Die Freien und Hansestädte – und — Hannover


Große Schatten werfen die Ereignisse voraus – Reisevorbereitungen vom Feinsten! Nach runden zwei Jahren lernen Bedienstete des Devlet Hastanesı zu Alanya die deutsche Sprache. Nun drängt es sie dahin, wo denn auch (Hoch-)Deutsch gesprochen wird. Schlesslich wird ja Deutsch gelernt, nicht Sächsisch, Bayrisch, Schwäbisch usw.

Für die Zeit nach dem Ramazan, dem Fastenmonat, sind die Tickets bereits gebucht: Antalya-Hannover – Freie und Hansestadt Bremen  – Freie und Hansestadt Hamburg – Freie und Hansestadt Lübeck – und dann noch keine Freie und Hansestadt, sondern lediglich Neustadt in Holstein. Ehe es von der Freien und Hansestadt Hamburg zurückgeht.

In Hannover laufen die Vorbereitungen. Man lernte sich schon in Alanya im Unterricht kennen, Andrea und Birgit planen den Ablauf. „Unsere Beiden“ werden dort Gast sein, Hannover bei Tag und wunschgemäß auch bei Nacht kennen lernen. Hannover? Hä? Das war doch da, wo Prügelprinz Ernst August ausgerechnet am türkischen Stand auf der Expo 2000 von außen an die Wand pinkelte. Wohl zu geizig, die Lira für einen WC-Besuch anzubieten. Wie wir die Türken kennen, hätte er auch ohne Obulus innen……. dürfen. Aber wir haben ja auch noch die Marktkirche, die Herrenhäuser Gärten, das Herrenhäuser Bier, hach, lieber nicht, Werbung für Gerstensaft ist ja hierzulande nun verboten.

In Bremen studierte Jahre zuvor schon der Dr. Osman Incekara Veterinärmedizin. Seitdem gibt es hier in Alanya Bremen´s Tierklinik, ganz genau so geschrieben; stimmt schon. In Bremen weht unseren türkischen Besucherinnen auch heute noch uralter bremischer Kaufmannsgeist entgegen.

Liebe deutsche Freunde hier, in der Wolle gefärbte Hamburger, entwickelten in großer Fleißarbeit einen minutiösen Ablaufplan: steigt um 09:17 Uhr in die U-Bahn Jungfernstieg in Richtung Außenalster, Ankunft 09.59. Links vom Ausgang ist eine Bude mit den leckersten Aaaaaalbrötchen. Genuss ca. 7,5 Minuten, dann weiter mit dem Bus, der außen rot ist, bis Landungsbrücken. Ankunft 11:35, wenn ihr nicht bummelt. Dort kommen wir dazu – und laden zu gemeinsamem Mittagsmal an die Elbe. So geht es Seite um Seite – eine ganz große und sehr liebevolle Fleißarbeit! In Hamburg s-tolpert man über die s-pitzen S-teine,  Ob hin und wieder die Sonne scheint oder das übliche Hamburger Schietwedder herrscht, Hamburg lebt! Und belebt!

In der Freien und Hansestadt Lübeck gibt es nicht nur das Holstentor, die Trave, die Marienkirche und das Marzipan, lasst euch überraschen. Freundin Sisi führt euch und holt euch heim nach Neustadt. Neustädte gibt es in Deutschland im Dutzend billiger, aber dieses Neustadt in Holstein – unverwechselbar als Stadt und Gastgeberin Sisi.

Ein hartes Stück Arbeit also in dieser Woche, noch verschärft durch Lehrerin Luiza: In Norddeutschland s-pricht man das reine Hochdeutsch – mit den Hannoveranern, Bremern, Hamburgern, Lübeckern und Neustädtern wird selbstverständlich deutsch gesprochen.

„Sie zwitschern und zwatschern den lieben langen Tag!“ Deshalb flüchte ich. Mit dem Bus nach Antalya, mit dem Wassertaxi weiter nach Kemer in Erendiz Ellens Hotel. Dorthin, wo Ellen und ich uns die Welt erklären – und uns die Zeit nehmen, intensiv die Weltsicht des jeweils Anderen zu erfahren.

 

 

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