….. na Alter(chen), du hast ja schon wieder die Hosen voll….


Allah sei Dank rümpft meine Liebste bei ihrer Feststellung nicht auch noch die Nase. Hat aber auch keinen Grund dafür. Als Abkömmling aus dem Volke der Dichter und Denker ist immer noch alles dicht da unten. Trotzdem passiert es immer wieder.

Das liegt an der etwas anderen Gartenarbeit in unserer Wahlheimat Türkei. Hier kannst du dir den Spaten und die Harke abschminken, hier ist sie unentbehrlich, die Türkenhacke, die mit dem kurzen kernigen Stiel. Und, im übertragenen Sinne – eine Machete.

Vor allem, wenn die Bäume in den Himmel wachsen und das tun sie ständig. Hair cut mit der dicken fetten Astschere. Das sind immer gleich viele, welche dich von unten her angrinsen: pack uns, entsorge uns. Hoch dem Zeugs, aus dem Wege damit. Die dicken Abgesägten kriegt Ayşeanne, eine unserer liebenswerten Nachbarinnen. Mit der messerscharfen Türkensichel macht sie Hackholz daraus und kocht das Essen, im Moment noch für den abendlichen iftar, das Fastenbrechen, wenn die rote Sonne im Mittelmeer versank.

Die Zweige werden auf den beiden Komposthaufen geschichtet. Auf einem räkelte sich eine über einen Meter lange und daumendicke yilan, eine Schlange, gar nicht so selten hier.

Das hinterlässt natürlich Spuren von Rinden, restlichen zermatschten Früchten, Blut vom aufgeschürften Arm – und die kurzhosige Beinbekleidung – der Alte hat sich schon wieder mal die Hosen voll gemacht…

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