger und vor allem hilfsbereiter zu sein wie eben diese. Er ist aber auch nachtragend und nimmt übel!

Gestern Abend bockte er richtig, legt offenbar vorsätzlich meine Nerven blank – ich habe ihm fast die Freundschaft aufgekündigt, ihn gar angebrüllt: Sch….Android!!!!! Kriegt dieser sensible Plattfisch nicht immer pünktlich auf die Minute zu fressen, das heißt, das Ladekabel verbindet ihn mit dem Futter aus der Steckdose, dann wird er eklig. Gestern Abend eben sagte er überhaupt nichts mehr. Nach reichhaltiger Kost per Elektriksonde musste er doch wohl satt sein und wieder voller Lust für seinen Herrn arbeiten. Nichts da, Pustekuchen! Na, es gibt ja auch noch den großen Bruder – Überlegungen waren dran: nimmt unser Besuch aus Altwarmbüchen ihn mit nach Hannover zwecks Garantieansprüchen, bringt der nächste Besucher aus Hannover ihn wieder mit hinter den wild schäumenden Dimcay?

Heute mit Zorn im Bauch ein letzter Versuch: hähähä, Alter, was willst du denn? Ist doch alles im grünen Bereich. Du hast mich nur leider nicht nur bitter Kohldampf schieben lassen, du hast mich bis auf die letzte Kilokalorie ausgehungert; das mag ich nun überhaupt nicht. Entschuldige Android, es kommt nicht wieder vor…. Aber nun kann ich das Onleihebuch nächtens im Bette lesen – und auch wieder den Spiegel, den kann man nur 23,5 Stunden leihen…. dann verschwindet er wie von Geisterhand geklaut wieder im Nirwana. Ich füttere meinen exaltierten Freund Android lieber nochmal, ehe er wieder mitten in einem spannenden Artikel wieder blöd herumzickt….

Peter Hockenholz am 27. März 2012

PRESSEFREIHEIT“Wer schreibt, wird eingeschüchtert“ – Die ZEIT vom 22.03.2012


Die Redaktion der ZEIT gab mir die Erlaubnis, diesen Beitrag auszugsweise hier zu publizieren; danke ZEIT! Peter Hockenholz am 27.03.2012

PRESSEFREIHEIT“Wer schreibt, wird eingeschüchtert“

Der türkische Journalist Ahmet Şik saß wegen seiner Recherchen ein Jahr im Gefängnis. Ein Gespräch über die HaftAhmet Sik (Mitte) nach seiner Freilassung in Istanbul
Ahmet Şik sitzt wieder in seinem Istanbuler Wohnzimmer, die Telefone auf dem Tisch vor sich ausgebreitet. Viele rufen an. Ein gutes Jahr saß der Journalist im Gefängnis wegen angeblicher »Unterstützung einer terroristischen Gruppe«. Kurz nach der Verhaftung von Şik im März 2011 wurde das Manuskript seines Buches »Die Armee des Imams« beschlagnahmt. Darin beschreibt der 41-Jährige, wie die Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen (siehe auch Chancen, S. 69) auf die türkischen Sicherheitsbehörden Einfluss nimmt. Şik ist wegen seiner Arbeit Prozesse gewohnt. Er schrieb über Putschpläne der Armee und über kriminelle Netzwerke im »tiefen Staat«, wie die Verflechtung von Politik, Sicherheitskräften und Organisiertem Verbrechen genannt wird. Auch deshalb stand er vor Gericht. Recherchen wie diese führten zur Enthüllung der mutmaßlichen Untergrundorganisation Ergenekon.

DIE ZEIT: Herr Şik, Ihr Prozess geht weiter, aber Sie sind vorerst frei. Erleichtert?

Ahmet Şik: Nein, ich bin nicht erleichtert, weil noch so viele Journalisten im Gefängnis sitzen.

ZEIT: Ihr Buch über die Armee des Imams wurde konfisziert. Was wirft man Ihnen vor?

Şik: Dies ist ein politischer Prozess, befeuert von Rachegelüsten. Die Akten

Ahmet Şik: Nein, ich bin nicht erleichtert, weil noch so viele Journalisten im Gefängnis sitzen.

ZEIT: Ihr Buch über die Armee des Imams wurde konfisziert. Was wirft man Ihnen vor?

Şik: Dies ist ein politischer Prozess, befeuert von Rachegelüsten. Die Akten zeigen, dass es hier nicht um Terrorismus geht, wie behauptet, sondern um Politik. Niemand präsentiert Beweise, sondern nur Belege vom Hörensagen. Ich halte nicht die ganze Polizei für verantwortlich, sondern Teile von ihr. Ich glaube auch, dass nur einige Mitglieder der Gülen-Bewegung dahinterstecken.

ZEIT: Sie saßen im Hochsicherheitsgefängnis Silivri bei Istanbul …

Şik: … ein Bau aus Beton und Eisen. Alles so glatt und hart, es war, als würde mein Atem wie ein Echo von der Wand zurückgeworfen.

ZEIT: Wie hat man Sie dort behandelt?

Şik: Ein Jahr lang habe ich nur zwei Mitgefangene gesehen. Meine Frau durfte mittwochs kommen. Es war eine Art Isolationshaft, sie nannten das privilegierte Behandlung. Sie traktierten uns mit grotesken Vorschriften. Wir durften nur drei T-Shirts haben, aber dafür zwei Anzüge, als ob wir dauernd auf Hochzeiten gingen. Meine Baumwollsocken durfte ich nicht tragen, nur die Anstaltssocken aus Kunstfaser. Blaue Kugelschreiber waren erlaubt, rote verboten. Zugang zu Computern wurde strikt begrenzt – auf neun Stunden im Monat. Das Abendessen kam immer um 14 Uhr und wurde kalt bis zum Abend. Aufwärmen verboten. Sie brachten das Essen auf einem Wagen mit furchtbar lärmenden Rädern. Manchmal nachts. Ich schlug vor, die Räder auszuwechseln. Sie antworteten, das ginge nicht, weil man das

Zugang zu Computern wurde strikt begrenzt – auf neun Stunden im Monat. Das Abendessen kam immer um 14 Uhr und wurde kalt bis zum Abend. Aufwärmen verboten. Sie brachten das Essen auf einem Wagen mit furchtbar lärmenden Rädern. Manchmal nachts. Ich schlug vor, die Räder auszuwechseln. Sie antworteten, das ginge nicht, weil man das dann in allen Gefängnissen machen müsste.

ZEIT: Wie erklären Sie sich, dass Sie als einer, der vor Jahren die Umtriebe radikalsäkularer krimineller Netzwerke im Staat aufdeckte, zusammen mit diesen Kriminellen angeklagt sind?

Şik: Sie haben mich mit den Neonationalisten, Putschisten und Faschisten aus dem Ergenekon-Netzwerk eingesperrt, die ich verabscheue und gegen die ich kämpfe. Die Prozesse gegen diese Verschwörer sind völlig aus dem Ruder gelaufen. Die Justiz verhaftet Leute aus dem tiefen Staat und jene, die darüber recherchieren. Das machen sie, um die Gesellschaft einzuschüchtern und Oppositionelle mundtot zu machen.

ZEIT: Warum sitzen in der Türkei über 100 Journalisten hinter Gittern?

Şik: Es sind nicht nur Journalisten, die sitzen. Derzeit sind rund 600 Studenten im Gefängnis, weil sie Freiheit der Ausbildung und der Universitäten gefordert haben. Dorfbewohner werden verhaftet, wenn sie gegen Kraftwerke protestieren. Meinungsfreiheit war schon immer ein Problem in der Türkei.