Hi Nemrut, wir sehen einander wieder – Inshallah!


Hi Nemrut, wir sehen einander wieder – Inshallah!

Bildergebnis für Nemrut Türkei Bilder kostenfrei Bild Sunexpress

Expo Zweitausend in Hannover – Großes Bild des Berges Nemrut im Pavillon der Türkei – Sehnsucht.  – steiler Aufstieg – freundlicher Ruf Taksi Taksi – ein Eselchen sollte den Alten nach Oben transportieren – höflicher Empfang der steinernen Herren hoch oben auf fast dreitausend Metern – angefixt – trotz Heerscharen fotografierender Japaner – trotz leicht nässender Kälte dieser Sonnenuntergang – er wurde erlebt –  das war im Jahr zweitausendsieben.

Die Droge Nemrut wirkte ein Jahrzehnt nach. Heute, am, dreißigsten Juli 2017 Buskarten erworben für den kommenden Sonnabend abends um zwanzig Uhr für den kleinen Weg Alanya Otogar nach Adyaman. Ankunft am Sonntag gegen neun Uhr. Dann nur noch so sechzig Kilometer weiter in das Kaff am Fuß unseres Zieles. Die Erfüllung der Sehnsucht und des Wiedersehens mit dem Weltkulturerbe Nemrut. Mit von der Partie meine beiden Freunde Andreas und Deniz. Die beiden Berliner und Freunde seit sieben Jahren sind neugierig, die andere, die ursprüngliche Türkei außerhalb der ausgelatschten Touristenrouten kennen zu lernen und in die Zeit um runde achthundert Jahre v. Chr. einzutauchen.

Bildergebnis für Nemrut Türkei Bilder kostenfreiBild Göbeklil Tepe – mit der Hoffnung, den Großkopfeten mit dem ersten Sonnenstrahl unsere Aufwartung machen zu dürfen . . .

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An der Südflanke des Taurusgebirges, auf 2.159 Metern Höhe, begraben unter knapp 200.000 Kubikmeter Geröll und Felsgestein, vermuten Archäologen die Grabkammer des sagenumwobenen Herrschers Antiochos, der einst die Mythen der alten persischen Großreiche in Einklang brachte mit dem Lebensstil der Griechen und Römer.

 

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Auf Euch soll´s rote Rosen regnen . . .


Auf Euch soll´s rote Rosen regnen . . .

Bild könnte enthalten: Dämmerung, Himmel, Ozean, Natur, im Freien und Wasser

Abend am Eğirdir See.
Akşam Eğirdir gölünde Foto Luise Hockenholz

Dieser See soll, neben Isparta, der einzige Hinweis auf die Geographie sein, die ein Wochenende mit uns verbracht hat. In Sachen Rosen, Rosenfest, Rosenmarmelade, Rosenschmiere für Gesicht und Hände, Rosen um die Hirne von Rosenreslis und Rosinanten gewickelt. Rosen eben.

Rosen, jene ungezähmten Ursprungs, wie sie einst der Schöpfer den Menschen zur Seite stellte, sie wachsen zu Millionen hoch oben im Taurus um die Stadt Isparta auf der Taurushochebene. Unscheinbare Blüten, die in diesen Wochen zu Millionen geerntet werden und deren Duftwunder uns erfreut. Einige Dutzend durften wir mit kalten klammen Fingern selbst ernten. Nun verduften sie allzu schnell.

Vier Kilogramm Rosen sind vonnöten, um ein einziges Gramm kostbaren Rosenöls zu erlangen. Die Werkanlagen, in welchen die Kostbarkeit gewonnen wird, nichtssagende kühle Technik. Sehens- und hörenswert, wenn Osman bey, Herrscher über die  Damaszener Rose, ihre Herkunft und ihre Ausbeute berichtet. Im Herbst sei die Freundschaft  erneuert und für das  Frühjahr eines hoffentlich neuen Jahres verspricht er uns vorgezogene Stecklinge der optisch so unscheinbaren Sorte, die  so unendlich gut duftet.

Der Abend am Eğirdir See, er soll der zweitgrößte Binnensee unserer Wahlheimat Türkei sein, war der Höhepunkt nach dessen Umrumdung. Lichtkristalle auf dem Wasser, Sonnen- und Schattenspiele an schroffen Felsformationen, Blüten, die Aufnahme jeder Faser an Eindrücken. Kleine Pausen fast im Minutentakt, halt  mal, guck mal da den Stein, die Blüte, den Eindruck. Klaudias Finger am Knopf der Kamera angeklebt, hier wächst ein neues Fotobuch heran.

Die Bedürfnisse des Alten erheblich näher am Boden. Ist erst alles wieder korrekt verpackt, sieht er das Naheliegende,  Wachsende. Frische nach Natur duftende Wacholderbeeren auf Augenhöhe. Sie konservieren sich selbst und warten auf Futter, das nach Wacholder schmecken soll. Hmmm…

Alte und verdrießlich gewordene Kerle sind abhold einer jeglichen neuen Freundschaft. Abendliche Gänge in der Dämmerung und in der Dunkelheit veränderten die Sichtweise. Knut und ich erklärten einander die Welt auf der nächtlichen Rückkehr von einer missratenen Lokalempfehlung. Unsere Welten lagen gar nicht so weit auseinander… Riecht und schmeckt nach mehr! Abschied zwischen Dreitage- und Vollbartkontakt rechts und links, nicht politisch umdeutbar. Knut, Knuhuut, machen wir bald weiter in Sachen Freundschaft zwischen Bizim köy und Sarağlar Mahallesi? Grüße und Dank!

 

 

Reise-inspirations by Otogar


Frühling wird es allerorten, heute hier hinter dem wild schäumenden Dimçay kommt er mit sonnigem doch eiskaltem Brausen, bläst die Krümel des letzten Winderschlafes aus den Augen. „Wo hin in unserer Wahlheimat Türkei fahren wir denn?“ Meine Liebste insistiert; wo hin ich denn gerne … Grunzen über den Frühstücksteebechern, meine zugegeben unhöfliche Antwort:

Da, wo ich hin, oder gerne nochmals reisen würde: şanlı Urfa, noch einmal zu den Großkopfeten hoch auf dem Berge Nemrut, nach Karamanmaraş, noch lieber nach Dayarbarkır ins noch unbekannte und und und, alles belegt mit Bedenken, derzeitigem Bedenken.

„Warum fahren wir nicht einfach – so, wie vor über zwanzig Jahren aus Deutschland: in die Türkei? Wir latschen einfach zum Otogar, lassen uns von den vielen Anbietern und ihren Aushängen inspirieren? Oder wir trotteln an den abfahrbereiten Fernbussen vorbei – wer fährt wann wohin – und buchen zwei Plätze im abfahrbereitesten Bus und dann schaun wir mal … es ist fast überall so schön, so interessant in unserer Wahlheimat – und überall auf unseren vielen Reisen trafen wir interessante Menschen und die für die Türkei bekannte Gastfreundschaft. Ein Bettchen finden wir überall…Ob wir schon mal probeweise auf dem otogar flanieren, frisches zimmit auf der Faust….

Aber nun reist meine Liebste morgen gleich sehr früh am Morgen mit der Lehrergewerkschaft für mehrere Tage in ein Thermalhotel – iyi yolculuklar, Luiza! Schließlich hast du mir das Tiefkühlfach lecker vollgekocht …

Im November reist du – tanzend – auf einem Kamel nach Dubay…


Im November reist du – tanzend – auf einem Kamel nach Dubay…

Da gab es in diesem unserem facebook so eine bunte lange Liste: gib den jeweils ersten Buchstaben Deines Vornamens, deines allerwertesten Namens und den Geburtstag ein; das Ergebnis überraschte, siehe weiter oben. Sei es drum, aber dann kamen die Fragen! Schließlich kommt auch der nasse Monat immer so plötzlich. Schließlich will das vorbereitet sein.

Kann ich meine Liebste mitnehmen, es ist doch Urlaub – muss sie sich schon auf dem Ritt geziemend verhüllen – muss sie im Damensitz reisen oder, mit ziemlichem Abstand natürlich – hinter mir – oder sitzt sie vor mir und dem Kamelhöcker? Was trägt der gelernte Weltenbummler an Kleidung – so ein Arafattuch um den Faltenhals – die Glatze mit Turban bedeckt  landesübliche Bekleidung? Gibt es vielleicht einen Mitreisenden, auch mit PHB?

Das Reisevehikel Kamel – gibt es Expresscamels, die einen Zahn zulegen oder nur diese müden Trampeltiere, wie man sie in Alanya während der Saison gelegentlich wahrnimmt – wenn es 2017 überhaupt so etwas wie eine Saison gibt – findet man auf dem Ausflug nach Dubay genügend schnellgastronomische Etablissements mit Extraschalter für Kamele und die Reisenden oben drauf oder muss ich immer wieder runterklettern – und beim Aufsteigen schon wieder hungrig sein? Oder wie sagt man dem Trampeltier: runter mit den Vorderhufen, damit ich wieder oben schweben kann?

Wie verhält sich man beim Ritt über die Grenze, wenn die Beamten nach Vorschrift handeln und sich nachhaltiger informieren wollen, ob man als Ungläubiger erkannt und trotzdem rein darf? Hose runter, hä?

Wie ist das korrekte Auftreten in Dubay? So ein Riesenkamel kackt ja auch Riesenbollen – mitten auf Dubays Prachtboulevards – muss ich genügend Bimtüten mitführen – bleiben die Bollen im Lande für die Armen zum Heizen – vielleicht gibt es da bei so viel Öl gar keine Armen – oderwas macht man damit?  Wie geht das beim Zoll? Werden in der rush hour Kamele rechts und links überholt – so, wie das bei Türkens üblich zu sein scheint, jedenfalls aus der Perspektive des „Phaeton“? Muss mein Kamel abends beleuchtet werden? Wo schläft es? Was kriegt es zu essen? Muss der mitgeführte Herzschrittmacher sich dem Rhythmus des Viehs mit den weichen Sohlen anpassen oder ist das umgekehrt?

Fragen über Fragen, aber eine der Wichtigsten: wie läuft das ab, wird man erwartungsgemäß bei Hofe zu Tisch gebeten? Hat der Palast einen Stuhl für den halben Türken, oder muss er gleich den Gastgebern zu Boden gehen und seine Rheumahaxen halb unter sich und  halb unter dem Tischdeckenteppich verstecken?

Gibt es ein adäquates Damenprogramm und low carb Gerichte für meine Liebste? Darf sie nach den Damen im Harem fragen, sie besuchen?

Da die Reise tanzend zurückzulegen ist; gibt es in Alanya eine Tanzschule für wenigstens die Grundschritte? Es muss ja nicht gleich der Solotanz auf einem der Kamelhöcker den Sprung in eines der Kulturprogramme im deutschen Fernsehen gezeigt werden.

Es wird schon eine interessante Zeit bis zu dem immer so plötzlich über einen hereinbrechenden November werden. Ich spreche mir Mut zu! Wenn Hannibal mit seinen Kampfelefanten die Alpen überquerte, werde ich wohl das Kamel und uns beide sicher nach Dubay echauffieren. Noch etwas: was heilt einen durchgerittenen wunden Hintern?

liegendes Kamel

 

. . . na toll! Die Damen und Herren Sozen beschädigen den Präsidenten der Bundesrepublik schon, bevor er gewählt ist. Absicht? Neid gar? Oder allzu schlichte Vollpfosten!

Die Manöverkritik folgte schnell: Der SPD-Landesverband nannte die eigene Aktion „ungeschickt und unangebracht“.

Der Landesverband reagierte flink und löschte den Tweet.
spiegel.de|Von SPIEGEL ONLINE, Hamburg, Germany
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Kommentare
Peter Hockenholz
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  1. Wo hast du in der Vergangenheit gearbeitet?

    5 freizugebende Elemente

  2. Steckbrief
    Verwende Details aus dem Bereich „Info“ für deine Biografie
    Nach einem langen Arbeitsleben, vorwiegend als Selbständiger, wollte ich mit meiner Frau in einer anderen Kultur leben. Über unser Leben, unseren Alltag, unsere Reise in der Wahlheimat Türkei gibt es…
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    2. Klaudius Hanke
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      Bianka Warzecha
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      Volker Schurig
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      Hasnain Kazim
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      Bea Bella-Moritz
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      Erkan Çolakoğlu

      Gisela Manteuffel

      Herbert Beyer

      Fra Ro

Reise Reise – im November auf dem Kamel tanzend nach Dubay


Mir ist für den November im Jahre des Herrn Zwanzigsiebzehn geweissagt: Du machst  eine Reise nach Dubay, singend und tanzend auf einem Kamel.  Tolle Aussichten, die einer Vorbereitung bedürfen. MR =´Manfred Rother veröffentlichte diese Liste möglicher Urlaube … was natürlich Fragen aufwirft, denn im Nu ist es November – und ich bin nicht vorbereitet!Bild könnte enthalten: Text

Ich wurde auserwählt mit meiner Buchstabenkombi PHB. Ich könnte mir das schon vorstellen, aber:  es gibt eine Fülle von Fragen, die vor der Kameltour nach Dubay zu klären wären!

Kann ich meine Liebste mitnehmen, es ist doch Urlaub – muss sie schon auf dem Ritt verhüllen? – muss sie im Damensitz reisen oder, mit ziemlichem Abstand natürlich – hinter mir – oder sitzt sie vor mir und dem Kamelhöcker? Was trägt der gelernte Weltenbummler an Kleidung? Führt das geehrte Haus Boyner im Alanyum die landesübliche Bekleidung? Gibt es vielleicht einen Mitreisenden, auch mit PHB?

Das Reisevehikel Kamel – gibt es  Expresscamels, die einen Zahn zulegen oder nur diese müden Trampeltiere, wie man sie in Alanya während der Saison gelegentlich wahrnimmt – wenn es 2017 überhaupt so etwas wie eine Saison gibt – findet man auf dem Ausflug nach Dubay genügend McDoofs mit Extraschalter für Kamele oder muss ich immer wieder runterklettern – und beim Aufsteigen schon wieder hungrig sein? Oder wie sagt man dem Trampeltier: runter mit den Vorderhufen, damit ich wieder oben schweben kann?

Wie verhält sich man beim Ritt über die Grenze, wenn die Beamten nach Vorschrift handeln und sich nachhaltiger informieren wollen, ob man als Ungläubiger erkannt und trotzdem rein darf? Hose runter, hä?

Wie ist das korrekte Auftreten in Dubay? So ein Riesenkamel kackt ja auch Riesenbollen – mitten auf Dubays Prachtboulevards – muss ich genügend Bimtüten mitführen – bleiben die Bollen im Lande für die Armen zum Heizen – vielleicht gibt es da bei so viel Öl gar keine Armen – oder darf man sie ausführen? Wie geht das beim Zoll? Werden in der rush hour Kamele rechts und links überholt – so, wie das bei Türkens üblich zu sein scheint, jedenfalls aus der Perspektive des „Phaeton“? Muss mein Kamel abends beleuchtet werden? Wo schläft es? Was kriegt es zu essen? Muss der mitgeführte Herzschrittmacher sich dem Rhythmus des Viehs mit den weichen Sohlen anpassen oder ist das umgekehrt?

Auf dem Trip soll ich ja freudig tanzen – nur auf dem Wege oder auch auf dem Dubayer Marktplatz? Wo kann der Tanzmuffel – bis zum Aufbruch in Alanya schon Tanzunterricht nehmen. Nur ganz Einfaches; ich will nun nicht gleich Pirouetten auf dem Camelhöcker hinlegen; Schwindelgefahr, nicht nur für Camel.

Wo parke ich meine liebe Luiza, wenn ich bei Hofe derHerrscher dem da aus der Türkei die Hand schütteln darf, Küsschen rechts, Küsschen links empfange, mit ihm und seiner Entourage Wasserpfeife schmauche? Exotisches mampfen soll? Kamelschinken von meinem treuen Trampel auf dem langen Marsch? Der Gast von hinter dem wild schäumenden Dimçay lebt als bekennder Fleischfutterer nicht nur von Salatblättern allein. Hat das Herrscherhaus einen Stuhl für den Rheumatiker – oder muss dieser seine wehen Knochen auf der Erde unter das Tischtuch stopfen? Man will ja schließlich auch nicht als Trampel vom Lande auffallen. Schein wird auch in Dubay mehr als Sein goutiert?

Was geschieht, wenn tiefschwarze Glutaugen aus einem Sehschlitz den Reisenden anziehen? Wird da schon die Bastonade, fünfzig Stockhiebe auf die Fußsohlen, fällig? Werde ich Zweitbürger mit Dubayischem Pass, wenn es mir gar zu gut gefallen sollte?

Ist überhaupt einer der Veranstalter schon mal mit einem Camel dort gewesen oder wird die Qualitätsprüfung wie üblich vom Gast durchgeführt? Last but not least: welche Wunderwundsalbe hilft gegen durchgerittenen Hintern?

Ach, darüber hinaus gibt es noch viel zu klären vor dem Parforceritt nach Dubay! Ich käme dann wohl ins Dubayerfernsehen, wäre endlich mal berühmt. Wenn einstens Hannibal mit seinen Kampfelefanten über die Alpen stolperte, werde ich doch wohl mit meinem Kamel und mit meiner lieben Frau oben drauf  in Dubay anlangen..Iyi yolculuklar!

liegendes Kamel

 

Iyi günler – Tulpe


Sie heißt Tulpe. Ganz einfach, Tulpe wie Hyazinthe oder Maiglöckchen. Bis vor wenigen Tagen wohnte sie noch mitten im Alanyum, nein, natürlich nicht, im Anamuryum im Schutt der Jahrhunderte, zusammen mit tausenden anderen „Tulpen“. Sie tat sich schwer, mitzukommen nach hinter dem wild schäumenden Dimçay. Mit zwei spitzen und ziemlich altertümlichen Steinen bewegten wir sie zum Mitkommen und gaben ihr den Aliasnamen Tulpe.

Aber ist es eine Tulpe und hat sie einen richtigen Namen? Dann bitten wir den oder die Kundige um Hilfe. Sie wohnt hier seit eben auf der Sonnenseite im Garten. Sollte jemand darüber hinaus sogar noch den lateinischen Pflanzennamen kennen; es wäre das Größte! DANKE!

 

Sur le pont d`Adana, komm, wir tanzen auf der Brücke…


Sur le pont d`Adana, komm, wir tanzen auf der Brücke…

…. denn auf dem Original in Avignon ist der bauliche Zustand wohl zu derangiert…

Aber in Adana in unserer Wahlheimat Türkei, ja, da nahm der Alte seine Jungsche in den Arm und versuchte Tanzschritte, bis sie  ihm einen Schubs gab: was sollen denn die Leute denken… Die Stimmung in der milden Abendsonne angesichts der Camı mit ihren sechs Zylindern und die Spiegelung im Wasser – unbeschreiblich! So etwas und so viel anderes erlebst du bei gemeinschaftlichen Reisen mit erfahrenen und auskunftsfreudigen Begleitern.

img_20161120_093500.jpgVierzig Reiseerfahrene genossen mit, das bedarf sorgsamer Vorbereitung einerseits und vierzig Bemühungen des fahrenden Volks in Sachen gelebter Toleranz zueinander – und das wurde immer besser, freundlicher menschlicher. In diesen drei Tagen wurden Freundschaften erneuert und solche neu begründet. Vor allem die beiden Reiseleiter gaben fulminante Kenntnisse unserer Wahlheimat Türkei weiter, wichen keiner kritischen Frage zur aktuellen Situation aus, führten zurück in die Jahrtausende alte Geschichte hinein.

Wir waren zu Gast in Tarsus, Apostel Paulus kam von dort, eine Kirche zu seinem Gedenken ist heute Museum, hergerichtet vom Staat, mit gelegentlichen Gottesdiensten der Christen. Eine Informationstafel weist darauf hin, dass der Name Saulus jüdischen Ursprungs, Paulus hingegen römischen Ursprungs sei. Eine nüchterne Information, ziemlich divergierend zur Umdeutung in Richtung Moral…

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img_20161118_131443.jpgUnter der Grasnarbe und noch weiter tiefer erlebten die Besucher diese und noch viel mehr solcher Wunder. Erreichbar in einer Höhle, erst vor wenigen Jahren nur entdeckt, weil Stachelschweine in Öffnungen verschwanden. Man muss nur aufpassen, wo diese Schweine sich wohlfühlen. Fünfhundert Stufen müssen hinunter und wieder hinauf gelatscht, zumindest mühsam erarbeitet werden. Ich scheute diese Mühen und ließ mir diese Eindrücke per Klickklack nach oben liefern.

Über mindestens ein Dutzend Museen und deren Inhalte wäre ergänzend zu berichten, so viele, dass mein Bedarf, tote Steine zu bewundern und lange Gestorbenen in die Marmorpupillen zu blicken, auf einige Zeit in die Zukunft hinein gedeckt ist. Künftig werde ich mich häufiger auf Kapitäle hocken und geduldig auf meine Liebste warten. Viel war es auf dem Wege und am Wege, noch zu frisch ist die Überfülle von Eindrücken. Sie haben sich ins Herz gegraben. Danke Hülya!

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