Wüaazfleisch – Lübbenauer Gürkskes – überraschender Familienzuwachs und das verschnarchte Dessau und seine Bauhauskultur…


Das Wūrzfleisch lebt – unsterbliches Erbe eines Staates, der in betrügerischen Konkurs fiel – heute in Lübbenau im Spreewald präsentierte sich Wüaazfleisch in seiner ganzen Häßlichkeit den Enttäuschten. Die berūhmten Lübbenauer Gurken besänftigten de Wütenden!

Der Spreewald war nicht vorgesehen, er ist die freundliche Alternative zu dem Entsetzen namens Dessau – ein mausetotes Kaff zum Abgewöhnen. Tot – töter – Dessau! Gäbe es nicht das Bauhaus! was einstens Walter Gropius, Kandinski und die anderen Berūhmten bewogen haben mag, es ist nicht mehr nachvollziehbar… Warum nur nicht gleich z. B. Castrop-Rauxel?

Wir nåchtigten im Atelierhaus von Gropius – und es war eine Freude, dort in Bauhausuinterieur wohnen zu dürfen…. Der genius loci sprang über!

Das mit dem Familienzuwachs war der eigentliche Anlass der Reise, Rinske Reidings lange e-mail mit ihrer Anfrage, ob ich der sei, den sie suchte. Der war ich. Als Oberhaupt meiner Kleinfamilie, Ehefrau, Tochter. Weitere Anverwandte – seit Hitler und Ulbricht nicht mehr vorhanden.

Bis Rinke mich aufklärte. Es gäbe eine Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein in Werneuchen bei Berlin. Mein Onkel, Bruder meiner Mutter. Ach? Zum vierzigjährigen Bestehen waren wir Gäste. Umwerfend, was dort zur täglichen Seminararbeit an Wissen, an pädagogischer Arbeit, an seinen Leistungen in der Politik als Schulsradtrat, als Reichstagsabgeordneter, an seiner Entfernung aus dem Schuldienst durch die Nazis, dem Mordanschlag durch selbige, seine Emigration – und sein früher Tod dort … Mein Onkel lebt. Bislang nur als geschichtliches Datum, seit einigen Tagen in Werneuchen-Werftpfuhl als eine Persõnlichkeit, deren Wissen und Wirken als Politiker im deutschen Reichstag durch die Nationalsozialisten 1933 abgebrochen wurde. Dessen Wirken als Pädagoge bis heute wirkt.

Die Enkelgeneration hat sich dank Rinkes akribischer Vorarbeit gefundem – …. Jene, die dazwischen sind, sie lernten sehr bewegt Menschen kennen – Christine Reich, Tim Scholz, den Historiker Günter Regneri, der uns eine individuelle Führung durch Berlin anbot – und so viele andere. Mein Vater Willi und meine leibliche Mutter Hanna Ruth waren mit Dr. Löwenstein zusammen Lehrer in Berlin Neukölln – bis im Gleichschritt marschieren angesagt – und im Gleichtakt vertrieben und gemordet wurde……

Wir schüttelten den Staub und den Muff Dessaus von den Füssen und Seelen, stiegen regional zwei Mal um, einmal davon im Kaff Calau bei den Calauern um auf dem Wege in die Niederlausitz nach Lübbenau im Spreewalde.Vor dem Besuch bei den berühmten Gurken hingegen kam anfangs diese gräuliche źähe total ungewürzte und ungenießbare Pampe. Schon vergessen? Wüazzfleisch. Nouvelle Quisine – unsterblich seit Ostzonens Zeiten…..

Man gut, das Freundin Ingrid uns vom geplanten Besuch der Lutherstadt Wittenberg bewahrt hat; ausser der berūhmten Kirche  zu Ehren des fast fūnfhundertjährigen Bibelūbersetzers und nachgewiesenen Judenhassers Martin Luther seit Wittenberg wie Dessau hoch zwei.

Spreewald also, bei den dto. Gurken, süß die jungen Knackigen, teils säuerlicher die Ausgewachsenen. Die Dauerinfektion ostzonaler Gästebehandlung, keineswegs ausgeheilt auch nach zweieinhalb Jahrzehnten mitnichten: det jeht hia nich, da müssense aba erstmal…. Zorn bei diesem Zwangswessi aus 1952… Den Ausweis C, den gibt es heute noch.

Der Spreewaldkahn der fröhlichen, nee, der leicht angesäuerten Leute, ist ebenso hierorts, da beginnt die türkische Freundlichkeit der Menschen in unserer Gastheimat Türkei manches Mal zu fehlen. Die Wasserläufe des Spreewaldes hingegen machen gelassen und milde Sonne abwechselnde Schatten durch das Blattwerk öffnen Augen Seele. Mehr als der fast Fūnfhunderte und immer noch aktuelle Doktorius Martinus Luther in diesem Wittenberg  es vermocht hätte.

Gestern gurkten wir in diesem Lübbenau herum — Gurken, Gurken – Gurken allenthalben. Selbst nächtens unter der Bettdecke nahmen wir diese gekrümmte Form an; es geht uns auch am letzten Faulenzertag guut bei all diesen Gurken, in Happen, in Stückem, in Scheiben…..

Morgen nach die Reichs- Ach Verzeihung bitte in des Deutschen Bundes Hauptstadt in Sachen des Kultures……

….

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