Wie schlecht geht es der Türkei wirklich?


Einer der führenden türkischen Ökonomen sagt im FAZ.NET-Interview, wie es um die Wirtschaft das Landes steht. Er erklärt, wieso die Türkei von ausländischem Geld abhängt. Und warum eine Finanzkrise unwahrscheinlich ist.

27.07.2016, von Rainer Hermann– FAZ Wirtschaft von heute, 27.07.2016http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/oekonom-seyfettin-guersel-im-interview-zur-wirtschaft-in-tuerkei-14359528.html#GEPC;s6

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Wirtschaft ist ein nicht gar so wichtiges Thema wie z. B. eine Europameisterschaft u. a. Schon ganz und gar uninteressant ein FAZ-Bericht über die Wirtschaft unserer Wahlheimat Türkei. Sollte es irgend einen Europäer geben, den einige Fakten interessieren, ohne vorher gefiltert zu sein – hier oben steht der link.

Nur ein  Faktum daraus: das Etatdefizit liegt aktuell etwas mehr als 30 %. Wer es genau wissen will, wie Mitglieder des vereinten Europa ihre eigenen Kriterien seit Jahren reißen, das Statistische Bundesamt hat die Zahlen – und liefert auch gleich die Begründung mit, weshalb das so  sein muss.

Was ich allmorgendlich in der Presse lese, vermittelt es zu 99,7 % eine einheitlich ablehnende Meinung zur Türkei. Es mag stimmen: was die Politik von oberste Stelle so lostrat und ein gar artiges Kabinett abnickte, ist schon mehr als arg. Aber nützt es, daraus eine wenig schmackhafte Sülze zu rühren und in die Welt hinaus zu schütten?

Was wir schmerzlich in unserem Umfeld sehen müssen, ist eine derzeit sehr darbende Tourismussituation – nicht zuletzt, weil in Germanien ohne Prüfung der Fakten vor Ort kernig gehetzt wird. Der Grundsatz, Angst und Zeitnot sind miserable Ratgeber, wird sträflich vernachlässigt. Nur miese Nachrichten sind offenbar gute Nachrichten.

Mit größter Hochachtung erleben wir täglich, wie die betroffenen Menschen ihre Familien über Wasser halten. Halten müssen und zusehen, wie sie über die Runden kommen. Einer unserer langjährigen Freunde ist aus Fethiye umgezogen nach Istanbul mit der Hoffnung, dort Arbeit zu finden als Fremdenführer. Zwei Hotelinhaberinnen hier in Alanya und in Kemer, ihre Familienbetriebe zu erhalten. Bei jedem Einzelnen, ob Arbeitnehmer oder Patron, ist nachhaltiges unternehmerisches Denken an jedem einzelnen Tag angesagt. Das erzeugt Respekt!

Das ist die Mehrheit der Menschen hier, die nächtlichen „Jubelperser“ auf den Plätzen ist es nicht!! Auch, wenn es zeitweilig danach ausschaut….

 

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