Premiere: Türkische Bürger wählen gleich drei Frauen ins Bürgermeisteramt


Die türkischen Kommunalwahlen am Sonntag haben gleich drei Frauen zu einem historischen Sieg verholfen. Bisher war bei einer solchen Abstimmung keinem weiblichen Kandidaten der Sprung ins Amt eines Metropol-Bürgermeisters gelungen. Die Ergebnisse wurden in entgegengesetzten Teilen des Landes erzielt.

http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2014/03/500155/premiere-tuerkische-buerger-waehlen-gleich-drei-frauen-ins-buergermeisteramt/

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Die  UvDs – die Unken vom Dienst scheinen drüben in Germanien wie hüben hier in unserer Wahlheimat Hochkonjunktur zu haben. Sie zerfetzen sich die Mäuler und erzeugen Ängste gegen das Land, in dem wir gerne leben. Das da Einer, der sich nun stark fühlt, droht, das scheint fast schon normal.

Wer jedoch hin und wieder zumindest die Scheuklappen für einen Augenblick nur absetzt, der nimmt auch die positiven Entwicklungen in unserer Wahlheimat Stück für Stück zur Kenntnis – und relativiert! Siehe weiter oben.

Peter Hockenholz am 31.03.2014

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Balz – die 46. – ein Mann tut, was ein Mann tun muss…:


Meine liebe Frau gab kund und zu wissen, dass wir miteinander das fünfundvierzigste Jahr miteinander erlebten – und uns anschickten, das 46. mit dem heutigen Tag froh zu beginnen. Als Auftakt dazu gab es erst einmal zum Frühstück gleich ein deftiges Gewitter. Nicht zwischen uns, sonder ein lautes und blitzendes gök gürültüsü, einen lauten Knall, einen oder zwei heftige Blitze. Ein gutes Omen also für das eben begonnene neue Lebensjahr miteinander.

Seit Alters her, seit 1969 also, ist es Brauch zwischen uns Beiden, immer nur Jahresverträge abzuschließen. Die sich bis dato immer wiederholten. Jetzt sei aber auch die Kehrseite die Mühsal dieses Brauchs besprochen. So ungefähr ab Mitte Januar jeden Jahres beginnt folgerichtig die Balzzeit für mich. Alles, um die Jahresverlängerung bis Ende März jeweils zu erreichen.

Der Schöpfer der Welten gab den Kerlen ein attraktives Aussehen mit auf den Lebensweg, auf das die Weibchen sich um ihn rissen. Nur lässt dieses mit den Jahren eben nach. Welch eine Schmach, wenn der gerupfte Hahn sich auf die Balz begibt. Und vor seiner lieben Frau auf die Rheumakniee fällt. Diese wischt sich das Grinsen aus dem Gesicht: rück dir erst mal die Öhrchen hinter deinen Löffeln gerade. Oder muss ich dir diese langziehen, damit die Brille – endlich mal – richtig sitzt? Hast du dir die Glatze auch gekremt? Und wie siehst du überhaupt aus? Mit dir soll ich etwa noch ein weiteres Jahr? Na, Alterchen, warte, ich helfe dir mal wieder hoch. Mann Mann, das tut vielleicht weh. Dann fährt dir beim Aufkommen ein schmerzlicher Seufzer. Die nächste Balz steht erst in so etwa neun Monaten wieder an…

Na guuut, dann machen wir es halt noch ein Jahr miteinander. Selbst der spontane freudige Kuss auf dem Atatürk Boulevard zieht eine Rüge nach sich: çok ayıp! Das macht man doch nicht in dieser Kultur. Macht man doch! (Guckt mal, diesen verrückten alten Sack)…

Peter Hockenholz am 29.03.2014

 

…. na, geht doch! Danke Martina Yaman!



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vor etwa einer Stunde 

 


VERWALTUNGSGERICHT KASSIERT TWITTER-SPERRE
Die 15. Kammer des Verwaltungsgerichts Ankara hat das Ministerium für Telekommunkation (Telekomünikasyon İletişim Başkanlığı (TİB)) angewiesen, die Sperre von Twitter wieder aufzuheben.

Geklagt hatten die Anwaltskammer der Türkei und von Ankara, die Journalistenvereinigung und der MHP-Politiker Oktay Vural. Sie wollten die Aufhebung der Sperre vor Gericht erstreiten, da eine komplette Schliessung rechtswidrig sei, wenn nur bestimmte Accounts gesperrt oder gelöscht werden sollten.

Nach dem Gesetz wird der Beschluss sofort wirksam und TIB ist (eigentlich) gezwungen, Twitter umgehend wieder freizuschalten, umabhängig davon, ob das TIB Berufung einlegen wird.

FAZ 24.03.2014 – was der Westen (nicht) falsch machte…




Russland und die Nato
Was der Westen nicht (falsch) machte
24.03.2014  ·  Niemand hat den Russen versprochen, die Nato nicht nach 
Osten auszudehnen. Eine solche Vereinbarung hätte es auch nicht geben 
dürfen: Sie wäre eine Fortschreibung der Breschnew-Doktrin gewesen.
Von BERTHOLD KOHLER

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Lesermeinungen (85)



Als der tschechoslowakische Präsident Havel am 1. Juli 1991 im Prager 
Czernin-Palais den Warschauer Pakt für aufgelöst erklärte, 
applaudierten alle, die gerade unterschrieben hatten. Alle bis auf 
einen: Gennadi Janajew, Stellvertreter des sowjetischen 
Staatsoberhaupts Gorbatschow, hatte sich kurz zuvor eine Zigarette 
angezündet, um sie in diesem Moment ausgiebig ausdrücken zu können, mit 
versteinerter Miene. Was die anderen fünf verbliebenen Pakt-Mitglieder 
als Befreiung empfanden, war für die Sowjetunion eine Schmach, unter 
die selbst Gorbatschow nicht seinen Namen setzen wollte. Dennoch wurde 
sie ihm angelastet. Janajew führte sechs Wochen später den Putsch gegen 
Gorbatschow an. Ende des Jahres ging dann auch die Sowjetunion unter, 
was Putin die „größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts“ 
nennt.


Autor: Berthold Kohler, Jahrgang 1961, Herausgeber. 
 


In so gut wie allen Ländern, die zwischen dem heutigen Russland und 
Deutschland liegen, trauern dagegen allenfalls die versprengten Reste 
der früheren Statthalterparteien der Sowjetunion und ihrem Militärpakt 
nach. Moskau nahm diesen Völkern nach dem Zweiten Weltkrieg die 
Freiheit und zwang ihnen ein politisches und ökonomisches System auf, 
das zu einer asiatischen Despotie passte, nicht aber zu 
mitteleuropäischen Demokratien, zu denen diese Staaten nach dem Ersten 
Weltkrieg geworden waren. Die sowjetische Propaganda stellte den 
Warschauer Pakt als Schutzbündnis gegen eine angeblich aggressive Nato 
dar. Doch erfuhren die Deutschen in der DDR, Ungarn, Tschechen, 
Slowaken und Polen am eigenen Leibe, was er in Wahrheit war: ein 
Instrument des Kremls zur Beherrschung der Kolonien in seinem Vorgarten 
und zum Niederwalzen jeglichen Widerstands.
Kopfschütteln über Deutschland
Auch das „neue“ Russland, das, siehe Krim, seine alten Angewohnheiten 
nicht ganz abgelegt hat, war für die dem sowjetischen Joch entkommenen 
Völker auf keinem Feld attraktiv. Sie strebten alle aus freien Stücken 
nach Westen, in die EG/EU und in die Nato. Schon damals gab es 
besonders in Deutschland Leute, die sich mehr Sorgen um die Psyche des 
einstigen Unterdrückers machten als um die begründeten Ängste der vor 
Moskau Flüchtenden. Doch war deren Drang nach Westen so stark, dass sie 
sich von nichts aufhalten ließen.
Daher waren auch die Versuche Moskaus zum Scheitern verurteilt, die 
ehemaligen „Verbündeten“ des Warschauer Pakts vor dessen Auflösung 
vertraglich darauf festzulegen, keiner anderen politisch-militärischen 
Allianz beizutreten. Budapest, Prag, Warschau und die ihnen folgenden 
Länder wussten genau, dass die Nato ein Bündnis ist, das ihre Freiheit 
und Souveränität nicht bedroht, sondern sichert. In diesen Hauptstädten 
schüttelt man den Kopf darüber, wie viel Verständnis in Deutschland für 
die angeblichen „Einkreisungsängste“ des Kremls gezeigt wird – wo er es 
doch ist, der gerade wieder ein Land einkreist. Wer die Angst der 
russischen Führung vor der Nato für berechtigt hält, übernimmt damit 
auch einen Teil der alten sowjetischen und neuen russischen Propaganda: 
dass die Nato ein Bündnis sei, vor dem man sich hüten müsse. Putin, das 
wird immer deutlicher, braucht einen äußeren Feind, um seine Herrschaft 
im Innern zu sichern. Dabei hat es wohl noch nie einen weniger 
aggressiven Militärpakt gegeben als die Nato. Sie ist eine Allianz von 
pluralistischen Demokratien, die, wie es sich auch jetzt wieder zeigt, 
nichts mehr scheuen als den Krieg. Derjenige, der mit vorgehaltener 
Kalaschnikow und gegen bestehende Verträge Grenzsteine in Europa 
versetzen lässt, heißt Putin. Und dennoch wird jetzt wieder gern die 
Behauptung Moskaus geglaubt, es sei der Westen, der sich nicht an 
Vereinbarungen gehalten habe: Er habe Russland im Zuge der 
Verhandlungen über die Wiedervereinigung Deutschlands versprochen, die 
Nato nicht nach Osten auszudehnen.
Solch einen Pakt gab es nicht
Einen solchen Pakt gab es nicht. Es hätte ihn auch nicht geben dürfen. 
Als 1990 der Zwei-plus-vier-Vertrag verhandelt wurde, bestanden 
Sowjetunion und Warschauer Pakt noch. Da sollte Moskau schon Garantien 
für den Fall ihrer Auflösung verlangt haben? Und das nur mündlich? In 
dem Vertrag ging es um Deutschland. Darin wurde vereinbart, dass auf 
dem Gebiet der ehemaligen DDR keine ausländischen Streitkräfte und 
Atomwaffen stationiert werden – woran sich Deutschland hält. 
Ausdrücklich bestätigt wurde sein Recht, Bündnissen seiner Wahl 
anzugehören, mit allen Rechten.
Wie hätte da ausgerechnet eine deutsche Regierung Nebenabreden mit 
Moskau treffen können, die den postkommunistischen Ländern in 
Ostmitteleuropa das Selbstbestimmungsrecht (auch in Bezug auf 
Bündnisse) verweigern, das Deutschland für sich selbst zu Recht 
beanspruchte – und das Putin nun vorbehaltlos der Krim zugestand? Die 
ehemaligen „Bruderstaaten“ hätten damit weiter nur über beschränkte 
Souveränität verfügt. Das wäre eine Fortschreibung der 
Breschnew-Doktrin über den Untergang des Warschauer Pakts hinaus 
gewesen. Und Deutschland hätte dabei den Handlanger Moskaus gespielt 
zum Entsetzen der Staaten, die sich wieder als ein von zwei Seiten 
bevormundetes Zwischeneuropa gefühlt hätten.
Doch so kam es nicht. Jetzt heißt es in Deutschland wieder 
selbstkritisch, man habe gegenüber Russland viel falsch gemacht. 
Wirklich? Einen der denkbar schwersten Fehler beging der Westen zum 
Glück nicht.



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Quelle: F.A.Z. 
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Martina Yaman hat das kommentiert.


Halte durch, Türkei hat einen Link geteilt.

Martina Yaman Man sollte nciht immer alles unbesehen glauben. Aus der SMS entnehme ich, dass einzelne Kunden um Verständnis gebeten werden, dass wegen unterirdischer Kabelarbeiten morgen zwischen 8 und 16 Uhr jeweils für kurze Zeit das Internet ausfallen könnte. Das kann sich auch um eine Meldung für eine Mahalle oder sogar nur für eine Straße handeln. Gibt es denn überhaupt TTNET-Kunden, die diese SMS bestätigen können? Also wir haben bei 3 TTNet-Verträgen (1 privat, 2 geschäftlich) keine SMS bekommen.
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…… heute ist nun schon morgen – und neben Martina scheine ich der Einzige zu sein, dem die Güte zuteil wird, im Internet unterwegs sein zu dürfen. Jammerschade, dass auch renommierte Vereinigungen allzu leicht und unbeschwert auf den Gerüchtez aufspringen! Manchmal soll ein klein wenig investigative Recherche hilfreich sein….

Wahlen hier bei Türkens


Nur noch wenige Tage! Dann kehrt zwar keine Ruhe ein in Alanya, dafür hat der Straßenverkehr überhand genommen. Aber einen Dämpfer erhält der Krach schon; dann sind die Wahlen vorbei. Wahlen hierzulande sind mit erheblichem gürültü verbunden. Vermutlich weil sonst niemand mehr hinhört. Deshalb verstärken seit Wochen überlange Busse und andere Vehikel mit den Konterfeien der Kandidaten das Stadtbild.

Damit diese Aufdringlichkeit auch wirklich niemand übersieht, erheischen sie Zusatzaufmerksamkeit mit ganzen Batterien von Lautsprechern. Was da heraus kommt, hat nichts mit Musike zu tun, es ist Lärmterror in Potenz. Fragt der Unbedarfte die potentiellen türkischen Wähler, erfährt er, dass niemand der Lokalmatadore hinreichend erklären kann oder mag, was er denn alles besser zu machen verspricht. Ein jeglicher schimpft nur auf die anderen, die ebenfalls ihren Hut in den Ring warfen um an die Fleischtöpfe zu gelangen.

Hierher auf das platte Land, so hügelig es auch ist, verirrt sich nur hin und wieder ein versprengter Lärmerzeuger. Dafür bringt meine Eheliebste gestern eine frische Nelke mit, zusammen gefriemelt in eine Parteireklame. Diese ist längst entsorgt, aber die Nelke steht hier direkt neben dem Bildschirm.

Die Schenkenden berieten zuvor, ob sie der Yabancı eine solche Blüte schenken sollten, waren sich dann aber rasch einig. Einem gesetzlich verhinderten Möchtegernwähler tut das wohl. Vor allem, wenn er festsitzende Aufkleber mit Wahlversprechen vom Briefkasten wieder abgekratzt hat.