Hasnain Kazım heute in fb


….. armes Europa – sieht so die Rückseite menschlicher Würde aus? Ist Europas Niveau so tief gesunken? Oder jagen alle die großen Europäer nur noch einer Chimäre nach, nachdem sie es als Denkmal für sich vereinnahmten – und herunterwirtschafteten?

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Avni Bilgin – schwierige Türkei….


Freund und Journalist Avni Bilgin schreibt:

Ja, leider Peter. Die Türkei hat ein riesiges Sicherheitsproblem im Osten. Da hat vielerorts die Polizei nichts mehr zu sagen. In den letzten Wochen hat man durch Polizeiaktionen und Razzien versucht, die Oberhand zu gewinnen, aber es ist wirklich schwierig.

Schau dir das Video in meinem post über den heutigen Anschlag mal an. Eine Routinekontrolle, wo aus einem Wagen der Polizei der Polizist ermordet wird. Im Anschluss daran wird auch der Vorsitzende der Anwaltskammer getötet, nun reden alle wieder von vorsätzlichem Mord und versuchen die Sache der Regierung anzuhängen. Und dies obwohl fast alles auf Video zu sehen ist und aus einem PKK Attentat herrührt.

So ist das nun mal in der Türkei Politik zu betreiben, wie die Türkei politisch zu führen ist viel schwieriger als 10 andere Länder zu regieren….

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Ich bin Gast in unserer Wahlheimat Türkei. Die auch unsere Wahlheimat bleibt. Das bedeutet aber nicht Blindheit in Sachen Politik. Fies und einseitig, für alles und jedes Übel auf einen Einzigen zu projizieren. Das ist leicht zu handhaben. Es ersetzt aber nicht die Differenzierung!

Schon mal ein wenig tiefer geschürft? Könnte es doch sein, dass die einstigen Signatarmächte die heutigen Grenzen in dieser Region mit dem Lineal auf der Landkarte die Grenzen vorgaben? Ohne Rücksicht  auf Menschen? Gewachsene Strukturen blieben außer achtgelassen. Clans zerschlagen. Die Früchte dieser westlichen Allwissenheit und Allmacht werden heute, Jahrzehnte später, frei Haus nach Europa geliefert – und sind teuer zu bezahlen!

 

Uns ward ein Kindlein gebor´n ….


…. und das war schon vorgestern, als Zeynep Yildız kam – als Tochter des Bürgermeisters Adem Murat Yüzel und seiner Frau. Aber bis die Nachricht von Alanya her hinauf hinter den wild schäumenden Dimçay kroch, verging schon ein Tag.

Unser Bürgermeister Herr Yücel und seine Frau Yıldız sind zum dritten Mal Eltern geworden. Gestern abend um 21:30 Uhr erblickte das kleine Mädchen das Licht der Welt. Die beiden großen Brüder freuen sich über das Schwesterchen Zeynep Yıldız. Wir gratulieren der glücklichen Familie ganz herzlich „heart“-Emoticon „heart“-Emoticon

Gratulation, Adem Murat bey und Ehefrau zur Familienergänzung! Möge dieser Winzling wachsen und gedeihen – und zwar in – leider nur relativ gewordenen – Frieden!  Grüße von den Landeiern Luiza ve Pättärr!

 

Wachsweiche und lammfromme EU


Jahrelang haben diese wachsweichen Dauertager in europäischen Landen unserer Wahlheimat Türkei eine superbesondere Partnerschaft ins Gesicht versprochen und hinterrücks diesem Land fett in den Hintern getreten. In Ankara hat man das weder verdrängt noch gar vergessen. Orientalen vergessen nichts. Sie verdrängen. Sie haben einen nationalen Stolz.

Und nun? Soll alles superfix gehen, wir kaufen uns ganz einfach den verschmähten Beitrittskandidaten Türkei  – und bezahlen ihn mit oben auf die Finanzpleite noch ebenso fix gedruckten € – ohne jeden inneren Wert für den Gekauften. Jetzt soll die Türkei eine Anzahlung von schlichten drei Milliarden hingeschoben kriegen, weitere Milliarden werden versprochen. Vermutlich habe alle Tagenden beim Schwur die Beine und die andere Schwurhand gekreuzt.

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Aus Cicero von heute . Auszug

Der damalige libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi zum Beispiel hat vom Jahr 2004 an mehrere Male Sanktionen gegen sein Land abmildern können, indem er sich der EU als Grenzwächter gegen afrikanische Migranten anbot und sie davon abhielt, über das Mittelmeer nach Europa zu kommen. Insofern hat Gaddafi den schon bestehenden Migrationsdruck zu seinen Gunsten instrumentalisiert. Vor zwei Wochen erst hat übrigens die selbsternannte islamistische Gegenregierung in Tripolis damit gedroht, sie werde hunderttausende weitere Migranten aus Afrika auf Booten über das Mittelmeer schicken, sollte die EU dieser libyschen Gegenregierung die Anerkennung verweigern.

 

….. und – fast – überall auf den Tannenspitzen….


…… sah ich goldige Lichtlein blitzen….. kürzlich bei einem Einkauf in der Metro zu Alanya. Erst die Sirmawasserbuddeln zwecks Aufforstung der leergeschluckten Wasservorräte. Aber dann glitzerte es überwältigend in der weihnachtlichen Gliltzerabteilung. Weihenacht wird hierzulande nur unter den Yabancı, den Fremden gefeiert. Aber die bunt, bunter, noch buntere Lichterpracht macht längst auch diese Türken an. Sie adoptierten den bis dahin etwas merkwürdigen Brauch.

Weihnachtsbaum? Ist nicht! Neujahrsbaum, zum Verwechseln ähnlich in allen Größen erzeugt Jahresendstimmung. Lediglich die Tannenspitzen sind nicht aus Tanne sondern aus Plaste und Elaste. Ersatz für Tanne. Ersatz? Hatten wir das nicht schon zu Kriegs- und Nachkriegszeiten. Kaffe-Ersatz wurde verbalhornt mit Lindes Lüften, Honigersatz hieß Kunsthonig usw. usw. Nun wurden wir industrieseitig mit Weihnachts- resp. Neujahrsbaum mit Kunstnadeln beehrt. Singen wir pflichtschuldigst Ersatzlieder unterm heiligen Baume?

Eine wohlwollende Nachbarin, sich um unseren Heiligen Abend sorgend bot vor Jahren schon ihren plasteundelasteweihnachtlilchen Baum zwecks des Singens an. Wir dankten ihr artig – und beließen das sicher prächtig vorbereitete Industriebäumlein hinter ihrem Schrank.

Vor Jahren bollerte es abends an der Haustüre: Nachbar Selçuk mit einem Kiefernzweig, geschmückt mit einer Apfelsinenspirale: ihr seid doch Christen – und ihr feiert doch heute den Heiligen Abend….. Unvergessen.

Wertewandel?


Die Trauer um die Terroropfer titeln Schwarzwälder Bote und
Pforzheimer Allgemeine heute. Furchtbar. Entsetzlich. Der Terror –
woher und weshalb er immer kommen mag, ist wieder in Europa
angekommen. Menschen, viele Menschen, von den Schreibern
trauersteigernd als Unschuldige apostrophiert, sind ums Leben
gekommen. Die Saat, verblendet von einer angeblichen Religion, ist
dieses Mal in Paris mit Blut und Entsetzen auffgegangen. Die Trauer um
Angehörige, Nachbarn, Pariser, Besucher ging lässt Davongekommende
Kerzen anzünden, Blumen niederlegen.

Die Krokodile, verkleidet mit Trauerbinden, Trauerkrawatten, erzeugen
die bei jedem Attentat, die sattsam bekannten Krokodilstränen.
Natürlich werde man, zum wievielten Male wohl schon, die sattsam
bekannten Maßnahmen ergreifen, fieberhaft die notwendigen Maßnahmen
einleiten und die Täter ihrer gerechten Strafe zuführen. Dieweil die
Ausführenden, aufgeputschte Bauernopfer, sich ihrer nur zu gerechten
Strafe längst entzogen. Bauernopfer jener Finsterlinge im Hintergrund,
die ihnen nach getaner Untat im Himmel sechs Dutzend Jungenfrauen zum
Lohne versprachen.

In Wochen, vermutlich schon in Tagen sind niedergelegten Blumen
verwelkt, vom Herbststurm verweht, die Gedenklichter erloschen,
follgeregnet, von der städtschen Müllabfuhr entsorgt, die Krokodile
nebst Entouragen wieder in ihren Palästen verschwunden, der Welt ihre
Fähigkeiten überzustülpen.

Was mich, als halber Türke in unserer Wahlheimat Türkei bei allem
Mittrauern ,böse und zornig macht: die Trauer beschränkt sich, auf Europa. Sind
die in gleicher hoher Anzahl von Menschenopfern wenige Wochen zuvor
vor dem Bahnhof von Ankara lediglich eine Fußnote wert? Die Menschen
sind wohl ja nur diese Türken? Kurden gar? Die Menschen in Suruc an
der Grenze zu Syrien? Die überfallenen Soldaten in Hakkarı? An beiden
Orten waren meine Frau und ich in diesem Jahr, nur zum „falschen“
Zeitpunkt? Sind Türken und Kurden gestorbene Menschen, mit weniger
Wert als gestorbene Menschen in Europa?

Bange wird mir, denke ich an die vielen Verblendeten, welche sich
garantiert unter die Massen, die unregistriert nach Deutschland
gekommen sind, um ihr schauerliches Handwerk von Deutschland aus
weiter zu betreiben? Empfangen möglicherweise mit Teddybären und
umsorgt von Ehremamtlichen und großherzigen Helfern? Die Krokodile
wird es nicht anrühren, Krokodilstränen sind wohlfeil geworden. Armes
Deutschland, armes Frankreich. Aber auch arme Wahlheimat Türkei!

Peter Hockenholz

Du plätscherst so schön…


….. vor gefühlten hundert Jahren, wir waren noch ein verliebtes und verlobtes Pärchen, erzählte mir meine Allerliebste etwas; meine Gedanken ganz woanders: „sprich nur weiter, du plätscherst so schön…..“

Seit einigen Minuten, fast ein halbes Jahrhundert später, hat unser Kitschbrünnlein auf dem Balkon das Plätschern abgenommen…..  Nun lassen wir es plätschern……

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