Sur le pont d`Adana, komm, wir tanzen auf der Brücke


…. denn auf dem Original in Avignon ist der bauliche Zustand wohl zu derangiert…

Aber in Adana in unserer Wahlheimat Türkei, ja, da nahm der Alte seine Jungsche in den Arm und versuchte Tanzschritte, bis sie  ihm einen Schubs gab: was sollen denn die Leute denken… Die Stimmung in der milden Abendsonne angesichts der Camı mit ihren sechs Zylindern und die Spiegelung im Wasser – unbeschreiblich! So etwas und so viel anderes erlebst du bei gemeinschaftlichen Reisen mit erfahrenen und auskunftsfreudigen Begleitern.

img_20161120_093500.jpgVierzig Reiseerfahrene genossen mit, das bedarf sorgsamer Vorbereitung einerseits und vierzig Bemühungen des fahrenden Volks in Sachen gelebter Toleranz zueinander – und das wurde immer besser, freundlicher menschlicher. In diesen drei Tagen wurden Freundschaften erneuert und solche neu begründet. Vor allem die beiden Reiseleiter gaben fulminante Kenntnisse unserer Wahlheimat Türkei weiter, wichen keiner kritischen Frage zur aktuellen Situation aus, führten zurück in die Jahrtausende alte Geschichte hinein.

Wir waren zu Gast in Tarsus, Apostel Paulus kam von dort, eine Kirche zu seinem Gedenken ist heute Museum, hergerichtet vom Staat, mit gelegentlichen Gottesdiensten der Christen. Eine Informationstafel weist darauf hin, dass der Name Saulus jüdischen Ursprungs, Paulus hingegen römischen Ursprungs sei. Eine nüchterne Information, ziemlich divergierend zur Umdeutung in Richtung Moral…

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img_20161118_131443.jpgUnter der Grasnarbe und noch weiter tiefer erlebten die Besucher diese und noch viel mehr solcher Wunder. Erreichbar in einer Höhle, erst vor wenigen Jahren nur entdeckt, weil Stachelschweine in Öffnungen verschwanden. Man muss nur aufpassen, wo diese Schweine sich wohlfühlen. Fünfhundert Stufen müssen hinunter und wieder hinauf gelatscht, zumindest mühsam erarbeitet werden. Ich scheute diese Mühen und ließ mir diese Eindrücke per Klickklack nach oben liefern.

Über mindestens ein Dutzend Museen und deren Inhalte wäre ergänzend zu berichten, so viele, dass mein Bedarf, tote Steine zu bewundern und lange Gestorbenen in die Marmorpupillen zu blicken, auf einige Zeit in die Zukunft hinein gedeckt ist. Künftig werde ich mich häufiger auf Kapitäle hocken und geduldig auf meine Liebste warten. Viel war es auf dem Wege und am Wege, noch zu frisch ist die Überfülle von Eindrücken. Sie haben sich ins Herz gegraben. Danke Hülya!

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