Hin und wieder kippt der Optimismus…


Der Schrei (Edvard Munch)Edward Munch 1893 – aus Wikipedia

… und macht einen mutlos… 1951 in der sowjetischen Besatzungszone, vom Westen in Ostzone umbenannt, noch später in eine deutsche demokratische Republik von den von Dachdeckern und Handwerkern fälschlich als deutsche demokratische Republik umgelogen und westlicherseits nur allzu gern übernommen. Für  mich ist es die Ostzone geblieben, denn das Gebilde hinter dem Schießbefehl war niemals deutsch, niemals demokratisch, niemals eine Republik.

Lange her. Der damalige Vierzehnjährige ist inzwischen nach den Achtzigern. Der kleine Schmächtige erlebte die Verhaftung seines Vaters als Wirtschaftsverbrecher und flog von der Internatsschule. Und erlebte das Jahr vor der Flucht nach Westdeutschland als Lehrjahr in Sachen Wegducken, nur niemals auffallen. Wen du im Radio Sender hörst, die den Bonzen nicht genehm sind, RIAS Berlin vorwiegend, stell den Knopf immer ganz nach links.

Wenn wir unverhofft „besucht“ werden, darf das nicht auffallen, was wir gehört haben. Überlege dir ganz genau, mit wem du was sprichst! Es könnte ein sich freundlich gebender Spitzel sein, der der  Stasi berichtet. Übersieh die Männer in den Gummi- oder Ledermänteln, die ständig vor dem Haus patroullieren.

Wie das? Der Vierzehnjährige sollte keine Freunde mehr haben dürfen? Er hatte sie in der Klasse acht A der Eigenherdschule in Kleinmachnow – in der reaktionärsten Klasse der ganzen Schule. Er lernte, ohne Vater groß zu werden. Seine Urne sieht er noch auf dem Regal der Gärtnerei des Waldfriedhofes stehen. Es war verboten, Besucher zur Beisetzung einzuladen.

Die Männer in den Gummi- und Ledermänteln sind Vergangenheit. Die Klasse acht A der Eigendherdschule ist bis zum heutigen Tage nicht in der Chronik der Schule zu finden, die Kommunisten haben es auch nach der Wende verhindert.

Was diese Erinnerungen hier sollen? Und dann noch ergänzt durch Munchs Schrei?

Nein, nein, Geschichte wiederholt sich nicht! Wirklich nicht? Gedanken aus meiner Frau und meiner Wahlheimat – wo ist diese doch gleich? Auch heute sich jeden Freund mehrfach anschauen, der  seine Freundschaft anbietet?  ihn eher ablehnen? Vorsicht. Feind hört mit? Die Schnauze halten?

Über freundlichen Menschen hier berichten? Über die vielen Sonnentage eines Jahres? Über Restaurants berichten? Über die freundlichen Händler auf dem Markt? Über die Strom-/Wasser- und sonstigen Ausfälle? Über die geschichtsträchtige Vergangenheit? Über meinen „Phaeton“, die tägliche Freude, durch Alanya zu knattern? Natürlich! Und immer schön stromlinienförmig und weichgespült? Häh? Natürlich. Oder?

 

 

 

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