Geisterstunde……


Gestern habe ich unter meinen fb-Freunden einen braunen Fleck entdecken müssen und habe diesen entfernt. Eine seit Jahren liebe facebook-Freundin fragt, vermutlich mit einem Augenzwinkern an, wann denn sie dasselbe erwischen wird. Ich habe beruhigt. Dann aber in der Nacht nachgedacht. Heute würde ich ihr antworten:

Meine liebe XY. Meine Antwort auf deine Frage war höflich und unverbindlich. Aber auch fb-Freunde sind Freunde und haben Anspruch auf eine ehrliche ausführliche Antwort!

Wenn du, notfalls mit Unterstützung von Rheumasalbe, den rechten Arm noch in den rechten Winkel hebst und ihn auch dort hälst. Wenn du auf dem Atatürk Bulevard, notfalls auf der Fünfundzwanzigmeterstraße zu Alanya den nie von mir vergessenen Text singst. Kannst du nicht singen, genügt auch Grölen:

Die Pfanne hoch – die Reihen fest geschlossen – xx marschiert – mit mutig festem Schritt – Kammeratten die Rotfront und Reaktion erschossen – marschiert Ungeist bei unserm Reihern mit…. So oder so ähnlich hat es Fünf- oder Sechsjährige auf dem Arbeitstisch des Schneiders Bruns in Börnecke am Harz gelernt und dabei mit den ganzen Orden und (Un-)Ehrenzeichen spielen dürfen.

Über dem Tal standen die „Christbäume“ am Himmel, die Geschwader brummten – und Halberstadt stand in Flammen und Rauch.

Dann, liebe Facebookfreundin, dann erkenne ich dich als lupenreine Nazisse. Dann erhälst du aauch den Abschiedsklick. O.K?

Advertisements

Schweden: der Türke und die Wasserpumpe


Von Stockholm nach Örebro. Mutter und Tochter nebst Hund  Turbo auf gutem Wege. Kräftiger Landregen, sabbernde Reifengeräusche. Unverhofft quatscht in den mütterlich-töchterlichen Austausch – Frauen tratschen ja nicht, tauschen sich nur aus – also, da klacktert was unter der Haube.

Einen kräftigen Landregen kann man sich in unserer Wahlheimat Türkei noch vorstellen, die Diagnostik des Klackerns stellt ein Experte unterwegs fest: die Wasserpumpe hat sich in den wohlverdienten Ruhestand begeben. Die neue Wasserpumpe, wußte gar nicht, dass es eine solche gibt, dachte immer nur, so ein Vehikel braucht kein Wasser sondern Sprit.

Die neue Wasserpumpe wurde eingebaut. Macht aus der Schwedenkrone umgerechnet dreihundert Euro. Die Schweden rechnen sich zwar zu Europa, haben aber ihren König und mehr oder weniger auch noch Kronen. Der Automensch ist zwar Schwede, seine Physiognomie ist aber äußerst türkisch. Meine liebe Frau parliert mit dem Schwedentürken folgerichtig in der Sprache seiner Heimat – und sehr spontan sinkt der Preis auf umgerechnet zweihundertfünfzig Euro.

Und deshalb leben wir lebenswert in unserer Wahlheimat Türkei. Nicht nur wegen eines gepflegten Handelnkönnens. sondern der Freundlichkeit der Menschen hier…..

Der Besuch der feurigen alten Dame


Es ist nicht Dürrenmatts Rachsüchtige,  die sich ihre Rache zu  Mürren etwas kosten ließ. Wir waren gestern zu später Stunde bei Chimera zu einer Audienz. Hoch oben im Taunus wohnt sie in ihrer Wohnküche mit den sieben Flammen. Friedrich Dūrrenmatts gelbe Schuhe an den Fūssen der Übeltäter, nicht notwendig bei unserem Vorhaben. Alle Welt vermutet Chimäre längst bei den Göttern auf dem Olymp. Um die Ecke gebracht durch die mörderischen Hufe, unten dran an Pegasus, dem geflügelten Gaul. Wer weiß,  auf wen der Trottel trat. Jedenfalls nicht auf Chimäre.

Der Weg führt durch die Totalvermarktung von Chirali, zum Wohl mehr oder weniger anspruchsvoller Pauschaltouristen,  gab es vor zwanzig Jahren noch nicht. Erst, nachdem die Registrierkasse klingelte, ging es mit Trinkflasche und Funzel steil bergan. Geführt von einem Naturereignis, Florian, einer der beiden Pracht- Söhne von Erendiz Ellen Hotel. In einem früheren Leben als Medienberater machte er seine Hobbys in Wald und Flur zum Beruf, führt als Bärenfūhrer seit langem interessierte Menschen durch die andere, die schöne Seite der Türkei. Dort, wohin kein Allinclusivkonsum ent je einen Fuß  setzt.

Über gefühlte tausend steile Stufen näher zu dir, Chimere, Pause an einer uralten Christenkirche, Gewölbe und Fragmente von Malerei. Ob es genau sieben Loderfeuer, sind? Sie wandern über die freie Fläche mitten im Wald; tun das seit Jahrtausenden. Florian zitiert aus der griechischen Mythologie.

Der halbe Mond leuchtet ūber Gerechte und Ungerechte, die Flammen flammen, Touris rösten Marchmellows. Aus christallenen Gläsern genießen wir Kõstliches. Nur die Eule von vor zwanzig Jahren schweigt. Muss wohl der Gewerkschaft beigetreten sein…

Ein mystischer Ort, hier oben in der Wohnküche bei Chimäre. Aufgestiegen in diese andere Welt lassen wir uns von dieser einfangen, nehmen die angejahrten Plastiktrinkgefässe als christallen wahr. Auf den Aufstieg folgt der Abstieg. Du hast keinerlei Profil, Peter. Lege deine Hand fest auf meinen Arm, ich zeige dir, wo du hin- -und wo du nicht eintreten sollst – bei deiner Profilneurose  zumindest unter deinen glatten Sohlen! Kein Rollator wäre sicher gewesen. Hier ohnehin eine hilflose Hilfe.

Die Reflexion ūber die Nachtruhe bei Chimärens zwischen Florian, dem Naturereignis und mir wurde dann bis um halberzwei Uhr früh an der Bar nachgearbeitet….

 

 

 

Kemer – Antalya – das wässerige Taxi


Wie ein Piratenschiff versteckt sich das Wassertaxi hinter Schrott, Gerümpel und ūberholungsbedūrftigen Schiffsrūmpfen. Der Weg dahin geht ūber Planken, Kabeln, Schläuchen, Steckern, anderem Kram. Der Fūhrer in schmucker Uniform führt, daß Klübchen Vergnūgungssüchtiger folgt….

Aus der Fähre wird eine Unfaire, wartet auf noch drei Verschlafene der Kategorie Allinclusivtouris.. Sieben zahlende Passagiere, so etwas ūber vierzig davon hätten Platz.Morgens neun Uhr ist ja auch so gut wie mitten in der Nacht….. Doch der Käptn mit seiner goldbetressten Uniform, die neben seinem Hochsitz hängt, sorgt mit türkischer müzik,  welche die Schiffsdiesel souverän ūber tönt, für Wachheit .

Immerhin weist man mir einen Platz unter einer Deckenluke zu, meine Mitreisenden werden eingedieselt.Fūr Minuten entsteht so etwas wie Atlantikfeeling, schön zerstört die aufregende Antalyaskyline die Illusion . Die Altstadt ist erwandert, einmal mehr….

Die Rückkehr

 

 

 

 

 

 

 

t für vierzehn Uhr erworben, die zwei Åffäz malt werden doch keiner Seekrankheit nachgeben?Vorfreude auf Ellen Erendiz Hotel, auf Ellen Freundlichkeit, auf Ton, den alten freundlich schubsenden Schäferhunde,  auf die anderen Gäste, eine besondere Spezies, einfach anders als alle….

Das Kuckuckskind


Von der Natur lernen heisst improvisieren lernen. Hat Gott der Nicht Einem Vogel, dm Kuckuck persönlich beigepuhlt: lass deine Blagen doch von other kurzsichtigen Leihmüttern Unter den Vögeln großziehen,, ideal beim V ….. mal nicht aufgepasst Wurde. Nicht aufgepasst Wurde beim Packen, meinetwegen Frau Krieg schließlich in Stockholm bei Unserer ebenso lieben Grossen.

Die vergessenen altersgemäßen Tabletten gab es ja in der Eczane, Aber was ist mit der Nahrungspipeline für Platt Junior, dm Handlich? Ohne Mama kein Kampf! Etwas Essbares reicht IHM nicht. In der Not Fiel DEM Vergesslichen Ein, es doch mal mit der Lade des Lesecomplutors zu versuchen! Wunder in that Kleine goutierte Die Fremde Amme. Wie soll ich das der Vergessenen beibringen?

Der Wald der tanzenden Bäume


Die Brücke aus der Römer,  als die alten Römer noch junge Römer gewesen, sie hält uns noch heute aus. Der reissende wilde schäumende Wildfluss darunter indes erhält einen brandneuen Steg. Damit auch Menschen wie du und ich ūber Wasser laufen können. So leitete der gestrige Abend in diesen heutigen Tag über.

Der wiederum liegt direkt hinter der hoch modernen großen Villa Klärchen. Dort langt alles an, was Abendschulen so unter sich lässt…. Selbst das liess Ellen nicht aus. Das Spaßvogel mit Ellen I. Am Volant Knattern uns ūber verbotene wie gelegentlich auch gebotene Wegungen  um und durch Kemer.

Liebe Ellen, liebes Kemer! Nie mehr werde ich die Stadt Kemer als Backpfeifenkemer verunglimpfen!  Versprochen!  Kemer, deine Menschen sind gastfreundlich! Liebe Stadt Kemer, deine Lage in einer ūberwältigenden Berglandschaft  auch!  Liebe Ellen die Erste, du öffnetest

mir die Augen! Was die alles zu sehen bekamen….. Auch Kritisches. Die Gäste und die Kemenaten mögen das verbotene Knattern fast über die Latschen der Promenierenden verzeihen! Schließlich mussten wir das Denkmal der spindeldürren Liebenden doch sehen und sehr sehenswert finden. Ihr habt es ja neben einem Gänsestall schamhaft, wie ihr seid, versteckt. Schämt ihr euch des Künstlers oder seines Werkes? Eure Marina weist riesige Lücken unter den gar bescheidenen Yachten der Schönen und Reichen auf. Habt ihr gar ungebrochen bei den Gebühren abgekocht? Schöne und Reiche, fragt doch mal bei der Maria bei uns in Alanya nach, vielleicht sind wir ja billiger, wenn ihr den Kurus mehrfach umdrehen müsst. Morgen geht es mit dem Wassertaxi nach Analyse.  „Peter,  musst nicht laufen, ich fahr dich hin!“ Das Peterle dankt schon heute Abend.