SKYPE – ich habe fertig mit dir . . .


. . . diese ist mein letzter Kontakt mit dir, du über Jahre hinaus so angenehmer Kontakt!. Du hast mein Konto gesperrt, weil du so überaus fürsorglich bist. Weil du mich nicht erkannt hast. Soll ja vorkommen, so etwas, das kommt vor. Wenn man es will, gibt es Mittel und Wege, wieder zueinander zu finden.

Nicht so bei dir; seit du aufgekauft wurdest, bist du fies geworden! Erstens hast du nie mit mir gesprochen. Du teiltest ex cathedra mit, noreply. Lass mich in Ruhe, öde  mich nur nicht an. Antworteten hattest du im Dutzend billiger, such dir einfach eine halbwegs passende heraus. War sie hilfreich genug, fragtest du. NEIN, zu keinem Zeitpunkt.

Der Kontakt zum himmlischen und sich unverzichtbar wähnenden Skype zeit sich schwieriger als ein Gebet zum Schöpfer der Erde. Den ruft man an und erhält je nachdem klare Antworten.

Skype, der du über den Wolken wohnst: erzähle uns erstmal, wann hast du das letzte Mal geskypt, welche Schuhgröße hatte deine Mutter, insoweit vorhanden gewesen, was hast du am 17.4.2015 doch gleich zu Abend gegessen; du willst gar keine Antworten, sondern den genervten Skyper beschäftigen. Aber der will nicht mehr!

Dann machst du kryptische Reihen, reichlichst vorhanden – tippe zum Beispiel Großesskleinc-halbgroßhunlesbarescergänztquergestelltese – nicht geklappt, das nächste Kryptische, könnte unendlich weitergehen,  als meine Geduld reicht .Macht sie aber nicht!

Sinngemäß mailst du mir: wenn du zu dämlich bist das zu tun, was wir wollen, dann melde dich doch erneut an. Mach ich aber nicht; Schnauze  voll von Skype! Steckt euch das Guthaben an den Hut, an das Cap, kauft euch Fassbrause davon.

Oder geht in euch und überweist es auf Peter-und-Luise, Skepsis ist angesagt. UND TSCHÜSS skype! Es gibt Alternativen. Punkt

 

. . . Hohlkörper . . .


Schön und attraktiv sind sie, die Schönen mit der ansehnlichen Taille. Hängen herum und klappern, wenn ein Lüftchen sie nur anhaucht. Hohl sind sie und, nimmt man es genau, zu nichts nütze.

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Vor Jahren erhielt ich einige dieser hohlen Dinger, die noch etwas Leben in sich bargen – und die sorgen für Nachwuchs. Der hangelt sich, wie soziale Ranken es vormachen, an Hilfen in die Höhe, braucht viel Nahrung, viel Zuwendung. Dann hängen die dicken Grünen im Herbst wieder herum . . .

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Schön sind sie und wenn sie hängen, auch sehr ansehnlich. (Liegt wohl an meiner Einstellung,dass ich  im Zusammenhang mit Kalebassen immer an Politiker*innen denken muss . . . ). Etwaige Ähnlichkeiten mit solchen sind – natürlich – nicht gewollt! Auch nicht mit Leuten, die Politikern in vorauseilendem Gehorsam nach dem Munde schreiben . . .

Join UP! to Turkey!


Join UP! to Turkey! Deutlicher als dieser nicht mehr übersehbare Appell auf dem Bus kann man nicht liebevoller einladen in unsere Wahlheimat Türkei. Leute von ganz weit hoch oben haben Probleme in der Gastronomie, in der Hotellerie, in der ganzen Geschäftswelt ausgelöst, die es vor zwei Jahren in dieser Weise noch nicht gegeben hat. Ihre Dorflautsprecher und Bauchredner blöken, dass alles nicht nur so wie herrlich  immer sei oder gar noch furchtbar viel besser wurde.

Sie helfen nur zu gerne mit gezinkten Karten, die Wirklichkeit gar positiv einzufärben. Wir ganz persönlich kennen die Besitzer einiger Hotels. Sie arbeiten sich ab, sie lassen sich sehr sehr viel einfallen, um weiter zu bestehen. Nur das berufsbedingte Lächeln gefriert ihnen zuweilen im Gesicht.

Sie tun alles, wirklich alles wirtschaftlich gerade noch Vertretbare, ihre fortbleibenden Dauergäste zurückzugewinnen. Um wenigstens die notwendigen Grundkosten noch zu erwirtschaften. Viele Mitarbeiter dieser Häuser arbeiten buchstäblich zu Löhnen weit unter dem Niveau. Nur, um ihre berufliche Heimat zu erhalten. Manche Geschäfte haben nur noch Schilder in den Schaufenstern.

Liebe Freunde in Deutschland, in Europa! Lasst sie nicht hängen! Kommt, wenigstens ein paar Tage, wenige Wochen oder länger hierher in die Türkei! Ihre Sehenswürdigkeiten sind so schön, so erhaben wie eh und je! Die Gastfreundschaft, diese unübertroffene Gastfreundschaft, du erfährst sie jeden Tag. Hierher kommt man nicht als Gast und geht als Freund! Hier empfängt man den Freund und vertieft diese Freundschaft von Jahr zu Jahr, von Urlaub zu Urlaub.

Freunde in aller Welt, nehmt einen Billigflieger oder einen der Luxusklasse, insoweit es diese noch gibt! Kommt, so wie ihr seid, unverhofft und unreguliert, ihr findet euer Hotel, eure Pension. Kommt einfach an in Alanya, oder irgendwo sonst in diesem Lande. Unsere türkischen Freunde sind vorbereitet, Niemand muss unter der Brücke über den wild schäumenden Dimçay pennen. Versprochen.

Kommt, damit das gewohnte Familienhotel auch in der kommenden Saison oder außerhalb dieser noch vorhanden ist! Hoş geldiniz und iyi yolculuklar!

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Erlkönige . . .


Irgend so einer aus dem  meistens verregneten Hamburg findet eine alte Aussage eines Nichtmehrministers in Sachen Autobau in unserer Wahlheimat. Innerhalb von zwei Jahren soll das Auto im Markt sein. In diesem Jahr also. Der Nachfragende hegt Zweifel.

Hier sei festgestellt: das Auto gibt es wirklich und es läuft und läuft und läuft in Alanya und Umgebung herum. Es ist nur nicht jedem erkennbar, was da unter der Motorhaube steckt. Als epochale Neuentwicklung gibt man sich nicht sogleich zu erkennen und verbirgt solche vor der weltweiten Markteinführung in den Schutzmantel eines Erkönigs.

Man sieht ohne Brille, dass lediglich noch die Windschutzscheibe eingepasst werden muss. Ganz aktuell werkelt Yusuf usta noch ein wenig an der Elektrik, er hat vergessen, die Hupe mit Strom zu versorgen. Eine Petitesse, sonst läuft alles rund. Lediglich am Hügel in die Sarağlar Mahallesi hinauf wird er etwas kurzatmig. Da wir aber in unserer Wahlheimat ziemlich entschleunigt leben, ist das Keuchen bergauf auszuhalten. Sein rasantes Anzugsvermögen zeigt er an  der Ampel. Die ganze internationale Autokonkurrenz schaut hinterher.  . . . Wo isser denn? Wech isser . . .

Der internationale Markteintritt erfolgt, wenn nur noch ein wenig am Immitsch poliert wird und angeordnet wird, wo dieses angeschraubt werden soll.

„Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht“? „Mein Vater, sieht du den Erlkönig immer noch nicht?“

 

Ramazan – der Fastenmonat


Allen unseren Freunden und Bekannten, die aus Gründen ihres Glaubens den Fastenmonat begonnen haben: eine froh machende Zeit!

Auch ich habe mir eine Fastenzeit verordnet: Enthaltsamkeit der Lektüre einer lokalen Onlinepublikation. Die gestrige Veröffentlichung eines Großkücheneimers voller unverdaulicher Sülze ließ das Maß überlaufen!

Das da Jemand diese Sülze zusammen schmierte, ist dessen, vielmehr deren Sache. Das ein anderer, resp. eine andere sich diese Schmierage zu eigen macht und sie teilt, das ist  unbekömmlich für Magen, für Herz, vor allem für Seele.

Investigative Journalisten mahnten, auch mich: es ist besser, du lehnst dich in deiner Wahlheimat Türkei „nicht zu weit aus dem Fenster“ – halte dich zurück mit Meinungen, die nicht dem main stream entsprechen. Schreibe wie es die Bienchen machen, berichte über die Blumen im Garten, über deine freundlichen Nachbarn und überlege ganz genau, über was du mit wem sprichst. In der Ostzone erlebt – und über die Jahrzehnte mitgeschleppt, muss ich mir Vorgestanztes nicht mehr antun.

Ramazan = Zeit des Fastens.

Endlich mal Dampf ablassen können . . .


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Endlich mal Dampf ablassen können . . .

Das ist das Geburtstagsgeschenk meines/unseres Schwiegersohnes Thorbjörn, genannt Tobba, Andersson aus Örebro irgendwo da hinten in Schweden. Gestern Abend mitgebracht von meiner lieben Frau. Thor ist entlehnt von Thor, dem Donnergott aus der Sage, der weiß wo der Hammer hängt. Björn ist der Bär. Tobba, einer dieser friedlichen Nachkommen der Wikinger, bei dem jedes Wort hundert schwedische Kronen kostet und der in seinen Berufen erstens Schwiegersohn und zweitens Spielkind ist. Und Besitzer dieser Dampfmaschine.

Von selbiger riss er sich los, um sie seinem Schwiegeralten zum Geburtstag zu übereignen – ein richtiges Opfer für den freundlichen friedlichen Kerl. Der nicht mehr bei Temperaturen über fünfzehn Grad Celsius unter der Hitze stöhnt, wenn er hier ist.

Von dieser Schönheit von mindestens zwei Generationen vor uns gibt es irgendwo noch ein Video, das zeigt, wie er sich die Pfoten verbrennt, als er das kleine Pfeiflein ertönen lässt.

Danke lieber Tobba

Bild könnte enthalten: 1 Person, sitzt und Innenbereich

 

 

Der erste Tag mit „Phaeton“


Der erste Tag mit „Phaeton“

Er ist wieder da – seine Erholungsphase ist beendet, er klingt wieder gesund. Die drei von der Tankstelle grinsen, freuen sich, uns wieder betanken zu dürfen. Der neue dort schnüffelt innen am Tankdeckel, keine Sucht, Sorgfalt. Ist manchem schon  passiert. Phaeton bekommt erst mal sein Frühstück, ganze acht Liter in den Magen.

Es ist keine Vergnügungstour, es ist eine Frachtlieferung: zwei Kilogramm kara dut,schwarze süße Maulbeeren für unsere Freundin Aynur da unten in Alanya. in drei Rückspiegeln sehe ich noch, wie sich die drei Tankstriefchen das Grinsen aus dem Gesicht wischen, wir kennen uns ja.

Phaeton kann sein ungestümes Temperament wieder bremsen und das beruhigt. Oh, wie süß und anregend der über eine Woche lang vermisste Sound  meine und der Umwelt Ohren wieder erfreut. Der Luftaustausch zwischen in der Passagierzelle und außen funktioniert reibungslos: tausche unnachahmlichen SOUND gegen mit diesem Dioxin angereicherten Abgase. Es geht wieder in den Großstadtverkehr in der Metropole Alanya.

Der kleine Große holt seine bullige Kraft und seine Drehzahlen aus dem Keller und liefert diese an die frisch gefettete Kette.  „Kraft aus dem Keller“ ist natürlich Schwachsinn, aber den schreibt die Fachpresse  – und ich habe den einfach abgeschrieben – System Lügenpresse. Die Straßenlage ist hoch komfortabel, ohne irgend elektronisches Verschleissteil  findet er jedes Loch und jede Unebenheit unterwegs und meldet es an die Wirbelsäule. Das härtet besser als jegliche Muckibude ab.

Eine Mahnung an Schwangere und Rheumatiker: vor dem Einsteigen fragen sie bitte ihren Arzt oder Apotheker. Die mit dem Rheuma haben als Notration hoffentlich diese gelbe Salbe aus der Apotheke neben Lesebrille und Gesangbuch im Pompadour. Gesangbuch als Schutz vor „näher mein Gott zu dir!“ Schließlich leben wir in einer muslimischen Kultur. Und das sogar gerne. Es gäbe mehr dazu, aber die hausintern korrekte Zensur würde mir da gewiss einiges streichen. Mit Recht, Vorsicht sei die Mutter der Porzellankiste, besonders hierzulande …

Aynur hingegen freute sich und sicherte sofort die Rückfracht und davon viel. Hat nicht nur ein Herz für Kinder. Ihrer Meinung nach sah der Strohwitwer allzu verhungert aus. Ceytin, der Köter mit dem Namen Olive. Herrchen Rıza kehrt morgen von seiner Reise zurück, kann er sich seine Finger von dem Olive wieder maniküren lassen.

Das Ende einer Dienstfahrt mit gegenseitigem Austausch leckeren Futters. Phaeton schläft nach seinem ersten Arbeitstag nach der Kur. Soför gleich auch.

Nur noch wenige Tage und Phaeton und die Umwelt sieht uns wieder eng aneinandergekuschelt nonverbale Kommunikation neu einübend zum Beispiel zur Metro rasen, mit ständigem Blick die hier landesüblichen Rechtsüberholer beachtend.