Fakırcalı Köyü kermes – der Sonntag in den Bergen


Angefixt eigentlich hat uns Elisabeth I. v. Hotzenwald. Die scheint von den sieben Tagen einer Woche acht unterwegs zu sein. Vom Konzert in der benachbarten Schweiz zu einer Kirmes usw. usw. Man gönnt sich ja sonst nichts….

Schon um unserem lieben Besuch den kick zu bieten, fuhren wir ins Hinterland unserer Wahlheimat Türkei zur Fakırcalı Köyü kermes. Das Kaff ist – altersgerecht – nur ungefähre 40 Kilometer von hinter dem wild schäumenden Dimçay entfernt. Bis nach Demirtaş geht es an erschlossenem, das heißt, mit Beton verfülltem Gebiet auf bequemer autobahnähnlicher Piste, dann wird es gebirgig. Oder was der Flachländer für das Gebirge hält. Dichte seit Jahrzehnten wieder aufgeforstete Berge engen die Straße ein zum Sträßlein. Allein der Plattfisch, auf den Satelliten ausgerichtet, meldet, dass wir uns immer noch in der Zivilisation befinden. Warnt aber zuweilen durch ein eindringliches „Aufpassen!“

Bei Beyreli Köyü links abbiegen werden wir nach Fakırcalı Köyü, was so ähnlich wie armes Dorf heißt, geleitet. Zumindest wohnen im armen Dorf fröhliche Menschen, davon viele, die zu feiern wissen – mit uns Yabancı mitten dazwischen. Alte Trachten, Wahlkämpfer jeglicher couleur beschlipst, fröhliche Dörfler aller Altersklassen und Musik. Nicht vom Feinsten, aber vom Lautesten. Die musste sich an Phon- und Wattzahl nicht hinter dem Weihnachtsmarkt zu Alanya verstecken. Aber Ohr gewöhnt sich, mit leisem Bedauern, dass die Öhrchen hinter den Ohren nicht total abschaltbar sind. Wir latschen durch Berge von Wahlversprechen. Das Papier, auf dem sie gedruckt sind, hat sich, wie üblich nicht gewehrt….

Die Musik fährt Kindern und Großen in die Beine, sie tanzen hingerissen. Nur die Nordlichter stehen stumm auf dem ganzen Fest herum. Sie amüsieren sich still, wie es ihre Art ist. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Aber das kommt erst noch, ich muss es erst noch vom handy hier in den Text diskutieren. Liebe Ehefrau, kannst du mir, wie schon einige tausend Mal, wieder dabei helfen?

Peter Hockenholz am Tag danach – 17. März 2014 – in vier Tagen soll ja auch in Germanien der Frühling – im Kalender stehen…..

 

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