Mit Vollgas in das Jahr Zwanzigdreizehn – auch in der Türkei


 Inge Mod hat Tıklanma Rekoru Kıran ResimlerFoto geteilt.

türkischer Bus!! :-)) – Soooo viele noch nicht, aber mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern bin ich auch schon mitgefahren…… Danke Inge

 

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des Fiskusses Hilfsbereitschaft


Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Niemand! Erinnert ihr euch? Das war gestern, also vor Jahrzehnten. Wessen Herz jedoch klopft ein paar Schläge schneller, erinnert sich das Finanzamt seiner, zumal noch kurz vor dem Jahresende? Das Schreiben an Soyadın Bernd Peter Hein Hockenholz, ( das- zum dritten Vornamen gehörende -rich) wurde eingespart, steckte im Briefkasten, kurz bevor die weihnachtlichen Lichtlein entzündet waren.

Dieses amtliche Dokument erfüllte sämtliche Voraussetzungen für den Datenschutz. Dreifach gefaltet und mit einer mickrigen Heftklammer zusammengehalten ermöglichte es aller Welt eine Teilnahme am Inhalt. Aber wen interessieren schon Mitteilungen des Finanzamtes? Der Sprache meines Gastlandes nur in Ansätzen mächtig konnte ich trotzdem erkennen, was das Begehren der Geldeintreiber ist. Die Worte Vergi und borc – Steuern und Schulden schrecken auf!

Zumal keinerlei Erklärungen die Sache aufhellen – keine Steuernummer, keine Vergnügungs- oder sonstige Angabe einer wie immer gearteten steuerlichen Schuld. „Mach dich nicht verrückt, ich düse mit meinem kleinen blauen Rennroller da eben mal vorbei und kläre das!“ So meine liebe Frau. „Es sind doch keine Menschenfresser, sie waren bisher immer sehr hilfsbereit!“  Zurück präsentiert sie zwei funkelnagelneue Dokumente, die schriftliche Bestätigung, dass wir beide wie zwei neu geborene Kinder frei von jeglicher Verbindlichkeit gegenüber dem türkischen Staate seien. Sie erhielten einen Ehrenplatz im Aktenordner.

Auf Nachfrage nach dem Sinn der amtlichen Post kurz vor dem christlichen Feste: Ach, das müssen Sie so tragisch nicht nehmen. Das kommt doch (nur) aus Antalya…. Hier bei uns ist alles in Ordnung….. (aber dort???)

Frohes Neues Jahr, Peter Hockenholz

Suphi Kavak hat Marka Kent Antakyas Foto geteilt.


nicht überall in der Türkei ist diese offenbar selbstverständliche Toleranz zwischen den Religionen zu finden. Ein frohes und tolerantes neues Jahr! Peter Hockenholz

Suphi, lieber Freund in Antakya/Hatai da hinten ganz oben an der Grenze zu Syrien! Danke!

Peter Hockenholz

Einen guten Rutsch ve mutlu yeni yil


wünscht man sich zum Jahreswechsel. „Man?“ Unseren Deutschlernenden raten wir ab von diesem „man“ – ein Füllwort für Leute, die nichts zu sagen wissen, aber wissen, was „man“ alles tut – oder auch nicht. Also nochmal:

EINEN GUTEN RUTSCH

sei allen lieben Freunden, allen lieben Facebook-Freunden, allen Wohl-, aber auch allen Übelmeinenden gewünscht. Apropos Facebook: manche neue Freundin, manchen neuen Freund durften wir persönlich kennen lernen. Manches Musikstück genießen, manche überreich gedeckte Tafel bewundern, manchen „lifestyl“ – viele viele viele Katzen, Rasse- und weniger rassistische Hunde, über manchen Beitrag irritiert sein, Vieles, aber längst nicht alles wichtig nehmen…..

Keinen guten Rutsch jedoch

den Kursen an den Börsen, den durch Inflation schmelzenden Anlagen usw. usw. usw. Frohes Neujahr! Peter Hockenholz

Weihnachten woanders


Weihnachten findet hier mehr oder weniger gar nicht statt – oder doch? Der Heilige Abend, hier in der Türkei ist er  mehr oder weniger gar nicht vorhanden – oder etwa doch? Die „Sprachlehrlinge“ im Devlet hastanesi wären not amused, fiele der Unterricht aus, nur weil die Christen etwas zu feiern haben. Es war wie meistens ein fröhlicher Unterrichtsabend, es wird immer viel gelacht.

Den späteren Abend haben wir zu Hause genossen – und nächtens war der Weihnachtsstern, der vor Zeiten das Ereignis zu Bethlehem aller Welt kommunizierte, hell zu sehen.

Der erste Weihnachtstag – strahlend blauer Himmel nach all den Regentagen, runde zwanzig Grad warm – zwei Bleichgesichter hängten gleich den ganzen Körper mehrere Stunden in die Sonne; die Epidermis saugt die Wärme auf – ein erster Kontakt mit dem nahenden Frühling. Dicke reife Mandarinen fallen uns direkt vom (Weihnachts-)Baum in die Hand. Und süüüüß sind die….

Heute Abend ist wieder Unterricht im Krankenhaus in der anderen Lerngruppe. Körper und Seele strecken sich, nach dem Regen und der Weg zum Bus wird zum Genuss. Als wennste schwebst….

Peter Hockenholz am 1. Feiertag des Weihnachtsfestes, das nur scheinbar gar nicht stattfindet.

Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten


Es ist Joachim Gaucks erste Weihnachtsansprache als Bundespräsident. Der frühere Pfarrer appelliert darin an die Deutschen, Mut und Zivilcourage zu zeigen: „In der Sprache der Politik heißt das: Solidarität. In der Sprache des Glaubens: Nächstenliebe. In den Gefühlen der Menschen: Liebe

Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten: Gauck mahnt Bürger zu mehr Solidarität

Kein Patient für das Devlet Hastanesi in Alanya


Beladen mit zwei Rucksäcken voller Futtermittel – die Mäuse verhungerten schon im Kühlschrank und drohten mit der Gewerkschaft Nahrung und Genuß – besteigen wir „unseren“ Bus. Froh, dem derzeitigen Dauerregen nicht mehr ausgesetzt zu sein. Nur wenige hundert Meter, der Bus steht. Alles aussteigen, der Sch….öne Bus mag nicht mehr.

Der Fahrer, uns gut bekannt erklärt,  Buuuss särr särr krank, muss in hastane, ins Krankenhaus. Brrraucht gaaanz grrrooosse Operation. Wir empfehlen ihm, dem Fahrer, nicht dem Bus, das uns bestens bekannte Devlet hastanesi. Hayir, Buuuss nicht Devlet hastanesi, Buuuss in Sanayi in Krankenhaus für Buuuss. Aha. Nach nur wenigen Minuten bringt ein Ersatzfahrzeug ins so zeitig den Berg hinauf, dass wir die Mäusegewerkschaft gerade noch abwehren konnten.

Luise und Peter Hockenholz