Hoş geldiniz, Carlos I – good bye Lenin…..


Carlos I, der attraktive Spanier im Schwenker und good bye Lenin gestern Abend, 27.07.2014 auf arte – hat schon gepasst! Nach vier Wochen freiwilligen Verzichts auf den Genuss eines Raki, Whisky oder anderes Köstliches. . Dazu good bye Lenin, eine Reminiszenz an das Leben in der Sogenannten.

Da kommen Erinnerungen auf. Ende `89 trieb mich die Neugier in die Pleiterepublik; Beginn einer Erfahrung, die bis heute nicht zu Ende ist. Der Film überzeichnet nicht, die Wohnkultur war wie dargestellt. So habe ich es erlebt. Mit gastfreundlichen Menschen in den Betonplatten. In Magdeburg, in Zeitz, in Schönebeck, in Calbe. Die Anfahrt war eine einzige Katastrophe, die Unterkunft eine noch größere.

Bauarbeiter“hotel“ Magdeburg. „In diesem Zimmer hat immer unser Bordeiseggrätärr gewohnt“. Au! Wie oft sind dann Menschen „in der Platte“ zusammengerückt, sich immer entschuldigend, dass der Wessi das als nicht gut genug empfinde. Wie gastfreundlich haben sie mich immer versorgt, wie viele Nächte haben wir diskutiert, mit in der Wolle gefärbten roten Socken, mit Künstlern, mit Verkäuferehepaaren, mit Bonzen, die durch den Wandel aus der Bahn geworfen, nicht mehr klar gekommen sind mit ihrem Leben. Eine merkwürdige Begegnung ist mir noch präsent: ein Mandant brachte mich bei seinen Eltern unter: Kommunisten der Sonderklasse, Reisekader, so hieß das wirklich, fürstliche Unterkunft, alles vom Feinsten – ein etabliertes schweigsames Ehepaar: wir haben Ihnen hier noch eine Tüte voller Walnüsse aus unserem Park gefüllt, aber bitte lassen Sie sich niemals wieder bei uns sehen! Keine weitere Erklärung. Schock!!

Sie allesamt brauchten keine Versicherungen, keine Bausparverträge, keine Finanzprodukte, sie brauchten dringenden Rat, was sie mit der neuen Freiheit am Vernünftigsten beginnen können. Achtzehnstundentage durchgehend, zwischendurch eine schnelle Stulle, dann bitte der Nächste. Wir hingegen brauchten keine schnellen Verträge, wir brauchten das Vertrauen der Menschen – und das kam reichlich – bis heute, über zwanzig Jahre später. Freundschaften sind entstanden;

Erst vor wenigen Tagen eine mail: Manfred T., ein sehr geradliniger sympathischer Mitarbeiter seinerzeit, meldet sich über das Büro Hannover, wir werden uns hoffentlich bald sehen, Frau S. aus Halle berichtet von der Scheidung und von ihrem neuen Leben, sie ist eingeladen hieher in unsere Wahlheimat, um nur dieses zu nennen. Es kann also nicht alles falsch gewesen sein, was getan wurde.

Good bye Sogenannte! Willkommen Zonis a. D. – was so ein Film so freisetzt im Inneren…..

 

 

 

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