Guten Morgen, ihr Götter da oben auf dem Berge Nemrut


Heute treffen wir wieder aufeinander, ganz  genau so wie vor zehn Jahren; erinnert ihr euch noch an den Kahlkopf  mit der seiner charmanten Ehefrau? Nicht´ mehr? Problem yok. Ihr hattet ja mehr als genug Volk zu ertragen, Japanerherden mit Regenschirmen, andere Glotzer. 

Inzwischen kostet es in deutschen Landen ja saftige Strafen, wenn ein wichtiges Herumstehchen Helfer beim Helfen behindert. Aber euch ist ja nicht mehr zu helfen. Schaut ihr deshalb fast alle so in euch gckehrt? Kein fröhliches Herumgealbere mehr im Götterhimmel, kein baccantisches Gekichere mehr. Kann ich verstehen. Ihr Götterköppe steht ja auch bei Wind und Wetter auf dem Nemrut herum. Sogar die Futtergöttin Demeter gibt die Dame ohne Unterleib, bitter. Immerhin habt ihr zu euren Zeiten ja schon den Proporz erfunden und Demeter da mitmachen lassen. Wo sie am wenigsten stört.

Wir kleinen Menschlein haben gelernt von euch – oder weshalb haben die roten Götter hinieden eine Bauministerin; es unschicklich und euch gegenüber grob unhöflich, solcherart abzuschweifen. Wenn erst der Herr mit dem Haifischgrinsen und dein Eisaugen uns` den Kanzler machen sollte – ihr Götter mögt es verhindern.

Seid getröstet, heute kommen Andreas, Deniz und Pättärr zu euch da rauf. Wo ihr seid, und wo wir heute sein werden, da ist eben oben. Die Sonne hat ihre Frühschicht schon beendet, kein göttliches Morgenrot mehr erlebt, das kommt vom langen Schlaf. Um sechs morgens ratterte der Traktor vom Hof und das Leben ist im vollen Gange.

Der kernige Landwirt berichtet, dass er sieben Söhne habe, verlacht dröhnend den Blindgänger mit lediglich einer Tochter. Sprachhürden verboten mir die Frage, ob es sieben auf einen Streich waren; ein winziger Rest Anstand verhinderte das zusätzlich.

Andreas und Deniz schlafen noch, nur einer sitzt in in der Sonne und arbeitet. Ich Glücklicher. Hier im Dorf Karadut gibt es eine ausgiebige Infrastruktur: der eine miese kleine aus der Zeit gefallene kleine Laden führt ein riesiges Sortiment ältlicher Kekse und diesen Industriesüßigkeiten, vor denen sogar die Glotze warnt. Hergestellt wohl schon zu euren Zeiten da oben und heute teure Verblichene. Meine beiden Begleiter ficht das nicht an; Chips und Co. schmecken immer, sie würgen das Zeugs in sich hinein.

So ihr Göttergroßopfeten, noch ein paar Stunden, dann sind wir bei euch und bitte wenn es nicht gar zu gottlos ist, ein freundliches Gesicht bitte! Zeusi, wir kommen!

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