Alles darfst du hier in der Türkei, nur nicht…. und nicht….. und nicht…. und nicht….


Gefeuert wegen Regierungskritik: Türkischer Kolumnist muss gehen

  |  Veröffentlicht: 31.05.12, 09:18  |  Aktualisiert: 31.05.12, 09:19

Erst Ende vergangener Woche wurde der Fall von 33 Redakteuren bekannt, die allesamt kündigten, um den Zeitungsinhaber davon abzubringen, eine selbstauferlegte Zensur einzuführen. Jetzt hat einen türkischen Redakteur das umgekehrte Schicksal getroffen. Er wurde gefeuert, weil er offenbar zu unbequem wurde.

…. schöne heile Welt hier, also da hinten, in der Türkei… ei… ei…


Türkischer Gesundheitsminister: Anti-Abtreibungs-Gesetz schon nächsten Monat bereit

  |  30.05.12, 15:51

Was Ende der vergangenen Woche noch weit weg war, nimmt nun tatsächlich immer konkretere Züge an. Mitten in der Debatte um die Aussagen des türkischen Premiers Recep Tayyip Erdogan gibt nun der türkische Gesundheitsminister Recep Akdağ an diesem Mittwoch bekannt, dass das Ministerium plane einen Gesetzentwurf zum Thema Schwangerschaftsabbruch bereits im nächsten Monat abzuschließen und anschließend dem Kabinett zu präsentieren.

Bisher ist der genaue Inhalt des entsprechenden Gesetzesentwurfs noch nicht durchgesickert. Es heißt jedoch, dass die Regierung den Zeitraum, in dem Schwangerschaftsabbrüche in der Türkei legal sind, erheblich reduzieren möchte. Seit 1983 ist ein Abbruch bis zur zehnten Woche legal. Künftig, so berichten die türkischen Medien, soll das nur noch bis zur vierten oder fünften Woche möglich sein. Akdağ erklärte, dass er persönlich davon überzeugt sei, dass eine Schwangerschaft nicht abgebrochen werden sollte – es sei denn es liege eine medizinische Notwendigkeit dafür vor.

Seit der Äußerung von Premier Erdogan “Abtreibung ist Mord” und seine Abneigung gegen Kaiserschnitt-Geburten ist in der Türkei eine heftige Debatte über diese Themen entfacht (auch DTN Leser haben auf Facebook heftig diskutiert – mehr hier). Vor allem Frauengruppen und weibliche Abgeordnete zeigten sich erbost über seine Ansichten (sie rieten ihm auch mit solchen Themen sensibler umzugehen – mehrhier). Aber auch aus den Medien hagelte es Kritik. Für Erdogan mache es keinen Unterschied, ob ein Baby noch im Mutterleib oder nach seiner Geburt getötet würde. Zu guter letzt verglich er das Prozedere mit einem der verheerendsten militärischen Fehleinschätzungen in der türkischen Luftfahrtgeschichte und erklärte, “jede Abtreibung ist wie ein Uludere”.

Bestofscandinavia.se – by Lussekatts blog


Hemmets Journal

Posted by  on 29/05/2012

Irgendwann im Februar war eine Journalistin der schwedischen Zeitschrift “Hemmets Journal” zuhause bei Herrn Lussekatt und mir, um mich zu interviewen. Wir haben zwei Stunden in der Küche gesessen, Zimtkringel verspeist und uns prima unterhalten. Und jetzt, pünktlich zum schwedischen Nationalfeiertag am 6. Juni, ist der Artikel erschienen. Heute war das Heft in der Post und ich habe zum ersten Mal die Fotos gesehen. Schön sind sie geworden, finde ich. Ich werde ja immer mal wieder gefragt, warum ich eigentlich keine Bilder von mir im Blog zeige. Das ist ganz einfach: ich finde es furchtbar anstrengend, die Kamera auf Selbstauslöser zu stellen und dann schleunigst ins Bild zu rennen. Das endete meist damit, dass ich nur verwischt, mit Haar hinter der Brille oder nur halb zu sehen bin. Aber jetzt habe ich mir einen Selbstauslöser angeschafft und werde demnächst mal ein bisschen experimentieren.be

Frau und Herr Lussekatt sind die Betreiber von Best of Scandinavia – http://www.bestofscandinavia.se – und im ganz nebenbei auch noch Tochter und Schwiegersohn – ergänzt durch Turbo, die geliebte Hundetöle…. – das berichtet der stolze Alte – Peter Hockenholz am 29.05.2012

Hach, was haben wir doch schööön gesungen – dahinten in Baku…..


.... Danke Anke, Spiegel-Auszug, Pfingstausgabe

Der ESC in Baku bot den typischen Mix aus schmalzigen Balladen, bizarrem Pop und perfekter Inszenierung. Dass das Ereignis diesmal in einem Land stattfand, das von einem autoritären Regime regiert wird, wäre für den Zuschauer nicht zu bemerken gewesen – hätte während der Live-Übertragung nicht auch Anke Engelke gesprochen.

Als die Entertainerin Anke Engelke die aus Deutschland vergebenen Punkte vortragen sollte, bedankte sie sich zunächst für die schöne Show, bedankte sich bei allen Helfern – und sprach dann folgende Sätze auf Englisch: „Heute Abend konnte niemand für sein eigenes Land abstimmen. Aber es ist gut, wählen zu können. Und es ist gut, eine Wahl zu haben. Viel Glück auf Deiner Reise, Aserbaidschan! Europa beobachtet Dich! Und hier sind die Ergebnisse der deutschen Jury…“ Den Moderatoren in Aserbaidschan blieb gar nichts anderes übrig, als diese kleine politische Demonstration einfach wegzulächeln. Die Twitter-Gemeinde hat hingegen gut zugehört: In dem Echtzeit-Medium wird Engelke für ihre Äußerung gefeiert.