Früher Sommer am Mittelmeer


Die Himmel und wir brachen auf; der 12.02. Zwanzigvierzehn präsentiert sich als ein erster Frühsommertag. Arap, von Berufs wegen Leihrottweilerin, wittert Mittelmeerluft und strebt zügig. Immer, wenn die extra lange Langlaufleine mit zu ihrem outfit gehört, verbellt sie keinen LKW-Reifen mehr, das Wasser ruft, ihr Leasingfrauchen muss mit mit hinein.

Unser Privatstrand zwischen Tosmur und Mahmutlar – ein junges Paar genießt sein Frühstück – meine Liebste produziert eine Idee – wenn wir uns auch um Klappstühle kümmern? Gerne, aber nur, wenn es dazu auch einen Klappkühlschrank gibt mit einigen Klappdosen Gerstensaft…. So leicht sind gute Ideen abzuwürgen.

Der mit dem sauber aufgeräumten Grillplatz ist mit dem cöp, dem Müll auch mal wieder ein Vorteil mit abgeräumt: alle Türken hinterlassen immer allen ihren Müll….

Ich werfe mich in den sommerlich warmen Sand, nicke ein; die leichten Federwolken nehmen wie auf einem fliegenden Teppich die Gedanken mit. Hinüber zur anderen Seite des Mittelmeeres. Dort, wo der Außenposten der Amerikaner sich mit überhohen Mauern von den anderen Menschen abgrenzt.

Einem nasssen  schwarzes Fünfzigkilovieh überkommt eine jähe Liebe. „Wenn ich meine Schnauze auf die deine bauze“…. eine mittelmeernasser Hundekuss mitten drauf, auch die Brille ist mit einbezogen. Der Wonneschüttler sprüht das halbe Akdeniz über den Dösenden, der hellwach geküsst wurde – so ungefähr, wie einst das Dörnröschen.

Rentnerdasein.

Pätärr Hockenholz am 12. Februar 2014

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