Flüchtling – und wie der Staat großzügig half


Mein Flüchtlingsausweis C – politischer Flüchtling wurde 1951 ausgestellt; ihn gibt es noch. Damals war ich ein dreizehnjähriger Pubertierender. Der westdeutsche Staat half. Mit zwei angerosteten Eisenbettgestellen mit zwei Matratzen etwas gewöhnungsbedürftiger Hygiene. Immerhin noch einiges besser als der Fußboden. Äußerst „herzliche“ Aufnahme in einen Bauernhaus in Dortmund-Wickede. Zur Begrüßung wurden Wasser und Strom den Leuten aus der Ostzone abgedreht und erst nach einstweiliger Verfügung wieder zugänglich. Traumzeit.

Ein weiteres Mal nahm der junge Selbständige noch einmal staatliche Hilfe in Anspruch. Die Investitionszulage – sprich InvZulG nach dem ersten IvvZulG. Von der Steuerersparnis investierte er in zwei IBM Kugelkopfschreibmaschinen für sein Büro. Sonst nie mehr Staat auf der Geberseite, hinfort nahm er lieber.

Dieses aus der Mottenkiste des Auf und Ab im menschlichen Dasein. Als Antwort darauf, was der türkische Staat den geflüchteten Menschen an angeblichem bis in den Luxus hinein gehenden Wohltaten biete soll. Obwohl es doch Kurden sind. Wohltaten, deren die eigentlichen Türken entraten müssen.
Doch dann bräuchten diese doch gar keine Hilfe, keine Betten, keine Kleidung, keine Schuhe, keine Kosmetikartikel, keine Kinderspielsachen. Alles überflüssig. Davon werde ich mich selbst vor Ort überzeugen. Und aufschreiben, was ich sehe und erlebe! Anonymisiert. Natürlich.

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