Feines Futter auf Rädern


Feines Futter auf Rädern

Ein Gerücht geisterte durch die Saraglar Mahallessi: der schmählich von seiner Frau als Strohwitwer Hinterlassene heule gottserbärmlich seine Tränen in den leeren Kühlschrank. Dieweil Frauchen in Schweden vermutlich an schwedischen Gardinen häkelt, hat der Alte nichts zu brechen und zu beißen. Da Gerücht vemittelte vermutlich den Eindruck, dass der vielleicht noch eine dünne Scheibe mit Margarine aufkratzt.

Das Gerücht erreichte auch Susanne und Manfred vor der Haustür und sie trugen gar schwer an einer Forelle. Von Manfred bei der Metro selbst geangelt und von ihm geräuchert. Da hatte alle Not ein Ende. Eine Hälfte von ihr schwimmt in Äffäss malt in mir, die andere ist morgen zum Frühstück dran.

Also die Forelle war wirklich XXL und erlaubte einen Mehrfachnutzen. Die Transitkatze nahm sich des Kopfes an, den armen Straßenkötis gehört Haut und der Rest, fein serviert auf Famila-Papier aus Neustadt/Holstein. Das Angebot der Fütterer, unserer lieben Freunde ergänzt das leckere Futter: wenn dich hungert, komm, in unserem Kühlschrank findest du immer etwas Essbares.

Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde! Susanne, Manfred, ihr Superfreunde, ihr habt mir den ohnehin schönen Abend mit einem Superfutter noch aufgepeppt! Danke. Danke. Danke!

Das Gerücht
1943/1953

Das Gerücht – Weber-Museum/Werk

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s