Eine Weihnachtsgeschichte – vielleicht


Es waren zwei bärenstarke Handwerker, Erkan und Mahmut, die mit den Bratpfannenhänden,  mit denen sich eine interessante Freundschaft entwickelte. Einer, Mahmut, berichtete glänzenden Auges von einem Verwandten in einem Ort hoch oben im Taurus. Dieser Verwandte  habe als Bürgermeister die Menschen dort so motiviert, dass sie mit ihrer Hände Arbeit und mit immensem Gemeinsinn sich und ihrer Gemeinde zu Wohlstand verhalfen.

„Wir warten nicht auf Wundertaten aus einem fernen Ankara. Wir haben in die Hände gespuckt!“

Freund Mahmut entwarf uns kein Märchenbild eines Landes, in welchem Milch und Honig fließen, aber eine interessante Welt, in welcher Konflikte zu unterschiedlichen Meinungen verkleinern und im Kompromiss zu Taten werden. Vermutlich eine fata morgana? Mahmut und sein Bruder Erkan sind alles andere als Spinner.

Wir sind angefixt, meine liebe Frau und ich! Weicht der Winter da oben hoch im Taurus dem Frühling, machen wir uns auf dem Weg – vielleicht Menschen zu finden. Menschen, die sich resistent machten, Streit, Missgunst und Hader zu überwinden. Neugierig hat Mahmut uns gemacht. Als nüchterne Geerdete laufen wir keiner blauen Blume nach. Aber eine Sehnsucht, die von irgendwo tief drinnen kommt, die macht uns Beine.

Frohe Weihnachten allen, die sich anstecken lassen – und danke Mahmut!

Ein Bild des Ortes unserer sehnsüchtigen Neugier – ich kann es nicht mehr finden, passt mir häufiger im face book. Aber der Name des Ortes steht auf einem schlichten Schmierzettel – muss reichen

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