Zencefil – auf gut Deutsch ist das Ingwer


img_20160630_193049.jpgdiese aromatischen scharfen Knollen kennt man ja – und so sieht er von oben aus, der Zencefil. Vor Monaten erwarb ich, dem Internet gehorchend, drei schöne Ingwerknollen mit ausdrucksvollen Augen. An drei Stellen im Garten verbuddelte ich sie und vergaß mein löbliches Tun.

Bis nach Wochen an einer Stelle ein kleines grünes Etwas heraus kam und das hatte den typischen Geschmack. Durch Zufall fand ich die beiden Knollengeschwister und pflanzte sie zu der Einen. Nun sind sie alle drei versammelt. So ein Zencefil soll ziemlich groß werden – und nach einer wohl nach Jahren zu messenden Zeitrechnung soll man sie ausbuddeln, ihnen neue fette Rhyzome abschneiden – und Ingwer aus eigenem Anbau lange lange Zeit genießen können.

Jetzt sind sie ja noch unmündig. Aber mal ehrlich, sehen sie nicht schon so aus wie die Dachbalkonpflanze eines grünlichen Politikbeflissenen; wer war das doch gleich noch? Hand auf eines der beiden Herzen: bei  mir ist es wirklich Zencefil…… ählich….

….. na Alter(chen), du hast ja schon wieder die Hosen voll….


Allah sei Dank rümpft meine Liebste bei ihrer Feststellung nicht auch noch die Nase. Hat aber auch keinen Grund dafür. Als Abkömmling aus dem Volke der Dichter und Denker ist immer noch alles dicht da unten. Trotzdem passiert es immer wieder.

Das liegt an der etwas anderen Gartenarbeit in unserer Wahlheimat Türkei. Hier kannst du dir den Spaten und die Harke abschminken, hier ist sie unentbehrlich, die Türkenhacke, die mit dem kurzen kernigen Stiel. Und, im übertragenen Sinne – eine Machete.

Vor allem, wenn die Bäume in den Himmel wachsen und das tun sie ständig. Hair cut mit der dicken fetten Astschere. Das sind immer gleich viele, welche dich von unten her angrinsen: pack uns, entsorge uns. Hoch dem Zeugs, aus dem Wege damit. Die dicken Abgesägten kriegt Ayşeanne, eine unserer liebenswerten Nachbarinnen. Mit der messerscharfen Türkensichel macht sie Hackholz daraus und kocht das Essen, im Moment noch für den abendlichen iftar, das Fastenbrechen, wenn die rote Sonne im Mittelmeer versank.

Die Zweige werden auf den beiden Komposthaufen geschichtet. Auf einem räkelte sich eine über einen Meter lange und daumendicke yilan, eine Schlange, gar nicht so selten hier.

Das hinterlässt natürlich Spuren von Rinden, restlichen zermatschten Früchten, Blut vom aufgeschürften Arm – und die kurzhosige Beinbekleidung – der Alte hat sich schon wieder mal die Hosen voll gemacht…

Alanya und seine schwarzen Schafe – jawoll, die gibt es…


…… sollte wirklich jemand denken, es gibt hier noch einen Nachschlag, ja, den gibt es! Ich habe mir die Kommentare der Enttäuschten, der Betrogenen, der Überdentischgezogenen noch einmal angesehen. Dabei an jene Dame gedacht, der auf eine infame Weise ihre gesamte Alterssicherung abgeluchst worden ist. Sie musste – plötzlich verarmt, ihr Alanya verlassen und lebt verbittert wieder in Deutschland.

Der Tenor der meisten Beiträge: es sind in der Überzahl immer diese Türken, welche die Unkenntnis ausnutzen und sich mit einem oder mehreren gebrochenen Herzen, dafür mit vollen Taschen aus dem Staub machen.

Weit gefehlt! In der Statistik stehen ihnen deutsche Mistkäfer in dieser Stadt nichts nach. Mir kommen da so einige wieder in den Sinn. Vor allem offenbar beim Erwerb von Immobilien. Das Blaue vom Himmel wird dem Ahnungslosen versprochen. Meiner Frau und mir natürlich auch. Bei uns Beiden ging es noch einigermaßen glimpflich ab.

Ich denke an den einen, der sich grosskotzig als den Größten der Branche selbst erhob. Wie schäbig er Menschen, die sich einen Alterssitz ersparten, eine Wohnung mehrfach verkaufte. Nur ein Teil seines Tuns. Nun sitzt, wenn nicht mehr hinter schwedischen Gardinen, dann im geschlossenen Teil einer – früher sagten wir dazu Irrenanstalt.

Ein anderer dieser hochedlen Branche gab sich einen dann doch sehr dünnen Anstrich von Seriösität. Er, der sich brüstete, dass kein Blatt Papier zwischen ihre Freundschaft passt, verduftete sang- und klanglos unter Mitnahme diverser Euros in Nacht und Nebel.

Es sind nicht nur deutsche Männer, auch Frauen, die sich für Maklerinnen halten, laufen bislang unbehelligt und frech wie Oskar in Alanya herum, bis auf diese Minute! Scheinbar seriöse Namen gerade aus der entzückenden Branche der Immobilien betreiben ihre miesen Geschäfte. Als zum alten Eisen zählend fragte ich vor einigem eine ehemalige deutsche Immobilienmaklerin, wem ich, wenn es so weit ist, unsere Hütte anvertrauen solle. Antwort: Niemandem! Klare Ansage.

Also noch einmal zum Mitschreiben: Augen auf im Verkehr. Nicht nur auf der Fünfunddreißigmeterstraße…. Und nicht nur beim Erwerb einer Wohnung oder eines Hauses. Meine positive Erfahrung: eine hallowache Maklerin neben diesem Fluss da in Oba – mit ihrer crew….

Alanya – seine BetrügerInnen – und seine schwarze Liste….


Hülya Karadayi – Zahlreiche Betrugsmaschen!!!!

Hatte ja schon davon berichtet, wie einige euch weissmachen versuchen, die könnten für euch Langfrist-Ikamet bekommen, obwohl der 3 oder 5 jährige noch eine Weile gültig ist, was total quatsch ist.

usw. usw. usw.

Seit eineinhalb Jahrzehnten sind meine liebe Frau und ich hier, seit einem runden halben Jahrfünft sogar ganz. Hülya hat sich wohl längst einen Namen gemacht für ehrliche Informationen und dto. Hilfen. Wir beiden Alten verdanken ihr einen sehr sehr wichtigen Hinweis in Sachen Krankenversicherung; danke Hülya!

Nun hat sie die Courage, bei entstehenden und entstandenen Unregelmäßigen, um das zutreffendere Wort Besch…. nicht zu brauchen, Ross und Reiter zu nennen. Das ist ein geradezu unverschämter Mut! Was mich sprachlos macht, welche Resonanz sie damit auslöst. Wie viele vornehmlich weibliche Leserinnen machen sich Luft über erlebte betrügerische Niederträchtigkeiten – oder auch solche, die gerade eben noch verhindert werden konnten. Alanya scheint die Hauptstadt vorsätzlichen Betruges zu sein.

Jawohl, auch wir haben miese Erfahrungen machen müssen, vorwiegend in der Anfangszeit. Das ging bis zu Handgreiflichkeiten des Bauherrn unserer Hütte gegen mich persönlich. Ich quittierte seine Übergrifflichkeit mit einem kernigen Schlag direkt auf die Schnauze und dem strikten Verbot, sich jemals wieder hier blicken zu lassen. Daran hielt er sich.  Zu den Miesen gehört auch der Herr Oberwichtig, von einer Dame in einem Beitrag entlarvt.

Aber, lassen wir die Kirche im Dorf, meinetwegen auch die Camı. Es sind die unrühmlichen Ausnahmen. Es ist ein gutes Dasein hier unter guten ehrlichen hilfsbereiten Menschen.  Türken, Kurden, Arabern und und und. Und das wärmt!

 

….. England und das versteinte Europa…


Häme ergießt sich kübelweise über Großbritannien. Hunderttausende kippen ihren angestauten Frust und ihren miesen Wortabfall aus über die Insel. Was ist geschehen? Die Insulaner haben von ihrem verfassungsmäßigem Recht Gebrauch gemacht und gewählt. Sie haben, etwas salopp formuliert, die Schnauze voll von Europa.

Die Phalanx der Macher beeilt sich, nun jegliches Abstimmen der Menschen in den noch verbleibenden Mitgliedsländern fix mal eben per Gesetz ein Referendum zu verbieten. Damit ihre Fleischtöpfe weiterhin ausgefuttert werden können. Hat man es sich doch auf Jahrzehnte auch möglichst in die Zukunft hinein gar so gut eingerichtet. Vor allem den Engländern ist das nun mit einem lauten Rülpser sauer aufgestoßen.

Billionenwerte seien auf einen Schlag vernichtet – bitte, welche Billionenwerte? Es sind doch manipulierte Werte, durch nichts, durch gar nichts  besichert – außer durch Schulden. Das Schuldenspiel des Italieners an der Zentralbank in Frankfurt am Main ließe sich gefahrlos auf Jahrzehnte hinaus einer neuen Generation in die Schuhe schieben. Sogenannte Staatsanleihen, die da zum Schein geramscht werden, sind doch das Papier nicht wert.

Immerhin ist es gelungen, meiner Generation noch die Illusion eines geeinten Europas erst zu vermitteln, um es über die Jahre in Grund und Boden zu wirtschaften. Die Folgegeneration leidet unter einer europaweiten Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit. Es ist den Machern geglückt, sich Entscheidungen unter den Nagel zu reißen; wir haben es geschehen lassen, schließlich kam und kommt unser Lebensunterhalt durch Arbeit zustande und nicht aus Quellen, derer sich Wahlbeamte in Brüssel nebst Schranzen ungeniert bedienen!

Millionen Menschen leiden unter dem versteinten Europa. Unser schönes Europa, verkommen zu einem Flickenteppich, einem mit Flecken drin. Glückwunsch, nach da drüben zu der Insel. Ihr habt´s  begriffen – und ihr habt gehandelt. Respekt!

Peter Hockenholz

 

 

…. wenn beide (Kitsch-)Brünnlein fliehiiisen….


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….. das ist das andere, unten im Garten, wie man sieht, voll mit dicken fetten Steinrosen…

Überhaupt: eine etwas mäßige „Ausbeute“ auf gestern – einige Freunde/Freundinnen finden das eines Gefälltmirklicks für wert. Nur einer, Jens aus Altwarmbüchen, findet das schööön…. Nur ein Einziger! Ist denn niemandem  beim Brunnen auf dem Balkone aufgefallen, dass am Hals des Herrn Mars deutliche Fingerabdrücke zu sehen sind? Leider nicht, um dem Gott des Krieges den Hals zuzudrücken. Das zeigt, dass es sich um ein Unikat handelt.

Und noch einmal: alle im Zeichen der Fische Geborenen braucht das Wasser. Sonst werden wir zu ungenießbaren Trockenfischen! So.!

… ganz normal, mein „Kitschbrünnlein“- oder?


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…. meine liebe Frau stellte mein Kitschbrünnlein ihren Damen auf facebook vor, siehe oben. Danke an alle, die es mir nachfühlen können, danke aber an Jene, die es als furchtbar, unaesthetisch, kitschig eben, beschrieb!

Also, ich bin im Zeichen des Sternbildes Fische geboren. Fische, das weiß man doch, brauchen das Wasser, nicht nur zum Waschen und zum Zähneputzen, das reicht bei weitem nicht. Unsere erste eigene Hütte war am Wasser. Die Riehe zu Altwarmbüchen im Speckgürtel Hannovers, mickrig, teilweise mies riechend, für die Blagen ständiger Aufenthaltsort.

Wir haben uns um einiges verbessert, mit dem Ausblick auf das Mittelmeer – und einem ersten rundgemauerten Kitschbrünnlein im Garten. Nun auch auf dem Balkon. Und wie das pladdert, anregend für Nieren und Allgemeinbefinden. Selbst die Sperlinge goutieren das. Vor vielen vielen Jahren habe ich meine damalige Verlobte ziemlich düpiert: Liebling sprich nur weiter, du plätscherst so schön… Fies, ich weiß….

Nun pladdert es, wenn ich den Stecker hineinstecke, verdunstetes Wasser nachfülle und die Schönheit betrachte, es macht so friedlich. Nur ist uns beiden nicht klar – ist die tönerne Abbildung das Abbild des Kriegsgottes Mars – oder ist es eine großkotzige aufgeblasene Ente mit Saschalobo-Kamm obendrauf? Oder was nun?