Das Ende der Geldflut -Handelsblatt von heute


http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/geldpolitik/grosse-zinswende-gefahr-fuer-boersen-und-schwellenlaender/10179844-2.html

2. Kapitalflucht aus Schwellenländern

Besonders heftig trifft die Wende der US-Notenbank die Schwellenländer. Jahrelang waren diese Märkte von Investoren mit Kapital überschüttet worden. Wenn nun die Ebbe einsetzt, fließt das Geld zuerst aus den Schwellenländern ab. Als die US-Notenbank im vergangenen Jahr verkündete, dass sie das Volumen ihrer Anleihekäufe reduzieren wird, setzte die Ebbe ein. Gerade die Staaten mit hohen Handelsbilanzdefiziten, die auf den Zustrom von Kapital aus dem Ausland angewiesen sind, leiden unter der Kapitalflucht. Investoren haben bereits ein Schlagwort für die am meisten gefährdeten Staaten erfunden: Indien, Indonesien, die Türkei, Brasilien und Südafrika werden als die „Fragilen Fünf“ bezeichnet.

Im schlimmsten Fall könnten die Zuflüsse in die Schwellenländer innerhalb weniger Monate um 80 Prozent einbrechen, schätzt die Weltbank. „Rund ein Viertel der Schwellenländer könnten kurzfristig von den globalen Kapitalströmen abgeschnitten werden.“ Für die Weltbank ist dies zwar nicht das wahrscheinlichste Szenario. Sie sieht dies jedoch als Risiko.

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