Die Reise nah Antalya…..


……. sie ist keine der üblichen Reisen; die zwei Stunden Überlandbus sitzt man zu zweit auf einer Backe ab. Die Rückreise der Reise, die eigentlich keine ist, dauerte drei Stunden. Der Bus nach Bingöl sucht eine zusätzliche Stunde die türkischeTundra, irgendwo links und dann halbrechts hinter Serik ab, achtzehn übermüdete Bauarbeiter in die Heimat Anatolien mitzunehmen.

Die jungen Müden gaben sich als Lohnarbeiter alle Mühe, die türkische Tundra weiter mit  Beton zu verfüllen. Eines dieser vielen neuen Hotels, allesamt architektonische Wunderwerke, bekommen Zuwachs. Erst, wenn alle Strände zugemauert sind mit Hotels; wer nur alle diese schönen Bauwerke baugenehmigt…. Fragen ohne Antworten.

Zwischen Hin- und Rückreise einige Tage Antalya, die Stadt der EXPO 2016.

Das alte Kaleici-Viertel, es lebt und es häutet sich, dabei behält es sein Flair. Mittendrin das Patron Hotel. Drei Treppen hoch empfiehlt Hakan bey seine Zuhause auf Zeit mit den schönsten Aussichten. Wir zeitweisen Spaßbremsen finden – natürlich – immer was zu kritteln. Nichts davon erwähnenswert. Wir würden wieder bei Hakan und seiner Boutikbleibe unterkriechen.

Leichte Enttäuschung bei diesen riesigen und in der Provinz so hoch gelobten Einkaufszentren. Sie gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Zwischen die Kiliğis und die Waikikis mischen sich  Charme und Anmut und die Schuhe mit dem angeknabberten grünen D. Das Überangebot mit den Anbietenden erschlägt, doch wollen wir noch nicht erschlagen werden.

Die beiden Museumstage sind abgefeiert, das eine fröhliche Kunstmuseum, wie das eiskalt wirkende Arschologische. Das ist absichtlich so betongeschrieben. Ein Vorhaben hingegen misslang. wir Landeier fanden nicht das richtige Theater, in welchem das Papiertheater der Partnerstadt Nürnberg gastierte. Theater? Nie gehört, selbst die Hotelrezeption passte. Eine liebe Freundin machte in Facebook darauf aufmerksam. Aber was, wenn wenn das internet einmal mehr wissen ließ, dass es nichts von seinem Wissen preiszugeben gedenkt.

Theater? Nein, nicht  d a s  Theater, welches der Staat zur Erbauung seiner Untertanen einst erbauen ließ. Sondern das Stadthteater. Theater? Nie gehört, Aber wartense maa! Da ist doch gegenüber von real so Ähnliches. Einer geht immer noch rein in einen vollen Bus, zweie auch. Auf zu diesem real. Gegenüber in der schon dunkelgrauen Dämmerung eine noch dunkelgrauere bauliche Scheußlichkeit – das Staatstheater. Tage später entdeckten wir das Nürnbergerpapierstadttheater nahe unserer Behausung. Da waren die Papiernen aus Nürnberg schon wieder weg.

Das am Abend erworbene fröhliche Hemd spannte gewaltig über der Leibesmitte, Umtausch angesagt. Die beiden Zusätzlichen seien von erheblich besserer Qualität, als – Einspruch meiner Liebsten, welche im Eingeweide des einen Kragens – Papiereingeweide fühlte. Moderate Preisverhandlungen. Der Wirtschaft geht es insgesamt nicht aufregend gut. Es muss nicht die letzte Lira herausgeknautscht werden. So blieb die Gesichtswahrung intakt.

Mit der wirtschaftlichen Situation steht es nicht zum Besten in diesem Frühjahr. Unsere Hotelresortfreunde in Kemer bekennen auf nachhaltiges Fragen: nein, es ist nicht rosig; wir eröffnen heuer deutlich später, bislang noch nicht eine einzige Anmeldung. Nerven sind allen zu wünschen – und ausreichende Liquidität. Durchhalten!

 

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