Die bösen Türken? Und die noch böseren Kurden?


Am Bösesten allerdings finde ich die teilweise von bitterem Hass getragenen Kommentare selbst ernannter „Experten“ in das Thema behandelnden Publikationen. Da muss  man teilweise die Luft anhalten! Da wird mit Drohungen nur so um sich geworfen. Eine Aufarbeitung der Ursachen wird entweder nach Standort oder persönlicher Auffassung geredet.

Von unserer Wahlheimat Türkei aus gesehen ist Deutschland Äonen weit entfernt. Und wird, leider, häufig benutzt, Angst zu verbreiten. Weil die Realität hier nicht gesehen werden will oder weil die political correctness die Fakten nicht sehen mag – oder nicht sehen darf. Ja, es gibt diese tiefgreifenden Dissonanzen zwischen den Ethnien hier! Auf unseren mannigfachen Reisen waren wir, ungeführt und damit nicht „embedded“ viele Male im Kurdengebiet unterwegs, Bis Doğubayazıt an den Grenzübergang in den Iran, bis Hakarı und Bucus an der Grenze zu Syrien, bis nach in die alte Kaiserstadt Ani kurz vor Armenien unterwegs. Immer mit dem Reisebus, hatten immer viel Kontakt zu den Menschen.

Eine gern unterschlagene Tatsache ist, dass der türkische Staat sehr große Anstrengungen unternimmt, nicht nur beim Straßenbau, nicht nur mit seinen Großobjekten. Vor allem auch im Bildungswesen. In Groß- und Mittelstädten sind Dutzende neuer Universitäten entstanden. Ein Stadtbus in Amasya, der Stadt mit den leckersten Äpfeln der Welt, verließ unseretwegen seine vorgegebene Route, der Busfahrer wollte unbedingt, dass wir. die Yabancı, den neuen Campus sehen. Keiner der Fahrgäste monierte das, ganz im Gegenteil!

In der Grenzstadt Ucus, gegenüber der syrischen Stadt Kobanı, war ich in einem Flüchtlingscamp. Dort wie in den anderen Städten „da hinten“ herrschen eben diese Leute, deren Parteinamen zu nennen, nicht ungefährlich sein soll – Peterkönntkotzen. Bei den Geflüchteten sah ich in einigen er engen Unterkünfte ganz offen die große Fahne der Verbotenen hängen und das Konterfei des Bewohners der Gefängnisinsel….

Sagen und diktatorisches Handeln haben ausschließlich Leute, welche die staatliche Ordnung unserer Wahlheimat bekämpfen, und das nicht nur mit Klauen und Zähnen. Ich habe selbst mit ansehen müssen, wie unsere Spenden aus Fethiye und Alanya auf Kamyons umgeladen und anderweitiger Verwendung zugeführt wurden. Bei „den Leuten“, drei fette Bonzen, habe ich per Dolmetscherhilfe lautstark protestiert. Dumme lachende Fressen: lass den Fremden sich nur aufregen, hier bestimmen wir, was geschieht. Mahlzeit!

Die Präsenz des türkischen Staates besteht derzeit aus einigen militärischen Stützpunkten. Deren Möglichkeiten sind durch die Mengen von Flüchtlingen, die noch jeden Tag Schutz suchen, eingeschränkt, aus humanitären Gründen. Wie das alles ausgehen mag, Allah mag es wissen und es die Entscheider hoffentlich wissen lassen. Immerhin hat der Zweitausenfünfhundertzimmerherr es bis zu dieser Stunde geschafft, unsere Wahlheimat aus den Stellvertreterkriegen umliegender Gegenden klüglich herauszuhalten.

Schön´n  Sonntag noch!

 

 

 

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