Annäherung zwischen der Schweiz und der Türkei – NZZ von heute


Burkhalters diplomatischer Eiertanz mit Ankara

«Strategischer Partner»: Didier Burkhalter empfängt am 10. Oktober den türkischen Aussenminister Davutoglu.

Bundesrat Burkhalter plant eine «strategische Partnerschaft» mit der Türkei. Dabei kommt ihm aber die geplante Armenier- Gedenkstätte in Genf in die Quere. Nun versucht Bundesbern, das Problem zu entschärfen.
Markus Häfliger, Bern

Die Schweiz scheute keinen Aufwand, um Ahmet Davutoglu einen ehrenvollen Empfang zu bereiten. Bundesrat Didier Burkhalter erwartete ihn auf dem roten Teppich, im noblen Landsitz Lohn bei Bern. Und auch Bundespräsident Ueli Maurer nahm sich extra Zeit für ein bisschen Smalltalk mit dem türkischen Aussenminister. Nach dem Treffen zog das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) eine fast schon überschwängliche Bilanz: «Die Schweiz und die Türkei planen eine strategische Partnerschaft», verkündete es per Pressecommuniqué.

Den Schweizer Medien war das Treffen, das am 10. Oktober stattfand, höchstens eine Kurzmeldung wert – zu Unrecht, wie sich jetzt zeigt. Denn hinter der diplomatischen Floskel der «strategischen Partnerschaft» verstecken sich tatsächlich relevante Entwicklungen der schweizerisch-türkischen Beziehungen – aber auch ein ernsthaftes innerschweizerisches Problem.

In der G-20 am Drücker

Wirtschaftlich ist die Türkei schon länger ein wichtiger Partner der Schweiz. Pro Jahr belaufen sich die Handelsbeziehungen auf rund drei Milliarden Franken. Eher neu ist jedoch das politische Interesse an Ankara – vor allem wegen der G-20. Im Unterschied zur Schweiz ist die Türkei Mitglied in diesem exklusiven Klub, der sich zur inoffiziellen Weltregierung aufgeschwungen hat. 2015 wird die Türkei sogar den Vorsitz der G-20 übernehmen. Der Bundesrat hofft nun, von Ankara eine Einladung für die G-20-Finanzministertreffen zu erhalten.

-.-.-.-.-.-  Auszug aus der Neuen Zürcher Zeitung vom 02.12.213


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Markus Häfliger, Bern

Die Schweiz scheute keinen Aufwand, um Ahmet Davutoglu einen ehrenvollen Empfang zu bereiten. Bundesrat Didier Burkhalter erwartete ihn auf dem roten Teppich, im noblen Landsitz Lohn bei Bern. Und auch Bundespräsident Ueli Maurer nahm sich extra Zeit für ein bisschen Smalltalk mit dem türkischen Aussenminister. Nach dem Treffen zog das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) eine fast schon überschwängliche Bilanz: «Die Schweiz und die Türkei planen eine strategische Partnerschaft», verkündete es per Pressecommuniqué.

Den Schweizer Medien war das Treffen, das am 10. Oktober stattfand, höchstens eine Kurzmeldung wert – zu Unrecht, wie sich jetzt zeigt. Denn hinter der diplomatischen Floskel der «strategischen Partnerschaft» verstecken sich tatsächlich relevante Entwicklungen der schweizerisch-türkischen Beziehungen – aber auch ein ernsthaftes innerschweizerisches Problem.

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