Klimata – unsere Wahlheimat Türkei hat davon gleich mehrere


Klimata – unsere Wahlheimat Türkei hat davon gleich mehrere

Es scheint opportun, nur über die verschiedenen Wetter Türkiens etwas zu sagen….
Die anderen Klimata, das kulturelle, das wirtschaftliche, vor allem das politische Thema etwas unter sich zu lassen, das tut man nicht als Gast im Lande. Selbst wenn man dazu um Stellungnahme gebeten wird, was vorkommt, dann hängt man am besten Sprachprobleme und/oder totales Unwissen heraus….

Also wir haben nicht nur ein Klima hierzulande, sondern viele. Die krassesten Unterschiede haben wir hier im zumeist warmen Süden der Türkei. Während man da oben im Taurus zum Beispiel morgens auf dem Tahtalı bei Antalya Ski läuft, saust man mittags hinunter zum Mittelmeer, sich wieder aufzuwärmen.

Wintertags machen so etwas nur die Hartgesottenen, Normalos gehen dann nicht ins Wasser. Aber auch jetzt, Anfang Mai, soll das noch möglich sein, da hinten oben Schnee vorzufinden. Ausprobiert habe ich es noch nicht….

Hier unten gibt es schon im Februar (!) Sonnenstunden, in denen wir im windgeschützten „Bratloch“ liegen. Jetzt fließt Wasser in den gereinigten Pool und das Mittelmeer wärmt sich allmählich immer mehr auf. Denn selbst hier ist der Mai gekommen. Die Bäume, Mandeln vor allem, beginnen im Februar mit dem Ausschlag.

Ein echtes Problem ist für den Ausgewanderten die so genannte Sommerzeit; man(n) stiehlt dem alten Kerl eine volle Stunde der Nacht – und die holt er bis zum Beginn einer neuen Winterepoche nicht wieder auf.

Die Sonnenuntergänge sind je nach Wetter- und vor allem Windlage grandios und jeden Abend anders. Wenn bei Kestel die rote Sonne im Meer versinkt… Dann wird es ruhig um Dich herum und in dir; die Konferenzschaltungen der Haus- und der wilden Hunderudel beginnen erst gegen Mitternacht.

Dann bewunderst du die Farben am Himmel, kannst dich nicht satt sehen – und dann siehst du plötzlich nicht mehr die Hand vor Augen! Von jetzt auf gleich scheint es innerhalb weniger Sekunden plötzlich tiefschwarze Nacht zu sein.

Was diese Schweden, Dänen, Norweger, Finnen und andere da hinten, wo es meistens kalt zu sein scheint, sich über mehrere Monate verteilen, dass erleben wir an jedem Abend, den Gott, Allah, Jahwe oder wer auch immer werden lässt. Denkst an nichts Böses und stehst unversehens im Dustern!

Mensch gewöhnt sich! Auch daran, dass durchaus nicht immer die Siebenuhrnachrichten im Zweiten auch pünktlich um Achte über die Glotzenscheibe flimmern. Denn dafür muss Strom da sein, was er als gelernter Wechselstrom nicht immer tut. Oder wenn gök gürültüsü, Gewitter also, die schönen, meistens jedoch unschönen Nachrichten von der Glotze wischt. Mensch gewöhnt sich eben.

Ganz unter uns: allzu gerne würde ich mich über das sich rasch wandelnde Wirtschafts- und Politklima verbreiten. Aber im Juni haben „wir“ Wahlen…. Besser nicht. Es gibt da den Tausendzweihundertfünfzigzimmer Herrn. Er und seine Schranzen könnten das verübeln….

ZEIT online – 28.04.2015 – Fünf vor 8:00: Etwas geht verloren – Die Morgenkolumne heute von Alice Bota


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Die Alten sterben. Natürlich sterben sie, und wenn der Tod jemanden wie den Polen Władysław Bartoszewski mit 93 Jahren holt, einen Mann, der Auschwitz überlebt, im Warschauer Aufstand gekämpft, Juden gerettet, im Gefängnis gesessen hat, bevor er im letzten Lebensdrittel polnischer Außenminister wurde, dann kann man sagen: Er hatte ein Leben voll Leid, Wahrheit und Anstand und es ist in Ordnung, dass es endet. Aber mir macht es Angst.

Wir erleben die letzten Jahre jener Menschen, in deren Biografien sich die europäische Schreckensgeschichte des 20. Jahrhunderts eingeschrieben hat. Bald wird niemand von ihnen mehr da sein. Deutsche, Ukrainer, Balten, Russen, Polen, Israelis – die Davongekommenen werden gehen. Mit ihnen wird etwas verloren sein, von dem wir noch nicht ahnen können, wie bedeutsam es für unseren Blick auf die Geschichte und damit die Welt sein wird.

Ich glaube, dass jene, die ihrem 90. Geburtstag nahe sind oder ihn schon hinter sich haben, das spüren. In den vergangenen Jahren habe ich für unterschiedliche Recherchen mit Holocaust-Überlebenden gesprochen. Die meisten waren Polen oder Israelis polnischen, ukrainischen oder russischen Ursprungs. Selbst jene, die von Gebrechen geplagt oder schon sehr alt waren, hatten diese unbändige Kraft in sich, in der sich, so kam es mir vor, manchmal Rastlosigkeit und Dringlichkeit widerspiegelten.

Jemanden wie Władysław Bartoszewski zu interviewen, war ein Segen und eine Qual. Ein Segen, weil er randvoll mit Wissen und Erfahrungen und Anekdoten war, die er aus den vielen Begegnungen seines Lebens zog. Und eine Qual, weil er sie immerzu gern teilte. Er sprach und sprach und sprach, während wir Journalisten nervös wurden und uns fragten, ob wir zumindest 5 der 20 Fragen stellen können würden, die wir uns notiert hatten. Er knüpfte eine Anekdote an die andere, er hörte nicht auf zu reden, nie, und bis zuletzt hatte er diese ungeheure Kraft, gegen die man nicht ankam.
er Marek Edelman, der letzte überlebende Kommandant des Warschauer Ghetto-Aufstandes, Kämpfer im Warschauer Aufstand, Aktivist in der Solidarność: Bis zu seinem Tod vor sechs Jahren arbeitete Edelman an seinem Buch, diktierte es seiner Lebensgefährtin, weil er zu schwach war, um zu schreiben. Und arbeitete mit einem Regisseur an einem Drehbuch, bis zuletzt.

Manchmal habe ich mich gefragt, ob sie mit dieser Kraft ihr Leben anpackten, weil sie fürchteten, die Macht zu verlieren über die Erinnerungen.

Es gibt immer wieder historische Verdrehungen, manche entstehen aus Ahnungslosigkeit und Unachtsamkeit, andere sind bewusste Manipulationen, sie reichen zum Beispiel von einer Verwechslung des Warschauer Ghetto-Aufstands mit dem Warschauer Aufstand (Bundespräsident Roman Herzog), der Rede von einer polnischen Mitverantwortung für den Holocaust (FBI-Chef James Comey) oder der Behauptung von „polnischen Konzentrationslagern“ (Barack Obama), sie widmen das Gedenken ausschließlich den russischen Opfern des vernichtenden deutschen Angriffskrieges, als hätte der Angriff auf die Sowjetunion nicht auch den Tod von Millionen Ukrainern, Balten und Weißrussen bedeutet.

Um Fehler und Geschichtsklitterungen werden sich weiterhin die Historiker kümmern, da bin ich zuversichtlich. Aber die Frau, die den Holocaust überlebt hat und in der Sendung von Günther Jauch den Moderator zurechtweist, dass sie kein „Opfer“ sei, sondern eine „Überlebende“, bestimmt, wie sie ihre Rolle in der Geschichte wahrnimmt. Dass sie ins KZ nicht „gekommen“ sei, sondern „deportiert“ wurde. Diese Einzelheiten sind bedeutsam. Sie sind der Kern aller persönlichen Erinnerungen an all jene, die nie gekannt wurden oder schon lange nicht mehr leben.

In seinem letzten Buch vor seinem Tod, Die Liebe im Ghetto listet Marek Edelman am Ende die Namen jener auf, die darin eine Rolle spielten und deren Leben meistens 1943, im Warschauer Ghetto-Aufstand, endeten. „Ich bin der Letzte, der diese Menschen mit Vornamen und Nachnamen kannte“, schreibt er. „Und wahrscheinlich wird sich außer mir niemand mehr an sie erinnern. Es sollte eine Spur von ihnen bleiben.“

Nie wieder vergessen, so enden oft Reden an Gedenktagen zur Befreiung von Auschwitz, Buchenwald oder Sachsenhausen. Es sind politische Appelle, ehrenhaft, manchmal pathetisch, manchmal enthusiastisch, aber letztendlich hilflos. Denn um das Erinnernwollen, Erinnertwerden geht es, nicht so sehr um das Vergessen; es wird weiterhin unzählige Bücher und Dokumentationen und Forschungen über den Holocaust geben, selbst wenn der letzte Augenzeuge tot ist. Doch etwas wird verloren sein, unwiederbringlich.

Ein griechisches Wunder – NZZ am 29.04.2015


Liebe NZZ-Leserin, lieber NZZ-Leser

Erstaunliches hat Yannis Boutaris gesagt, der Stadtpräsident von Thessaloniki, als er unseren Korrespondenten Marco Kauffmann zum Gespräch empfangen hat. «Wir entwickelten uns zu einer Gesellschaft mit sowjetischen Zügen», erklärte der Mann, der kurzzeitig Mitglied der Kommunistischen Partei war. «Jede Aufgabe soll dem Staat übertragen werden.» Und gleichzeitig wolle niemand Steuern bezahlen. Seit er in der griechischen Stadt das Sagen hat, ist dies anders. Der eigenwillige Stadtpräsident hat Thessaloniki auf Vordermann gebracht. Repräsentanten der EU-Partnerländer loben Boutaris inzwischen als Leuchtturm in einem Meer von Reformunwilligen. Lesen Sie Marco Kauffmanns Porträt eines unkonventionellen Politikers.

Und Griechenland bewegt sich doch

LC – was ist das eigentlich??


Was um des Himmels willen bedeutet LC?

„Wir treffen uns am Montag zu einem wichtigen LC!“ Aussage meiner Liebsten mitten in unserem reduzierten sonntäglichen Frühstück. Sie lächelt ein klein wenig hinterhältig ob meiner Begriffsstutzigkeit…

Als der zu ihr gehörende Ehemann wird man ja wohl mal fragen dürfen, wo die bessere Hälfte sich zum Wochenbeginn aufwärmt, oder?

LC? LimonenCola? LondonCerealie? LeberCirrhose etwa? Unruhe. Bei mir, nicht bei ihr. Bei Rentners in der Wahlheimat Türkei entstehen kuriose Gedanken – etwa LandesbankCurrent, weil mal wieder irgendwo Schieflagen entstanden sind?
Lokale Cirkel, geheime auch noch? Etwa so in der Richtung wie der der GEHEIME (Ausländerbei)RAT zu Alanya?

Sie hält es nicht mehr aus – es handelt sich um eine Unterabteilung des Clubs der Kohldampfen! Mit der erklärten Absicht, aus einer jeglichen Nahrung zumindest die Kohlenhydrate weitestgehend herauszudiskutieren. Weil vor allem diese sich als Gold auf den Hüften niederlassen.

Das ist vermeidbar, indem Butter, Sahne, Kokosfett zugefüttert wird. Die Pfunde, mit denen mal seit altersher zu wuchern gewohnt ist, verflüchtigen sich im Nu (oder nicht?)

„Ach, sag´ das doch gleich, es geht um L0W CARB“…. Meine Befürchtungen, dass es sich lediglich darum handelt…..“

Der Tanz auf der Seidenstraße


Deutsche Auswanderer entdecken ihre neue Heimat

Der Tanz auf der Seidenstraße
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Die damals noch gar nicht so alten Germanen wetzten sich noch ihre Kehrseiten an den Föhren. So lange, bis die Chinesen und andere ferne Völker die gehobene Lebensweise über die Seidenstraße in die alte Welt brachten.

Über die Seidenstraße. In einer der Kervanseray Sarıhaçılar im Taurus sammelten Wüstenschiffe und ihre Menschen neue Kraft für den Weg. Die mehr oder weniger Wilden im heiligen römischen Reiche sollten ihre Frauen in Seide hüllen dürfen und das Fleisch der Wälder sollte endlich die Bekanntschaft mit Gewürzen machen.

Äonen später tanzten Kinder und Jugendliche aus Europa, aus der Mongolai, aus Sibirien und Nachfolgestaaten der untergegangenen Sowjetunion und Umgebung auf der Seidenstraße zum Tag der jungen Menschen.

In der Türkei ist das ein Nationalfeiertag. Ein eisiger Wind kühlte die jungen Menschen in ihren Nationaltrachten wie auch die zuschauende Rentnerband aus Alanya aus. In unserer Wahlheimat Türkei haben junge Menschen einen hervorgehobenen Status. „Wer die Jugend hat, der hat die Macht!“ Welchem Herrscher verdanken wir doch gleich diese Erkenntnis?

Sarıhaçılar ist eine Wüste zusammengefallener Knopfhäuser, schöner als Museumsdorf benannt. Aber es erwacht mit mehr und mehr dieser seltsamen Knopfhäuser; in einigen Jahren wird es ein verjüngter Ort sein und seinen alten Charme wieder erlangt haben.
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Der Auftritt der durchgefrorenen, trotzdem begeisterten jungen Gäste aus Asien und Europa wiederholte sich in der nahen Stadt Akseki. Da orientalische Zeit rechnet sich nach anderen Kriterien als die die unsere. Die kalten Knochen der Alten wollten wieder in die Sonne Alanyas. Schließlich waren die Auf- und Anregungen der morgendlichen Wasserhöhle und die temperamentvollen Auftritte junger Menschen sowie das Mittagsmahl in Ormana übergenug für diesen interessanten Tag…..
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Freund Kebba Sabally, Lehrer in Gambia


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Suphi Kavac – auch du würdest fliehen


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