Henriette Gold erinnert an Fritz J. Raddatz – heute in fb


„Was die heute Zwanzigjährigen machen, das weiß ich nur zu genau und Sie doch auch: Die posten sich. Wenn das noch so heißt. Sie twittern. Das ist eine ganz beschränkte Anzahl von Zeichen. Das ist eine andere Kultur. Die ‚Marienbader Elegie‘ kann man aber nicht twittern.“ Fritz J. Raddatz
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Mit Raddatz uznd Henriette Gold stimme ich in diese Klagen ein! Wie verlottert gehen wir mit unserer Muttersprache um! Selbst die Berufsschreiberlinge leisten sich Kinken in Ausdrucksweise und leider auch in der Grammatik; nur weiter so?

Zu meinem 78. hat die liebste aller Ehefrauen mir einen Superfüllfederhalter geschenkt, mit Edelsteintinte. Er wird den täglichen Kugelschreiber ablösen – und zu mehr Sorgfalt beim Notieren und Mitteilen anregen!

Erdoğan schmäht Demonstranten: Präsident vergleicht Männer in Röcken mit Terroristen


http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2015/02/509480/erdogan-schmaeht-demonstranten-praesident-vergleicht-maenner-in-roecken-mit-terroristen/
Deutsch Türkische Nachrichten | 27.02.15, 00:00

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat offensichtlich kein Verständnis für Männer, die in Miniröcken ihre Protest gegen Gewalt an Frauen zum Ausdruck bringen. Am vergangenen Wochenende waren nach dem brutalen Mord an der 20-jährigen Özgecan Aslan zahlreiche Herren einem Aufruf in den Sozialen Medien gefolgt. Für den Politiker versteckten sie sich hinter Masken, so wie es auch Terroristen täten.

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Erleichterung am Computer: Istanbuler Universität entwickelt neue türkische Tastatur


http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2015/02/509451/erleichterung-am-computer-istanbuler-universitaet-entwickelt-neue-tuerkische-tastatur/

Erleichterung am Computer: Istanbuler Universität entwickelt neue türkische Tastatur
Deutsch Türkische Nachrichten | 26.02.15, 00:15

Forscher an der Istanbuler Boğaziçi-Universität haben eine neue Tastatur mit türkischen Buchstaben entwickelt. Die neue Tastatur wird als E-Tastatur bezeichnet und wird mit den bisherigen F- und Q-Tastaturen für türkische Schreiber konkurrieren. Das neue Modell soll in der Nutzung deutlich komfortabler sein.

Christoph Fisch in der Neuen Zürcher Zeitung am 25.02.2015


Liebe NZZ-Leserin, lieber NZZ-Leser

1,5 Millionen Ägypter lebten und arbeiteten vor dem Sturz des Diktators Ghadhafi in Libyen. 2011 wurde der Despot mit militärischer Hilfe der Nato gestürzt. Dann hakte der Westen das Land schnell wieder ab und überliess es sich selbst. Die Folge: Bürgerkrieg, Staatskollaps, Terror-Gruppen. Die Berichte von Menschenrechtsorganisationen über Entführungen, Folter, Flüchtlingsströme blieben im Westen weitgehend wirkungslos, lösten allenfalls Betroffenheitsfloskeln aus. Das änderte sich mit dem Auftauchen des jüngsten Propagandavideos der Terror-Miliz IS, das die Enthauptung von 21 ägyptischen Christen zeigt. Doch brauchte es tatsächlich erst ein neues IS-Propagandavideo, um die Welt auf den mörderischen Konflikt aufmerksam zu machen?, fragt Auslandredaktor Daniel Steinvorth in seinem Kommentar in der heutigen NZZ. Schonungslos hält er dem Westen die Fehler von dessen libyscher (Nicht-)Politik vor. Für Steinvorth ist der Westen mitschuldig, dass der Islamische Staat Fuss fassen und an den Küstenabschnitten ein jihadistisches Disneyland entstehen konnte. Unsere Ägypten-Korrespondentin Monika Bolliger beobachtet derweil in Kairo die Rückkehr Tausender ägyptischer Libyen-Flüchtlinge nach einer Reise voller Risiken. Das Versprechen Präsident Sisis, der allen Rückkehrern Jobs verspricht, hält Bolliger angesichts der hohen Arbeitslosigkeit im Land für unrealistisch.

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Wer hat´s erfunden? Die Schweizer und ihre NZZ. Es geht um den Mut zur klaren Aussprache unbequemer Wahrheiten. In deutschen Medien immer schmerzhafter vermisst!

Wahlheimat Türkei – und ihre männlichen Privilegien


Kürzlich ging um die Schlachtung des Gewürzladens hinter dem Freitagsmarkt zu Alanya, dem, der kurz vor BIM seine Gewürze und Spezereien feilbietet. Heute geht es um dessen Konkurrenz auf der linken Seite vor der Ecke. Zwei Frau im Laden, eine davon die meine, wählen, fragen, riechen an den Düften des Orients. Ein jungen Kunde männlichen Geschlechtes kam, sah – und siegte leider nicht! Eine der beiden Kundinnen, es war nicht die Türkin, besteht auf ihrem Erst- bzw. Zweitkundenrecht.

Der Ladenschwengel schwafelt etwas von Militär, dem der jungen Kerl angehöre – und das Militär hätte in unserer Wahlheimat alleweil Privilegien, unter anderem, standepede Bedienung einzufordern.
So weit so gut – oder schlecht – dem jungen Militär war es, weil keine Uniform, weder anzusehen oder gar anzuriechen. Zumal auch niemand sonst die Hände an die Hosen- resp. Rocknaht drückte.
Damit ging alles korrekt der Reihe nach – und dem selbstbewußten Türken blieb die Zeit, zu warten – und sich umzuschauen. Das ist hierzulande offenbar immer noch die Regel. Türkinnen erleben das täglich, noch! Mag sich das alsbald wie so vieles im Lande zum Positiven verändern!

Weshalb sieht – oder riecht – man mir nicht an, dass ich nicht das Landei von hinter dem wild schäumenden Dimçay bin, sondern der Kaiser von China? Hiermit sei das bekannt gemacht und ich erwarte, dass man sich unisono tief verneigt, wenn ich mit meinem Einkaufsrucksack auf der Matte stehe. So!

Schlachtfest – obwohl es noch gar nicht Opferfest ist


Heute in facebook eine aufgebrachte „Nachricht“ über ein ganz bestimmtes Ladengeschäft in einer ganz bestimmten Straße Alanyas über ganz bestimmte Mitarbeiter dort – und der Inhaber bekommt dann auch gleich sein Fett weg. Im wahrsten Sinne! Die Wut über den ganz bestimmten Gewürzladen muss der Skribentin so sehr auf die Nieren geschlagen sein, dass sie das kalorienreiche Oel, um das gegangen sein muss, in einer Publikation der Öffentlichkeit vor die Füße kippt. Dabei wurde doch der Artikel umgetauscht, wie die Wutschreibe informiert.

So kommt man wenigstens an die wichtigen Wirklichkeiten, die sich sonst lediglich als stille Post zu verbreiten pflegen. Und vergisst den Maidan, stellt Griechenland hintenan, Putin gleich dahinter – und hat doch mehr Informationen als zum Beispiel der Austausch von Wetternews.

Der bekennende Sprachmuffel kauft seit vielen Jahren dort ein und wird immer wieder hervorragend bedient. Ist der Diabetiker erst mal an den verbotenen Leckereien im vorderen Ladenbereich vorbei, radebrecht er, wieviel hardal tanısi, Senfkörner, ihn glücklich machen, oder ob er nach einem Tiegel Gesundheit für seinen kahlen Kopf fragt oder nach den vielen anderen Wichtikeiten. Die etwas forsche angegriffene Blonde wie auch die kleine Traditionelle dort – einfach reizend. Ganz im Gegenteil zu dem anderen shop! Aber ich will nicht ebenfalls zur Unzeit schlachten….

Upgrading ins Zweistromland?


Stromsperren in dieser unserer Wahlheimat Türkei nichts Besonderes. Mensch gewöhnt sich. Doch wird der in der kalten Luft gefrorene Kohldampf auf eine heiße Suppe konserviert, dann kommt schon Unmut auf. Vor allem wenn die verordnete Enthaltsamkeit mal wieder einen ganzen langen Tag andauert. Allah hatte zwar insoweit ein Einsehen, als dass er tagsüber eine wärmene Sonne hinter den wild schäumenden Dimçcay sandte, deren Scheindauer aber nicht verlängerte.

Früher konnten wir ja kernig über den staatlichen Stromlieferanten mokieren. Aus der Traum, die Sache läuft heutzutage privat ab. Die leiden gar sehr darunter, dass ihnen ein zugegebenes Viertel aller elektrischen Energie geklaut wird von einer großen Horde von Schwarzstromern. Aber dagegen ließe es sich etwas tun – wenn es denn nicht augenzwinkernd von Oben geduldet würde – eine reine Vermutung von mir.

Es gibt zwei Möglichkeiten, maulen und und sich wegducken. Ganz so wie es viele Menschen hierzulande machen – weil du vermeintlich doch nichts machen kannst. Oder man sucht einen Weg aus der Stromdiaspora. Also: wir präferieren die Lösung numoero zwei. Schon in der nächsten Woche kommen zwei Experten von einer vor unserer Haustür ansässigen Fachunternehmung. Prüfen, ob es sich rechnet, den Spieß umzudrehen. In Richtung Zweistromland. Sonne habe wir genügend für eine Fotovoltaikanlage oben auf dem Dach. Was wir nicht verbrauchen, senden wir ins Netz, kleine Hilfe für den Elektrolieferanten. Der Zähler hat zwei Funktionen, eingekauften Strom, so er denn kommt, zu nutzen. Und Selbsterzeugtes zurückzuliefern. Eine Frage der Wirtschaftlichkeit – einige hier machen das schon!