ICE – eine gute Idee, weitergegeben von meinem früheren Kollegen Horst Müller

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… es ohostert sehr – Kurzbericht von einer österlichen Eiermalaktion


Sie sind gerade heiß vom Herd geholt mit der artigen Bitte = nachdringlicher Aufforderung, mich doch an deren bunter Verschönerung zu beteiligen. Was tut man(n) nicht alles zwecks Erhaltung des österlichen Friedens hinter dem wild schäumenden Dimcay.

Wenn du mit solcher fröhlicher Miene ins Buntstiftsortiment hineinpackst – also ein richtig fröhliches Gesicht gemacht – und gemalt – eine Blume – das ist der falsche Rotstift, der ist für das Malen in Aquarell, nimm diesen. Die ostersonnabendliche Abenddämmerung zieht herauf. Vier Eier habe ich geschafft, Botschaften auf der Eierschale unsterblich gemacht, zumindest bis zum Verzehr der Kunstwerke.

Meine liebe Frau hingegen malt und malt, wer zuerst kommt, ma(h)lt zuerst, alte Volksweisheit. Ich habe zu gestehen: ich habe mich nach dem vierten Ei gedrückt vor dieser Ostermalerei. Ein Hase hat meines lange zurückliegenden Volksschulwissens noch nie in seinem Hasenleben je ein Ei gelegt – und hat sich auch niemals eines färben lassen. Hier wird ein Irrglaube verbreitet. Tja, wenn es diese bunten Knickebeineier wären oder diese leckeren Schokoladigen mit einem prozentigen Inhalt anstelle von Verdauungseinrichtungen, wenn es mit Schoko überzogenes Marzipan aus dieser Lübecker Konfiserie wären. Man(n) will ja nicht unverschämt sein – in dem Wissen, dass in der Not der Teufel Fliegen frißt – freut sich Mensch auf bemalte Kunstwerke! Die Eier kommen aus Afyonkahrasihar.

Frohe Ostern Allen, die es kraft Ursprungs inbrünstig feiern – und all den Anderen, die es tolerant dulden, obwohl sie es nicht feiern. Frohe Ostern

wünscht Peter Hockenholz am vorösterlichen Sonnabend, 29.032013

Finanzkrise: Steht die Kirchensteuer vor dem Aus?


Finanzkrise: Steht die Kirchensteuer vor dem Aus?

  |  29.03.13, 09:20

Die FDP Sachsen fordert eine Überprüfung staatlicher Zahlungen an die Kirchen. Der Chef der Jungen Liberalen Becker fordert sogar das Ende der Kirchensteuer – eine Forderung, die er mit der Linkspartei teilt. Die CDU hält sich erstaunlich bedeckt.

In der FDP mehren sich Forderungen, Staatsgelder an Kirchen von jährlich rund 480 Millionen Euro auf den Prüfstand zu stellen. Es müsse untersucht werden, was noch zeitgemäß sei, sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete Patrick Kurth der Nachrichtenagentur Reuters.

Abschaffung der Kirchensteuer

Lasse Becker, Chef der Jungen Liberalen, unterstützt diese Forderung: „Die sächsische FDP hat Recht, wenn sie den Status Quo bei der Unterstützung der Kirche hinterfragt“, zitiert ihn Reuters. Zudem stellte Becker den staatlichen Einzug der Kirchensteuer infrage. Dies mache er schließlich bei anderen Vereinen auch nicht.

Ausgerechent zum Karfreitag ist erstmals in Deutschland eine heftige Kontroverse über staatliche Zahlungen an die Kirchen entbrannt. (Foto: Glen's Pics/flickr)

Ausgerechent zum Karfreitag ist erstmals in Deutschland eine heftige Kontroverse über staatliche Zahlungen an die Kirchen entbrannt. (Foto: Glen’s Pics/flickr)

Die Linkspartei hatte kürzlich einen Gesetzentwurf eingebracht, mit dem sie staatliche Zahlungen an die Kirchen einstellen will. Sie lehnt sowohl die Verankerung der Kirchensteuer im Grundgesetz als auch deren Einzug durch den Staat ab.

Maria Flachsbarth, Kirchenbeauftragte der Unionsfraktion, sagte, die Union stehe zu den Verpflichtungen des Staates aufgrund der Staats-Kirchenverträge. Doch wenn die Länder und die Kirchen eine Ablösung der geltenden Regelung wünschen, so sei die Bundespolitik selbstverständlich zu Gesprächen bereit. Derzeit könne sie dafür aber keine Initiativen von Landesregierungen erkennen, sagte sie Reuters.

Auch Kerstin Griese, kirchenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, hatte in der Zeitung Die Welt „offene und ernsthafte Gespräche zwischen Bund, Lä

Zwar seien Subventionen für Kirchenbauten und damit für den Erhalt meist denkmalgeschützter Gebäude zu befürworten. Doch wenn der Staat Kirchenstrukturen finanziert, die „parteipolitischer Prägung“ sind, müsse die Leistung auf den Prüfstand, fordert Kurth.

Bereits am Wochenende hatte die sächsische FDP auf ihrem Parteitag eine Überprüfung staatlicher Zahlungen an die Kirchen gefordert. Vor dem Hintergrund sinkender Einnahmen des Landes und sinkender Kirchenmitglieder sei der automatische Anstieg der Kirchen-Subventionen nicht mehr zeitgemäß.

Volker Beck, parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, sagte, dass die Verträge mit den Kirchen nur von beiden Seiten geändert werden könnten. „Es muss aber schon erlaubt sein zu hinterfragen, ob es Aufgabe des Staates ist, die Gehälter von Bischöfen – wie in Bayern – zu finanzieren“, sagte er Reuters.

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geht die Politik nun endlich mal dran, heilige Kühe zum Schlachthof zu bringen? Zwar haben Thron und Altar zu gegenseitigem Nutz und Frommen Hand in Hand die Bürger zwangsausgenommen. Aber nun ist es an der Zeit, auch für den Bürger, fixe Kosten in variable Kosten umzuwandeln! Wer die Kirchen braucht und den frommen Zwischenhandel braucht, soll ihn bezahlen und nicht von uns bösen bösen Anderen mitfinanzieren lassen!

Peter Hockenholz am Karfreitag, 29.03.2013

pasta – Kuuuchen!!!!


Gründonnertag nachmittag; meine liebe Frau geht ins Devlet Hastanesı, dem Devlet Krankenhaus, unseren „Studenten“ den Akkusativ zu vermitteln. Ohne ihren Alten, welchen diverse Zipper, ehemals Zipperlein, plagten. Der blaue Rennroller bringt neben der sportlich-rasanten Fahrerin ein Päckchen mit leckeren Kuchen mit.

Gruß von Aslı, eine unserer ganz intensiven Lernerin; ihr habt doch heute euren Hochzeitstag, das Facebook hat es verraten, afiet olsun! Ah, war das ein abendlicher Genuss; alle sollen es hier auch noch einmal mitbekommen: Danke, Aslı!!!!

Außerdem hier eine Berichtigung. es war nicht der 46., sondern erst der 45. (Kopfrechnen schwach – Religion auch…….)

Peter Hockenholz am hierzulande nicht stattfindenden Karfreitag, 29.03.2013

Hochgegangen – mein Sau- Sau- Sau-, Sauerteig


Einmal nicht aufgepasst, vielleicht mit facebook „beschäftigt“, Michel, den leasing-Hund bespielt, schon ist es passiert. Mein Sau-, Sau-, Sau-, Sauerteig ist über die Ufer getreten! Wisst ihr, wie Sauerteig, viel Sauerteig, sein angestammtes Gefäß verlässt und sich außerhalb verteilt? Gräulich-bräunlich entwickelt er eine frappante Ähnlichkeit mit …… Leasinghund Michel schaute beleidigt, als ich ihn fälschlicherweise angeblafft habe.

Da hinten in Europa kauft man Sauerteig in Plastikknautschtüten, wenn man schon meint, sein Fabrikbrot durch Eigenbrötelei ersetzen zu müssen. Hier in der Türkei macht man ihn selbst. Dafür habe ich ein Gurkenglas außer Diensten, das inzwischen aussieht, na wie ein versifftes Sauerteiggärungsobjekt. Türkensauerteig entwickelt sehr rasch eine ganz eigene Dynamik. Stellt man den frischen Ansatz einen halben Tag in die frühlinghafte Sonne, hat man seinen frischen Sauerteig für ein frisches Brot. Ich drehe nach der Befüllung immer den Glasdeckel fest zu, in der – irrigen – Hoffnung, das Ding hermetisch verschlossen zu haben. Eher platzt das Gefäss, belehre ich die liebste Ehefrau, als dass da was passiert.

Dummerweise hält sich das gärende Material nicht an meine Vorgabe. Horch mal, dein saurer Teig meldet sich mit diskretem Zischen. Höre nichts, meine Hilfsöhrchen liegen noch auf dem Schreibtisch. Mit lautem Rülpsen hebt sich der Schraubdeckel, Natur lässt sich nicht überlisten. Nach einer halben Stunde ist das fiese Zeug hart auf dem Steinboden; gut, dass es einen Spachtel gibt im Hause.

Die außen am Glas haftende Masse lässt sich nach einer Stunde wohl nur noch mit dem Schlagbohrer entfernen. Sau-, Sau-, Sau-, SauEREI. Ausmecker folgt völlig zu Recht. Aber mein kerniges krosses leckeres Landbrot……. Auf ein neues Sauerteigbrot – der Übeltäter wartet gar geduldig im Kühlschrank…..

Peter Hockenholz am Mittwoch vor Ostern

Waffeltag in Schweden – das war gestern!


Mmmmmmhhhh.

Waffeltag in der Türkei  ist heute!!!! Also vorweg: das Rezept in Lussekatts neuem blog ist schon etwas Besonderes! Schmeckt guuut – tut guuut! Es werden Waffeln auch ohne Waffeleisen. Wir haben keins, sparen nicht einmal auf ein solches. Eine Pfanne tut es auch, darin bekommen die Waffeln zwar keine Verzierungen, es werden untertellergroße Flatschen, aber die schmecken, vor allem, wenn eine gebackene Banane das Ensemble geschmackvoll abrundet. Rezept nachlesen in Lussekatts blog – nachbacken, nach genießen.

Gestern war Waffeltag in Schweden, weil die Jungfrau Maria von ihrer Schwangerschaft erfuhr. Heute ist Waffeltag in der Türkei! Ohne nähere Begründung.

Peter Hockenholz am 26.03.2013

Frohe Ostern – die Ferien der drei deutschen Türken


Pättärr, du musst gleich kommen! Wir haben Besuch aus Deutschland! Unbedingt musst du kennen lernen! Sonntags abends meldet sich dieses immer noch ungewohnte Computerwunder aus der Hosentasche, dieses Dings, mit dem man neben auch telefonieren kann; Erhan, mein lieber Freund.

Einer der Viere, Leiter eines Internates in Isparta, hat zwölf Jahre in Deutschland gelebt, Ersatzvater der drei Vierzehnjährigen, sympathische wache Jungen. Sind sie nun deutsche Türken oder türkische Deutsche. Sind sie solche, dann sind sie Deutsche, in Behördenhochdeutsch ausgedrückt solche mit Migrationshintergrund. Sie sind kommen aus Köln, besuchen das Land ihrer Väter und Großväter. Zwecks political correctness eingeschlossen selbstverständlich die Mütter und Großmütter.

Wir haben Osterferien und Sahli, befreundet mit unseren Eltern, ist unser Gastgeber, berichten sie in akzentfreiem Hochdeutsch. Osterferien, geht das, ihr feiert doch nicht…. Richtig betrachtet, aber in Deutschland sind nun einmal Osterferien. Einer besucht eine Gesamtschule, ein anderer eine Privatschule, einer bereitet sich auf sein internationales Abitur, das er in Oxford abzulegen hofft.

Fühlt ihr, geboren in Deutschland, euch als Deutsche? Na ja…… Wir haben – natürlich – auch deutsche Freunde….. Kennt ihr die Geschichte eures Heimat- oder Gastlandes? Na ja…. ihr hattet mal zwei Kriege, ihr wart mal getrennt, was man eben so lernt auf der Schulbank…. Kennt ihr die Geschichte der Türkei? Na ja…… Da waren doch mal die Osmanen, bei Canakkale hat sich viel Blutvergießen ereignet, darüber spricht man heute noch, Atatürk hat das Land umgewandelt. Schicksal oder Chance, mit je einem Fuß in der jeweils anderen Kultur zu stehen?

Was unterscheidet die Türkei von Deutschland? In der türkischen Kultur sind die Menschen menschlicher zu Generation der Älteren. In Deutschland ist man da weniger rücksichtsvoll. Verpiss dich, alter Sack könne man da schon mal zu hören kriegen, das lässt an Deutlichkeit wenig zu wünschen übrig…. Ob man sich im Studium auch mal ein oder mehrere Gastsemester in der Türkei vorstellen könne? Na ja, mal sehen….

Interessante junge Menschen an einem interessanten Abend mit vielen Gläsern Tee – und Schokolade aus Deutschland, von Sahli, dem Deutschtürken oder Türkendeutschen, ein Freundschaftsangebot – und eine Einladung, ihn doch dringend komplett mit Ehefrau alsbald in Isparta zu besuchen. Nicht nach dem Motto: kommt doch mal vorbei, wenn ihr gerade in der Nähe seid, sondern herzlich und nachdrücklich und ernst gemeint. So herzlich, wie es vorwiegend nur Türken sein können. Danke Erhan! Sollst auch mitkommen nach Isparta!

Peter Hockenholz am 25.03.2013