Roland Lukners Wort zum Sonntag


Beim Treffen mit Lawrow in London ließ Kerry eine diplomatische Hintertür offen. „Es gibt viele Möglichkeiten, wie Präsident Putin den Willen der Bevölkerung auf der Krim respektieren kann. Wenn die Bevölkerung der Krim, wie anzunehmen ist, mit überwältigender Mehrheit für die Angliederung oder das Zusammengehen mit Russland stimmt, dann kann man das Votum respektieren, indem man sicherstellt, dass ihre Volkswirtschaft verbessert wird und dass ihre Nöte ordentlich respektiert werden.“ — Der SPIEGEL ONLINE

Okay, wie steht es mit der Verbesserung unserer Volkswirtschaft und um ordentlichen Respekt unserer Nöte, Mr. Kerry?
Wir zahlen gewissenhaft unsere staatlichen Steuern, doch wenn wir etwas brauchen, wird von uns erwartet, dass wir selbst dafür aufkommen, sogar die Wahlen mit unseren Spenden unterstützen und für die Amtsanwärter ehrenamtlich, d. h., umsonst arbeiten. Aber wenn es um die lumpige Erhöhung des beschämenden Mindestlohns geht, tut sich nichts. Diese herzlosen Nutznießer, von unseren Steuern von hinten und vorne versorgt, ohne irgendetwas Handfestes für ihre Bevölkerung zu tun, schämen sich nicht mal uns anzubetteln, für sich, die Feuerwehr, das Polizeiamt, ihre Polizisten, die Kriegsveteranen, die Indianer, usw. usf. Um jegliche Sozialversorgung müssen sich die Kirchen auf Kosten ihrer Mitglieder kümmern. Redet mal mit den Pastoren darüber! Die können nicht nur ein Lied, sondern reihenweise Lieder von ihren Nöten singen! Dann gibt es noch die Geschäftigkeit der unzähligen non-profit Organisationen, die sich mehr und mehr um die hilfsbedürftigen Arbeitslosen kümmern müssen, weil Firmen ihre Produktionsprozesse rigoros automatisieren und kaum noch Arbeitskräfte brauchen. Diese quasi Firmen kümmern sich jedoch nicht nur um ihr wachsendes Klientel, sondern auch um sich selber.
Ist das nicht der reinste Non-Profit- und Kirchensozialismus? Doch Mr. Kerry liegen nicht der Wille unserer Bevölkerung und unsere Nöte am Herzen, sondern die Nöte der Ukrainer und der Wille der Bevölkerung der Krim. Denn wie erklärt es sich, dass plötzlich $5 Milliarden Surplus sich bei uns eingestellt hat, die wir den Ukrainern für ihre Revolution ohne irgendwelche Bedingungen verschenkt haben???

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….. dem wäre wenig hinzuzufügen, außer man ergänzt um die Tatsache, dass auch in good old Germany die Steuermillilarden für Wichtigs und Wichtigeres verausgabt wird. Bildungsförderung? Unwichtig. Renten, welche ein würdevolles Leben ermöglichen? Überflüssig? Sport? Naja…, Entschuldung? Was war das doch gleich noch? Zukunftsplanung? Aber natürlich! Für das politische Proletariat, das sich die Bezüge selbst genehmigt und für die Seinen alleweil vorzügliche Versorgungsposten findet. Bäh!

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