Glitzerdresden und die große Fracksause


Oh Dresden, du hast deinen Status als Weltkulturerbe vertan, aber du hast etwas aus dir gemacht! Bist aus dem Tal der Ahnungslosen und der fiesen Gemäuer der Stasi auf der Straße zum Weißen Hirsch aufgestiegen zu neuem Ruhm und Glanz. Dreisatt  erfreute selbst die Landeier hier hinten in der Türkei in der Sarağlar Mahallesi hinter dem wild schäumenden Dimçay einige glitzernde Stunden mit dem Semperopernball 2014.

Schöne Garde-Roben, Fräcke in Hundertschaften. Celebritäten und Notabeln, Reiche und Schöne vom Allerfeinsten. Man laudierte sich, dekorierte sich, amüsierte sich, präsentierte sich. .Sogar eine leibhaftige Königin gab sich die Ehre und wurde für weltweites Sozialengagement  geehrt. Der Heilige musste viele Drachen töten, damit sie ehrbare Oberweiten als Orden aufbrezeln konnten. Nun gibt es keine Drachen mehr….ausgestorben.

Dreisatt erklärte, dass runde fünfzehntausend Normalsterbliche in der Winterwitterung vor der Großbildleinwand draußen mitfeierten. „Wir mussten leider draußen bleiben…- und das feierliche Glitzerin per artiger Distanz erleben.

Der Lästerer vom Dienst tat sich die volle Stundenzahl nicht an. Nach getaner Gartenarbeit hatte er Rücken. „Mein lieber Ehemann, in deinen Gartenklamotten siehst du ziemlich >sch****e> aus! Guck doch nur noch mal, wie die da in Dresden ausschauen.“ Aber Schwalbenschwänze an einem Frack sind für den Garten wohl nicht gar so en vogue.

Peter Hockenholz am Tag danach, Sonntag, 09.02.2014

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